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„Wir sind offen“: Netflix-Chef spricht über kostenloses Streaming

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Von: Johannes Skiba

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Wem der Streaming-Dienst Netflix bislang zu teuer war, kann sich in Zukunft vielleicht auf ein kostenloses Angebot der Plattform freuen.

Kassel – Der Streaming-Dienst Netflix geht neue Wege. Nach den Corona-Jahren, in denen die Anzahl an Abonnements jährlich deutlich stieg, gab es im ersten Quartal 2022 erstmals einen Rückgang von 200.000 Nutzerinnen und Nutzern, wie das Portal cbr.com berichtet. Folglich versucht Netflix durch neue Angebote sein Wachstum wieder anzukurbeln.

Wie Ted Sarandos auf der Quartalskonferenz für Investoren sagte, könnte in Zukunft eine kostenlose Variante von Netflix verfügbar sein: „Wir sind offen für all die verschiedenen Modelle, die derzeit auf dem Markt sind.“ Gerade eine ausschließlich aus Werbeeinnahmen finanzierte Geschäftsgrundlage, werde Netflix „auf jeden Fall im Auge“ behalten.

Netflix
Gründung1997 in Kalifornien als Online-DVD-Verleih
GründerReed Hastings
Umsatz29,7 Milliarden Dollar (2021)
Mitarbeiter11.300 (2021)
Erfolgreichste EigenproduktionSquid Game, (1,65 Milliarden Stunden)
April 20, 2022, Logo of Netflix displayed on a smartphone backdropped by abstract presentation of declining line chart a
Streaming-Anbieter Netflix könnte zukünftig neue Wege gehen. © Chang/imago

Erste Werbevariante von Streaming-Dienst Netflix ist ein Misserfolg

Bereits im April, also unmittelbar nach dem enttäuschenden ersten Quartal des vergangenen Jahres, führte Netflix in den USA eine neue Abonnement-Option an. Bei dieser Variante zahlen die Kunden weniger, werden dafür jedoch pro Stunde vor, während und nach Serien und Filme mit Werbespots beim Schauen unterbrochen. Vier bis fünf Minuten Werbung laufen bei diesem Angebot pro Stunde.

In Deutschland gibt es dieses Angebot seit Anfang November. Man zahlt in dem sogenannten „Basis-Abo mit Werbung“ fünf Euro. Somit ist eine Ersparnis von bis zu 13 Euro monatlich möglich. Insgesamt floppte dieses Angebot allerdings. Netflix konnte den Werbepartnern nur rund 80 Prozent der versprochenen Zuschauerschaft bieten, sodass der Konzern Werbeeinnahmen wieder zurückzahlen musste, wie Digiday zuletzt schrieb.

Netflix geht weiter gegen Haushalte vor, die sich Streaming teilen

Zusätzlich geht Netflix weiter gegen das Teilen von Passwörtern vor, um neue zahlende Kunden zu akquirieren. Gleichzeitig sinken dabei aber die Streamingzahlen, da nicht jeder vertriebene Nutzer, der Netflix zuvor kostenlos verwendete, auch als zahlender Zuschauer zurückkehrt. Darüber hinaus plant der Streamingdienst einen Preisaufschlag für Kunden, die ihr Passwort mit Personen teilen, die nicht mit ihnen im selben Haushalt leben. (jsk)

Zuletzt wurde auf Netflix die dritte Staffel der beliebten Serie „Emily in Paris“ veröffentlicht, die für Gesprächsstoff sorgt.

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