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Möbelkonzern insolvent: Kunden erhalten kein Geld zurück

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Von: Vivian Werg

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Mehr als 30.000 Made.com-Kunden erhalten keine Rückerstattung für bestellte und nicht gelieferte Ware.
Nach Insolvenz von Möbelhersteller gehen Kundinnen und Kunden leer aus (Symbolbild) © Huber Starke/ Imago

Tausende Kundinnen und Kunden eines beliebten Möbelherstellers sind ihr Geld los: Das insolvente Unternehmen kann ihre Rückzahlungen nicht finanzieren.

Kassel – Schlechte Neuigkeiten für Kundinnen und Kunden, die beim bekannten britischen Online-Möbelshop made.com mit Sitz in London Ware bestellt haben. Wie The Guardian berichtet, werden rund 30.000 Betroffene keine Rückzahlungen für bereits bestellte und nicht gelieferte Waren erhalten.

Bereits im November letzten Jahres hat made.com offiziell seine Insolvenz bekannt gegeben. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) hatte die Abwicklung des Insolvenzverfahrens übernommen. Aus einem Dokument ging nun hervor, dass die Mittel des insolventen Herstellers demnach nicht ausreichen werden, um die Rückzahlungen an die betroffenen Kundinnen und Kunden zu tätigen. Die gesamte Schadenssumme liegt dem Bericht zufolge umgerechnet bei etwa 13,5 Millionen Euro.

Derweil ist ein in Deutschland vertriebenes Produkt von Ikea potenziell gefährlich - der Möbelriese geht mit einer Warnung an die Öffentlichkeit.

Insolventes Möbelunternehmen made.com zahlt Hauptkreditgeber aus

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass die britische Modegruppe Next die Marke und die Datenbank von made.com für rund 3,8 Millionen Euro gekauft hat. Damit soll der Hauptkreditgeber, die Silicon Valley Bank, anders als die 30.000 Kundinnen und Kunden die komplette Summe erhalten.

Nicola Thompson, CEO von made.com entschuldigte sich in einer Erklärung bei Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und Aktionären. In den vergangenen Monaten habe das Unternehmen mit „Händen und Füßen dafür gekämpft, die Kostenbasis schnell anzupassen, das Beschaffungs- und Lagermodell umzugestalten und alle möglichen Wege zu gehen, um neue Finanzmittel zu beschaffen und dieses Ergebnis zu vermeiden“.

Zuletzt verzeichnete made.com 573 festangestellte Mitarbeiter. PwC gab bekannt, dass mehr als 300 Mitarbeiter im Zuge der Insolvenz bereits entlassen wurden. Made.com ist nach Hülsta der zweite Möbelkonzern, der innerhalb kurzer Zeit Insolvenz anmelden musste. (Vivian Werg)

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