1. Startseite
  2. Verbraucher

Milben im Bett loswerden: Welche Maßnahmen sinnvoll sind

Erstellt:

Von: Kilian Bäuml

Kommentare

Milben sind kleine Lebewesen, die besonders gerne in Betten leben. Viele Menschen sind allergisch, mit ein paar Mitteln kann man ihnen den Kampf ansagen.

Kassel – Laufende Nase, gereizte Augen und Hustenreiz. Was sich für einige nach ersten Symptomen einer Erkältung anhört, ist für Millionen Deutsche tägliche Realität – Grund dafür sind Milben. Das sind winzige Tierchen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. In Haushalten ernähren sie sich von abgestorbenen Hautschuppen, die jeder Mensch verliert, berichtet die Apotheken Umschau. Diese befinden sich besonders in Matratzen, weshalb Betten für Milben ein idealer Lebensraum sind.

Die Ausscheidungen der Milben rufen bei vielen Menschen allerdings allergische Reaktionen hervor. Laut dem Allergieinformationsdienst leiden in Deutschland rund 20 Millionen Personen unter einer Hausstaubmilbenallergie. Das hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, Milben befinden sich in allen Haushalten. Es gibt aber Angewohnheiten, welche den Milben das Leben erleichtern und Maßnahmen, die gegen sie helfen.

Milben im Bett: Diese Maßnahmen helfen

Zu hundert Prozent lassen sich Milben nie entfernen. Mit bestimmten Maßnahmen kann man jedoch die Zahl der Milben reduzieren und damit die allergischen Reaktionen mildern. „Es geht darum, den Kontakt zu den Allergenen zu minimieren“, erklärte Jörg Kleine-Tebbe von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie gegenüber Ökotest. Die effizienteste Maßnahme gegen Milben im Bett ist, ihren keinen geeigneten Lebensraum zu geben. Das kann man machen:

Milben fühlen sich in warmer, feuchter Umgebung wohl. Um ihre Anzahl im Bett möglichst niedrig zu halten, ist regelmäßiges Lüften deshalb unerlässlich. Je nachdem wie viel Zeit man im Zimmer verbringt, am besten mehrfach täglich für einige Minuten, um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

Milben im Bett reduzieren: Vor allem die Bettwäsche ist wichtig

Eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Milben im Bett spielen Kissen und Decken. Um sie möglichst frei von Milben zu halten, muss die Bettwäsche regelmäßig gewechselt und gewaschen werden. Milben werden, genau wie Bakterien, erst bei einer 60 Grad Wäsche abgetötet. Am besten ist die Wäsche zudem aus einem gut luftdurchlässigen Material. Ähnliches gilt auch für einen Matratzenbezug. Dieser sollte circa alle acht Wochen bei 60 Grad gewaschen werden.

Staubfänger (Gegenstände in oder auf denen sich Staub schnell ansammelt) sollten möglichst eliminiert werden. Dazu kann man lange Vorhänge beispielsweise ebenfalls regelmäßig heiß waschen und konsequent Staub wischen. Textilien, mit denen man keinen direkten Kontakt hat, können auch für 24 Stunden eingefroren werden, um Milben abzutöten.

Milben loswerden: Was bei der Betthygiene hilft. (Symbolbild)
Milben loswerden: Was bei der Betthygiene hilft. (Symbolbild) © Monkey Business /Imago

Spezialprodukte helfen gegen Milben im Bett

Allergiker können ihre Matratze mit speziellen Überzügen beziehen. Diese heißen Encasings und sind für die Ausscheidungen der Milben undurchlässig. „Viele Betroffene berichten von deutlich besseren Nächten – und ihre Erfahrung zählt“, sagte Kleine-Tebbe gegenüber Ökotest. Ferner empfiehlt der Experte Produkte aus dicht gewebter Mikrofaser. Mit einer ärztlichen Bescheinigung beteiligen sich laut Kleine-Tebbe einige Krankenkassen sogar an den Kosten für Encasings beteiligen. (kiba)

Auch interessant

Kommentare