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Dm kämpft mit leeren Regalen: Drogerie-Chef nennt Details

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Von: Lisa Bender

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Bei dm sind derzeit einige Regale leer. Der Drogeriemarkt liefert RUHR24 eine Erklärung und gibt Kunden einen Tipp, was sie stattdessen kaufen können.

Dortmund – Grippe, Corona, Erkältung: Die Krankheitswelle grassiert aktuell in Deutschland. Das bekommt auch dm zu spüren. Zahlreiche leere Regale sind die Folge in vielen Filialen des Drogeriermarktes. RUHR24 hat nachgefragt, wann Kunden wieder mit einer Lieferung rechnen können.

Leere Regale bei dm: Hinweis in Drogerie-Filiale aufgetaucht

Insbesondere die Regale der Medizin- und Gesundheitsprodukte sind derzeit ausgedünnt. In einer Dortmunder dm-Filiale wurde ein entsprechender Hinweis an die Kunden angebracht: „Leider kann es derzeit zu vereinzelten Lücken im Regal kommen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass Deine Wunschartikel so schnell wie möglich wieder verfügbar sind“, schreibt das Team des Drogeriemarktes.

dm führt verschreibungsfreie Produkte „in den Bereichen Pharma und Wohlbefinden“, heißt es in den Angaben der Eigenmarke Mivolis. Dazu zählen unter anderem Nahrungsergänzungsmittel wie zahlreiche Vitaminpräperate und Mineralstoffe, aber auch Mittel gegen Erkältung, Magen- oder Schlafprobleme. Auch Pflaster, Verbandsmaterial oder Salben gegen Schmerzen finden sich normalerweise in den dm-Regalen. Aktuell herrscht jedoch gähnende Leere, berichtet RUHR24.

Blick auf den Kassenbereich in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm.
Leere Regale: Aktuell gibt es auch bei dm Probleme, was die Lieferung einiger Medikamente betrifft. (Symbolfoto) © Uli Deck/dpa

Und nicht nur die Medizinprodukte der dm-Eigenmarke sind betroffen, auch medizinische Artikel von anderen Marken scheinen derzeit nicht lieferbar zu sein. Denn auch Produkte von tetesept, Klosterfrau, Abtei oder Doppelherz sind nur noch vereinzelt in der Drogerie zu haben.

dm von Medikamenten-Lieferengpass getroffen – Drogerie-Chef klärt auf

Dass Medikamente seit geraumer Zeit von Lieferengpässen betroffen sind, ist nichts Neues. Bereits im Sommer 2022 machten Kinder- und Jugendärzte auf Versorgungsschwierigkeiten bei Fieber- und Schmerzsaft aufmerksam. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) waren insbesondere Produkte mit Paracetamol und Ibuprofen davon betroffen.

Nach aktuellem Stand der Behörde haben sich die Lieferengpässe inzwischen ausgeweitet. In den Apotheken sind nicht mehr nur Fiebersäfte Mangelware, sondern auch Antibiotika, Blutdrucksenker und Folinsäure. Die Gründe dafür seien vielschichtig, analysiert der BKK Dachverband e.V. Unter anderem seien nicht genügend Rohstoffe vorhanden.

Aber auch, dass 68 Prozent der Produktionsstätten von Wirkstoffen in Asien liegen würden, wäre ein Problem, heißt es in einer Studie des Pharmaverbands vfa. Insbesondere China wird derzeit erneut von einer akuten Corona-Welle überrollt, was Teile der Wirtschaft zum Erliegen bringt. Ob die Lieferengpässe bei den Medikamenten damit in einer direkten Verbindung stehen, ist unklar.

„Die Lage ist schlimm“, sagt der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, gegenüber der Tagesschau. So etwas habe er in über 30 Berufsjahren nicht erlebt. 2023 soll sich die Lage weiter zuspitzen, prognostiziert Preis. „Wir erwarten eine Steigerung der Lieferdefizite.“

dm-Chef beobachtet „hohe Nachfrage an Erkältungsprodukten“ – leere Regale sind die Folge

Diese scheinen nun auch bei Drogeriemarkt dm angekommen zu sein. Auf Nachfrage von RUHR24 bestätigt man die Lieferschwierigkeiten bei Medizinprodukten. Als Grund nennt Sebastian Bayer, als Dm-Geschäftsführer im Ressort Marketing und Beschaffung, dass man derzeit eine hohe Nachfrage im Bereich Erkältungsprodukte beobachten könne.

Gepaart mit „der teilweise angespannten Liefersituation bei Rohstoffen kann es daher vorkommen, dass in einzelnen dm-Märkten vorübergehend nicht alle Erkältungsprodukte unseres Sortiments zur Auswahl stehen“, so Bayer gegenüber RUHR24. Man stehe jedoch im engen Austausch mit den Partnern, um die Regale bei dm schnellstmöglich wieder auffüllen zu können. Wann das jedoch der Fall sein wird, kann der dm-Geschäftsführer nicht sagen.

Leere Regale bei dm – Geschäftsführer hat einen Rat für Kunden

Sollte das entsprechende Wunschprodukt mal nicht bei dm verfügbar sein, ist sich Bayer sicher, dass „fast immer Produktalternativen zur Verfügung stehen.“ Beim Blick in die Regale der Dortmunder Drogeriefiliale ist das allerdings zu bezweifeln, bis auf wenige einzelne Produkte sind diese gänzlich leergefegt.

Bayer empfiehlt dm-Kunden daraufhin, einen Blick in den Onlineshop zu werfen. Dort seien viele Produkte derzeit noch verfügbar, so der Geschäftsführer gegenüber RUHR24. Außerdem hätten Verbraucher die Möglichkeit, die Verfügbarkeit des gewünschten Produktes in ihrem dm über die Website des Drogeriemarktes zu prüfen und dann per Express-Service zu bestellen und abzuholen.

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