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An Sonntagen und Feiertagen geschlossen: Bäckerei-Kette muss Öffnungszeiten anpassen

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Von: Jennifer Lanzinger

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Filiale der Landbäckerei Stinges in Grevenbroich, Nordrhein-Westfalen.
Die Landbäckerei Stinges will ihre Öffnungszeiten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuliebe anpassen. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/Imago

Fehlendes Personal und vor allem steigende Energiekosten zwingen eine große Bäckerei-Kette nun zu drastischen Konsequenzen. Die Kunden müssen sich auf Neuerungen einstellen.

Köln – Die Energie-Krise zieht bereits jetzt weite Kreise, erste Unternehmen ziehen drastische Konsequenzen. Über 100 Bäckerei-Filialen betreibt die Firma Stinges in Nordrhein-Westfalen, doch zukünftig wird das Angebot zumindest zeitlich eingeschränkt. Wie Stinges selbst auf der Homepage berichtet, wird das Unternehmen sowohl am Sonntag als auch an Feiertagen nicht mehr öffnen.

Demnach trete die neue Maßnahme ab dem 1. November 2022 in Kraft. „Mit dieser Entscheidung, an Sonn- und Feiertagen nicht mehr zu öffnen, setzen wir ein klares Zeichen gegen Personalknappheit und die 7-Tage-Woche“, so das Unternehmen in der Mitteilung. Demnach hätte das Personal aufgrund der kräftezehrenden Corona-Zeit und der angespannten Personalsituation zahlreiche Überstunden angesammelt. „Das geht an die Substanz“.

„Wir sind eine Familienbäckerei“: Unternehmen zieht drastische Konsequenz

„Unsere Mitarbeitenden brauchen einen festen freien Tag in der Woche, den sie mit ihren Familien oder Partnern verbringen können. Wir sind eine Familienbäckerei. Die Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht vor, denn ohne sie läuft bei uns gar nichts“, so Leo Stinges laut Mitteilung. Grund seien demnach auch die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, wie merkur.de berichtet. Neues Personal lasse sich zudem schwer finden, viele Menschen würden sonntags nicht arbeiten wollen. Wie Willi Stinges in der Mitteilung jedoch erklärt, lasse sich der Ausfall leicht überbrücken: „Unsere Land- und Spezialbrötchen eignen sich perfekt, um diese auch am nächsten Tag bei 160 Grad Umluft für 3–4 Minuten kurz aufzubacken“.

Währenddessen muss die Radeberger-Gruppe einen Produktionsstandort schließen. Dort wird unter anderem Schöfferhofer gebraut. Müssen Bierfans jetzt auf das Getränk verzichten?

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