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Rewe-Chef wird deutlich: „Bis zu 20 Prozent weniger Ware“

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Von: Sophia Lother

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In einem Interview wird der Rewe-Chef ein weiteres Mal deutlich. Drohen bald leere Regale?

Köln – Klaffende Lücken in den Rewe-Regalen und womöglich verärgerte Kunden, die ihr Glück lieber bei der Konkurrenz suchen? Der Chef des Kölner Handelskonzerns Rewe ist in Sorge. Wenn es darum geht, Probleme anzusprechen, nimmt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, kein Blatt vor den Mund.

In einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger hat er über die aktuellen Probleme gesprochen, mit denen sich Rewe konfrontiert sieht.

Rewe
DachorganisationRewe Group
Gründung1927
SitzKöln
MitarbeiterzahlÜber 161.000

Rewe: „Wir bekommen bis zu 20 Prozent weniger Ware“

Lieferschwierigkeiten machen auch Rewe Probleme. Doch wo genau hakt es? „Manchmal ist die Logistik ein Problem, manchmal fehlt Rohware für die Produktion. Das führt dazu, dass nicht die volle Menge geliefert werden kann“, erklärt Souque.

Generell habe sich die Lieferquote massiv verschlechtert. Zwar sei das System insgesamt stabil, aber: „in der Spitze bekommen wir aktuell bis zu 20 Prozent weniger Ware geliefert, als wir bestellt haben“. Doch das ist nicht das einzige Problem.

Rewe-Chef wird deutlich: Lieferschwierigkeiten nicht die einzige Baustelle

Aktuell tobt ein brutaler Preiskampf zwischen Händlern und Herstellern. Schon 2020 drohten infolge derartiger Streitigkeiten leere Regale drohten. Im Jahr 2022 wurden viele Markenprodukte aus dem Rewe-Sortiment geworfen. Souque betonte in dem Interview, dass die meisten Lücken in den Supermarkt-Regalen aktuell auf Preisstreitigkeiten zwischen Handel und Herstellern zurückzuführen seien. „Im Moment sind viele als Trittbrettfahrer unterwegs, die versuchen, die Preise stark über ihre tatsächlichen Mehrkosten hinaus zu erhöhen“, kritisiert der Rewe-Chef.

Aktuell hat Rewe gleich mit mehreren Baustellen zu kämpfen. (Symbolfoto)
Aktuell hat Rewe gleich mit mehreren Baustellen zu kämpfen. (Symbolfoto) © Arne Dedert/dpa

Die Streitigkeiten rund um die Preise betreffen freilich nicht nur Rewe. Auch Edeka steht vor Problemen.  „Für 2023 liegen uns wieder massive Preisforderungen der großen Markenkonzerne auf dem Tisch. Und das zusätzlich zu den Preiserhöhungen, die bereits im vergangenen Jahr in Deutschland durchgesetzt wurden. Dagegen wehren wir uns“, erklärte der Edeka-Chef Markus Mosa gegenüber der Bild. (Sophia Lother)

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