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Notstromaggregat mit Diesel, Benzin oder Solar kaufen – Für wen lohnt es sich?

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Von: Jakob Koch

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Die Bundesregierung empfiehlt angesichts der Energie-Krise Notstromaggregate für Unternehmen. Lohnt das auch für Privathaushalte?

Kassel – Sollte man ein Notstromaggregat haben? Diese Frage stellen sich derzeit Menschen angesichts der unklaren Lage der Energiesicherheit in Deutschland. Klar ist: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass Maßnahmen gegen Energieknappheit auch über den kommenden Winter hinaus notwendig sein werden. Genauso ist die Möglichkeit eines plötzlichen Stromausfalls eine ständige reale Gefahr – so wie etwa in Kassel, als vergangenes Jahr mehrere tausend Haushalte ohne Strom waren.

Angesichts der drohenden Gas-Knappheit in Deutschland hat die Bundesregierung Unternehmen bereits empfohlen, sich mit Notstromaggregaten einzudecken. „Empfehlenswert ist die Ausstattung mit Notstromaggregaten insbesondere für Betreiber von kritischer Infrastruktur“, heißt es von Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Graichen (Grüne). Er empfiehlt demnach, dass die Notstromaggregate eine Überbrückungszeit von 72 Stunden haben sollen. Doch lohnt sich eine Anschaffung auch für Privatbesitzer?

Notstromaggregat kaufen: Diesel, Benzin oder Solar

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Notstromaggregat zu kaufen, wird schnell vor der Frage stehen, welches genau es sein soll – und welches Budget dafür notwendig ist. Mittlerweile gibt es am Markt verschiedene Lösungen – sei es Diesel, Benzin oder Solar. Einige setzen in der Krise auf einen Umstieg auf Heizen mit Holz, um Energie zu sparen. Andere setzen beim Heizen auf Wärmepumpen als Alternative.

Mobile Notstromaggregate mit Diesel oder Benzin bewegen sich preislich im Bereich weniger hundert Euro bis hin zu mehr als 1000 oder sogar 2000 Euro. Abseits der Notfallsituationen nutzen viele diese Geräte im privaten Bereich auf Partys oder beim Camping. Auch auf Baustellen sieht man immer wieder den Einsatz von Notstromaggregaten.

Sobald die Infrastruktur nicht mehr funktioniert, kommen Notstromaggregate zum Einsatz.
Sobald die Infrastruktur nicht mehr funktioniert, kommen Notstromaggregate zum Einsatz. © imago stock&people

Aber, Vorsicht: Immer wieder kommt es zu Vergiftungen oder gar Todesfällen beim Betrieb der Geräte mit Benzin oder Diesel – beispielsweise zog sich ein Bauarbeiter im Kreis Waldeck-Frankenberg eine Kohlenmonoxidvergiftung zu. Alternativ gibt es die Möglichkeit, via Solar oder Handkurbel Energie zu gewinnen. Ebenfalls zu beachten ist auch: Auf dem heimischen Grundstück darf nur einige begrenzte Menge an Kraftstoff gelagert werden. Zehn Liter Benzin und 20 Liter Diesel dürfen in zugelassenen Kanistern gelagert werden.

Bekannte und oft gesuchte Notstromaggregate und Solar-Lösungen sind zum Beispiel:

Notstromaggregat im Test: Viele Geräte laut Tüv nicht betriebssicher

Mehr als jedes vierte Aggregat für die Notstromversorgung in Krankenhäusern, Schulen oder Hochhäusern hat bei Prüfungen des Tüvs im vergangenen Jahr „wesentliche Mängel“ aufgewiesen. Das heißt, dass die Anlagen nicht betriebssicher sind und bei einem möglichen Stromausfall nicht funktionieren könnten, wie aus dem aktuellen Baurechtsreport hervorgeht, den der Tüv-Verband am kürzlich veröffentlicht hat. Nur rund ein Drittel der überprüften Geräte war demnach „mängelfrei“.

Dabei nehme die Gefahr von Stromausfällen zu. Gründe für die höheren Ausfallrisiken seien „Engpässe bei der Energieversorgung, Cyberangriffe auf Netzbetreiber und immer wieder extreme Wetterereignisse wie Flutwellen oder schwere Stürme infolge der Klimakrise“, hieß es. „Die Betreiber der Anlagen sollten vor dem kommenden Winter sicherstellen, dass ihre Notstromaggregate gut in Schuss sind“, teilte der Geschäftsführer des Tüv-Verbands, Joachim Bühler, mit. Wer sich ohne ein solches Gerät auf einen Blackout vorbereiten will, kann die Tipps des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe fürs Vorsorgen für den Stromausfall befolgen. (jkk/dpa)

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