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Schufa lüftet ihr Score-Geheimnis: So lässt sich die Kreditwürdigkeit verbessern

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Von: Fee Halberstadt

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Bisher waren die Merkmale, durch die sich der Bonitäts-Score der Schufa verschlechtert und verbessert, unbekannt. Nun verrät die Schufa erste Details.

Wiesbaden – Der Kauf auf Rechnung oder die Genehmigung eines Kredits ist für eine Firma oder Bank immer mit einem Risiko verbunden. Dass eine Zahlung von einer Käuferin oder einem Käufer nicht beglichen werden kann, kommt immer wieder vor. Um entscheiden zu können, wer den Kauf auf Rechnung oder einen Kredit in Anspruch nehmen kann, gibt es das sogenannte Bonitäts-Scoring. Dieses gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass die entsprechende Person der Zahlung nachkommt.

Eine Firma oder Bank kann den Bonitäts-Score einer Kundin oder eines Kunden abfragen und dementsprechend den Kauf oder Kredit genehmigen oder ablehnen. Durch solch einen Score, wie ihn auch die Schufa erstellt, wird das Risiko eines Zahlungsausfalls minimiert. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass eine Rechnung bezahlt wird, gibt es allerdings nicht. Denn unvorhersehbare Situationen, die zu einer finanziellen Notlage führen, können immer auftreten. Ein Score von 97,5 Prozent ist somit der optimale Wert. Ab einem Wert von unter 80 Prozent besteht bereits ein sehr hohes Risiko.

Was den Bonitäts-Score der Schufa beeinflusst, war bisher unbekannt. Nun verrät die Schufa, wodurch er verbessert werden kann.
Was den Bonitäts-Score der Schufa beeinflusst, war bisher unbekannt. Nun verrät die Schufa, wodurch er verbessert werden kann. © Jens Kalaene/dpa

Bonitäts-Score: Schufa verrät Details zur Zusammensetzung

Aus welchen Faktoren sich der Schufa-Score zusammensetzt, war bislang unbekannt. Doch das ändert sich nun: Erstmals verrät die Schufa Details, was genau in die Berechnung des Scores einfließt und was nicht. Konkret werden demnach Daten von Girokonten, Kreditkarten, Bürgschaften, Ratenkredite, Mobil-Leasing, Kredit- und Vertragslaufzeiten beachtet. Außerdem fließen auch Informationen von Anfragen mit ein. Daten wie der Familienstand, die Religion oder Nationalität sowie das Gehalt oder Vermögen spielen beim Score keine Rolle.

ScorewertRisiko des Ausfalls
> 97,5 ProzentSerh geringes Risiko
95 bis 97,5 ProzentGeringes bis überschaubares Risiko
90 bis 95 ProzentZufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko
80 bis 90 ProzentDeutlich erhöhtes bis hohes Risiko
50 bis 80 ProzentSehr hohes Risiko
< 50 ProzentSehr kritisches Risiko
(Quelle: SCHUFA-Basisscore-Tabelle)

Schufa-Score als Aussage über Kreditwürdigkeit: Hierauf sollten Sie achten, um einen guten Score zu erzielen

Wie der Score exakt zusammengesetzt wird und wie er sich berechnen lässt, legt die Schufa nicht offen. Der Grund dafür ist, dass er dadurch seinen Wert verlieren würde und der Score manipuliert werden könnte, heißt es vonseiten der Schufa. Allerdings bürge die Schufa dafür, dass er trotzdem sicher sei. „Die Formel zur Berechnung des Scores ist der zuständigen Datenschutzbehörde bekannt und wird von ihr und unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kontrolliert“, heißt es auf der Webseite. Außerdem unterliege er der Datenschutzgrundverordnung.

Die Schufa nennt jedoch gewisse Merkmale, die dafür sorgen, dass der persönliche Score absinkt:

Auswirkungen hat beispielsweise ein Saldo nach einer Gesamtfälligstellung oder einer gerichtlichen Entscheidung. Auch ein eröffnetes Insolvenzverfahren und eine erteilte Restschuldbefreiung setzen den Bonitäts-Score herab. Um diesen also nicht herabzusetzen, sollten solche Fälle vermieden werden. Erst vor Kurzem änderte die Schufa bereits eine Regel zur Berechnung ihres Scores und versprach mehr Transparenz. (Fee Halberstadt)

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