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Müll nach Weihnachten: Geschenkpapier und Schmuck – Wie richtig entsorgt wird

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Von: Kilian Bäuml

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Häufig entsteht rund um Weihnachten besonders viel Müll – der muss jedoch fachgerecht entsorgt werden. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Kassel – Die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum sind schön verpackt. Nach dem Auspacken landet das Geschenkpapier dann schnell im Müll. Auch beim Zubereiten des Weihnachtsessens fallen häufig größere Mengen Müll an. Zwischen zehn und 15 Prozent zusätzliche Haushaltsabfälle entstehen über die Festtage, schreibt das bayrische Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz in seinem Abfallratgeber. Wenn dann auch noch Christbaumschmuck herunterfällt oder Lichterketten den Geist aufgeben, häufen sich die verschiedenen Arten von Müll schnell an. Doch in welche Tonne soll man sie werfen?

Alleine beim Plätzchenbacken unterläuft vielen Leuten der erste Fehler, denn Backpapier gehört nicht in die Papiertonne. Dabei sollte der Feiertagsmüll unbedingt richtig getrennt werden, sonst könnte das neue Jahr mit einem Bußgeld starten. Je nach Bundesland fallen die Strafen unterschiedlich aus. In Hessen beispielsweise reichen die Strafen bis zu 1500 Euro, berichtet Bußgeldkatalog.org.

Bäume, Schmuck und Kränze: So wird der Müll an Weihnachten richtig entsorgt

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, die nach den Festtagen wieder entsorgt werden müssen. Häufig wird der Christbaum als ein Highlight in der Weihnachtszeit gesehen und verbreitet besonders festliche Stimmung. Viele Menschen möchten ihren Weihnachtsbaum zum Schnäppchenpreis vom Discounter. Jedoch werden sie oftmals mit Pestiziden behandelt, deshalb können Weihnachtsbäume giftig sein.

Weihnachtsgeschenkpapier in einem vollen Papiercontainer
An Weihnachten wird häufig viel Müll verursacht. (Symbolbild) © Sabine Brose/Imago

In vielen Städten und Gemeinden werden die Bäume einige Tage nach Weihnachten abgeholt oder es laufen Sammelaktionen zur Entsorgung der Bäume. Kleinere Zweige können auch in den Biomüll geworfen werden. Beachten sollte man jedoch, dass manche von ihnen entfernt werden müssen, beispielsweise wenn sie mit Dekospray besprüht wurden. Diese müssen im Restmüll entsorgt werden. Die Zweige des Weihnachtsbaumes lassen sich aber auch im Garten als Frostschutz für Sträucher und Hecken verwenden oder kompostieren.

Auch gebundene Sträuße, Gestecke und Kränze kommen in den Restmüll statt in den Biomüll, wenn sie mit Weihnachtsdeko beklebt wurden und sich diese nicht entfernen lässt. Glüh- und Halogenlampen gehören ebenfalls in den Restmüll. Lichterketten hingegen sind Elektroschrott. Abgegeben werden können sie beispielsweise in einigen Elektronikmärkten oder auf dem Wertstoffhof.

AbfallEntsorgung
WeihnachtsbaumSammelstelle oder Abholung
Christbaumschmuck aus Glas, GeschenkpapierRestmüll
KartonsPapiertonne
LichterkettenElektroschrott
Geschmückte Adventskränze, GesteckeRestmüll

Müll an Weihnachten: Kommt Geschenkpapier in die Papiertonne?

Ob Geschenkpapier oder Verpackungen – nicht alles, was scheinbar in die Papiertonne kommt, gehört dort auch wirklich hin. Deshalb ist es wichtig, genau auf das Material zu achten. Viele Geschenkpapiere sind, wie auch Backpapier, beschichtet. Deshalb lassen sie sich nicht immer recyclen. In diesem Fall gehören sie in den Restmüll und nicht in die Papiertonne. Dasselbe gilt für Geschenkfolien. Umweltfreundliches Geschenkpapier erkennt man zum Beispiel am FSC Gütesiegel, dann lässt es sich auch recyclen. Kartons aus Pappe können hingegen immer ins Altpapier.

Ähnlich wie mit dem Geschenkpapier verhält es sich auch mit den Christbaumkugeln. Es gibt sie aus Glas oder aus Plastik. Die Plastikkugeln gehören in den Restmüll und nicht in den Gelben Sack, da dieser nur für Verpackungen gedacht ist. Und auch Glaskugeln kommen entgegen der Annahme nicht ins Altglas. Grund dafür ist ihre Zusammensetzung, die sich von herkömmlichem Glas unterscheidet und nicht zum Recyclen eignet. Kaputte Kugeln gehören deshalb in den Restmüll, heißt es dazu im Abfallratgeber. (kiba)

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