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Hunderttausende Menschen leiden an Vitamin-D-Mangel

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Von: Helena Gries

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Hunderttausende Menschen in Niedersachsen leiden an Vitamin-D-Mangel, das haben Auswertungen der Barmer festgestellt. Durch Sonnenbestrahlung kann der Vitamin-D-Haushalt ausgeglichen werden.
Hunderttausende Menschen in Niedersachsen leiden an Vitamin-D-Mangel, das haben Auswertungen der Barmer festgestellt. Durch Sonnenbestrahlung kann der Vitamin-D-Haushalt ausgeglichen werden. © Armin Weigel/dpa

Viele Menschen sind besonders im Winter mit Vitamin D unterversorgt und müssen sogar ärztlich behandelt werden. Eine Auswertung der Barmer zeigt genaue Zahlen für Niedersachsen.

Hannover – Vitamin D ist wichtig für die Knochen und andere Stoffwechselvorgänge im Körper. Doch besonders in den Wintermonaten leiden sehr viele Menschen an einer Unterversorgung mit dem wichtigen Nährstoff. Einige müssen sich daher sogar in ärztliche Behandlung begeben.

Einer aktuellen Auswertung der Krankenkasse Barmer zufolge werden allein in Niedersachsen rund 218.000 Menschen jährlich aufgrund eines Vitamin-D-Mangels ärztlich behandelt. Das sind rund 2,7 Prozent der Bevölkerung in Niedersachsen.

Vitamin-D-Mangel: Einseitige Ernährung könnte Grund sein

Männer und Frauen sind laut Erkenntnissen der Barmer dabei unterschiedlich betroffen. In Niedersachsen waren es beispielsweise 1,7 Prozent der Männer und 3,7 Prozent der Frauen. In Hessen hingegen begeben sich annähernd 170.000 Menschen jährlich aufgrund eines Vitamin-D-Mangels in ärztliche Behandlung.

Als Grund für einen Mangel an Vitamin D wird meist eine einseitige Ernährung oder ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen, beispielsweise im Alter, genannt. „Wir können Vitamin D durch Sonnenbestrahlung selber produzieren. Wer in der dunklen Jahreszeit jedoch nicht oft genug nach draußen geht, kann zeitweilig zu wenig Vitamin D im Körper haben“, sagt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen.

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Bei Mangel an Vitamin D können Müdigkeit und depressive Verstimmungen auftreten

Ein Nährstoffmangel wird oftmals gar nicht erkannt, da er meistens mit allgemeinen Beschwerden wie Müdigkeit oder einer höheren Anfälligkeit für Infekte einhergeht. „Wer sich öfter schlapp fühlt, bringt dies nicht direkt mit einem Nährstoffmangel in Verbindung. Ein Mangel an Vitamin D zeigt sich zum Beispiel oft nur durch Müdigkeit und depressive Verstimmungen“, so Sander.

Einem Mangel an Vitamin D können Verbraucher beispielsweise durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung vorbeugen. Eine Selbstverordnung mit Nährstoffpräparaten sei hingegen nicht ratsam, denn eine künstliche Überversorgung kann schädlich für die Gesundheit sein. Beim Verdacht auf einen Nährstoffmangel sollte ein Arzt aufgesucht werden. (Helena Gries)

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