Änderungen

CO2-Preis, Tabaksteuer und Mindestlohn – Was sich im Januar 2022 alles ändert

Ab Januar 2022 wird vieles anders, egal ob CO2-Preis, Tabak oder Mindestlohn. Wir haben die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Kassel - Neues Jahr, neue Regeln: Im Januar 2022 gibt es einige Änderungen und Neuerungen in verschiedenen Bereichen. Nicht alle sind für Verbraucher und Verbraucherinnen positiv. Wir haben zusammengefasst, was sich beim CO2-Preis, der Tabaksteuer und Co. ändert.

Ab dem 1. Januar 2022 steigt der CO2-Preis* an. Ab diesem Tag kostet eine Tonne CO2 nicht mehr 25, sondern 30 Euro. Diese Preiserhöhung kann sich auch in den Heizkosten und in den Tank-Preisen widerspiegeln. Zu erwarten sind laut Nordbayern.de ein Aufschlag von 8,4 Cent pro Liter bei Benzin und 1,6 Cent bei Heizöl.

Änderungen ab dem 1. Januar 2022: Für Raucher wird es teurer

Auch für Raucher wird es teurer: Ab dem 1. Januar steigen die Tabaksteuertarife. Bis 2026 soll die Steuer für Zigaretten* in vier Stufen erhöht werden. Von der Änderung betroffen sind zudem erhitzter Tabak und Substanzen für E-Zigaretten. Auch hier wird die Besteuerung angepasst. Zum Schutz der Gesundheit und der Jugend wird auch der Tabak für Wasserpfeifen teurer.

Änderungen ab 1. Januar 2022 - Grundfreibetrag bei der Steuer und Mindestlohn steigen

Im Januar 2022 können sich manche allerdings auch freuen. Der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer wird angehoben. Für Alleinstehende steigt der Betrag von 9.744 auf 9.984 Euro im Jahr. Verheiratete Paare haben den doppelten Betrag zur Verfügung. Und noch eine gute Nachricht: Der Mindestlohn steigt. Ab dem 1. Januar steigt er zunächst von 9,60 auf 9,82 pro Stunde an. Zum 1. Juli 2022 soll er dann noch einmal um weitere 63 Cent auf 10,45 Euro pro Stunde steigen.

Änderungen im Januar 2022: Deutsche Post wird teurer, bei der Deutschen Bahn ändert sich etwas

Im Gegenzug steigen Preise allerdings auch, zum Beispiel bei der Deutschen Post. Ab dem 1. Januar 2022 kostet der Standardbrief 85 Cent. Somit steigt der Preis um 5 Cent. Neben Preisänderungen gibt es auch Neuerungen in verschiedenen Bereichen. So können Kunden der Deutschen Bahn zukünftig keine Tickets mehr im Zug kaufen. Bislang war der spontane Kauf beim Schaffner oder am Automaten noch möglich - nun fällt diese Möglichkeit weg.

Zudem gibt es eine Änderung beim Kauf von Tickets für Veranstaltungen. Wegen der Corona*-Pandemie fielen in den letzten Jahren viele Veranstaltungen aus. Veranstalter gaben ihren Kunden oft einen Gutschein, anstatt den Ticketpreis zu erstatten. Ab dem 1. Januar 2022 muss der Preis für nicht eingelöste Gutscheine vom Veranstalter ausgezahlt werden. Dies gilt laut Nordbayern.de allerdings nur für ursprüngliche Tickets, die vor dem 8. März 2020 gekauft wurden.

Im neuen Jahr müssen sich Verbraucher auf einige Änderungen einstellen: Der Mindestlohn kommt - dafür steigen aber auch einige Verbraucherpreise.

Januar 2022: Änderungen für Klima und Tierwohl

Für Verbraucherinnen und Verbraucher soll es noch eine Erleichterung geben. Für alle Kaufverträge, die ab dem 1. Januar 2022 geschlossen werden, gilt eine neue Beweislastregel. Bislang wurde bei Fehlern innerhalb von sechs Monaten nach dem Kauf angenommen, dass der Mangel schon beim Kauf vorlag. Diese Frist verlängert sich laut Nordbayern.de auf 12 Monate.

Der Umwelt zu liebe wird ab dem 1. Januar 2022 die Pfandpflicht ausgeweitet. Nun sind auch Einwegflaschen aus Kunststoff betroffen. Ab 2024 folgt dann die Pfandpflicht für Kunststoffflaschen mit Milch. Apropos tierische Erzeugnisse: Auch bei Hühnern beziehungsweise genauer gesagt Küken gibt es eine erfreuliche Änderung. Bislang wurden männliche Küken nach dem Schlüpfen aus wirtschaftlichen Gründen oft getötet. Dies ist ab dem 1. Januar in Deutschland verboten. (ebb) *hna.de ist ein Angebot von Ippen.Media

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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