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Nach Erfolg des 9-Euro-Tickets: Plant die Regierung bereits einen Nachfolger?

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Von: Alina Schröder

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Das 9-Euro-Ticket soll in seiner jetzigen Form nicht verlängert werden. Jedoch plane der Bund bereits einen vergünstigten Nachfolger. Das steckt dahinter.

Berlin – Das 9-Euro-Ticket, mit dem man im öffentlichen Nahverkehr quer durch Deutschland reisen kann, ist seit Juni ein absoluter Verkaufsschlager. Das zeigt sich unter anderem an den überfüllten Zügen, weshalb ein Verband mit Blick auf Sommerurlaube nun dazu rät, teurere ICE-Tickets zu kaufen. Geplant ist die vergünstigte Fahrkarte allerdings vorerst nur bis Ende August – die Regierung soll allerdings bereits ein Nachfolger-Ticket planen.

Es wurden bereits Forderungen nach einem 1-Euro-Ticket nach dem 9-Euro-Ticket laut. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge habe der Bund jedoch bereits genaue Pläne, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll. Die Rede ist von einem sogenannten „Klima-Ticket“. Dies gehe aus dem jüngsten Entwurf des Klimaschutzsofortprogramms hervor, was dem Handelsblatt vorliegt und Mitte Juli beschlossen wird. So soll „mit tariflichen Maßnahmen die Attraktivität des ÖPNV dauerhaft gesteigert werden.“ Doch wie soll das Ticket funktionieren?

Der Bund soll nach dem 9-Euro-Ticket bereits einen vergünstigten Nachfolger planen.
Der Bund soll nach dem 9-Euro-Ticket bereits einen vergünstigten Nachfolger planen. © Teresa Kröger/Imago

Nach 9-Euro-Ticket: Kommt nun das Klima-Ticket? Entwurf der Regierung durchgesickert

Laut dem Entwurf soll das mögliche Klima-Ticket als vergünstigte Fahrkarte bundesweit sowohl für den Regionalverkehr als auch für weitere Verkehrsmittel im Nahverkehr angeboten werden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen dieses schließlich als Monats- oder Jahreskarte erwerben können. Bislang regeln die Länder in Deutschland ihren ÖPNV zwar selbst, der Bund sei aber dazu bereit, ein Klima-Ticket „finanziell zu unterstützen“. Weitere Details würden aber noch geprüft.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets bereits abgelehnt. Er betonte in den letzten Tagen immer wieder, dass dieses auch gesetzlich zeitlich begrenzt sei und es keinerlei Überlegungen gebe, diese Frist zu verlängern. Zu einem möglichen Klima-Ticket äußerte er sich jedoch nicht. Auch das Bundesumweltministerium habe auf Anfrage des Handelsblatts dazu keine Aussage treffen wollen.

Mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm will die Regierung festlegen, wie sie bis 2030 die Kohlendioxid-Emissionen gemäß der beschlossenen Ziele für den CO2-Ausstoß senken will. Dafür zuständig ist Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) in Zusammenarbeit mit den jeweils verantwortlichen Fachressorts. Ob sich die Deutschen über ein baldiges Klima-Ticket freuen können, ist allerdings noch unklar. Wann das Klima-Ticket angeboten werden könnte und wie teuer das sein soll, ist schließlich Teil der Mitte Juli geplanten Konferenz zum Klimaschutzsofortprogramm. (asc/afp)

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