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Schoko-Nikoläuse im Öko-Test: Verunreinigungen in etlichen Marken-Produkten festgestellt

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Von: Vivian Werg

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Pünktlich zur Weihnachtszeit: Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat insgesamt 23 Schoko-Weihnachtsmänner untersucht – nur wenige sind aus ihrer Sicht empfehlenswert.

Kassel – Nikolaus steht vor der Tür und viele der in Schokolade gegossenen Figuren gehen bald über die Ladentheke. Doch laut Öko-Test können nur wenige Schoko-Nikoläuse und Weihnachtsmänner, unabhängig von Preis oder Marke, mit guten Gewissens gekauft werden. Bei den insgesamt 23 Schoko-Figuren sind aus ihrer Sicht die meisten zu stark mit Mineralölbestandteilen (MOAH) verunreinigt, drei sogar mit besonders bedenklichen MOAH.

Öko-Test warnt vor Mineralöl in Schokolade

Warum Mineralölbestände den Appetit auf die Süßigkeit verderben – hier im Überblick:

Öko-Test hat Schoko-Nikoläuse unter die Lupe genommen. (Symbolfoto)
Öko-Test hat Schoko-Nikoläuse unter die Lupe genommen. (Symbolfoto) © blickwinkel/Imago

Öko-Test: Diese Schoko-Nikoläuse sind empfehlenswert

Die Marken der Schoko-Figuren sind keine Unbekannten: So wurden unter anderem Weihnachtsmänner von Ferrero, Lindt und Milka untersucht. Auch die Schoko-Nikoläuse einiger Supermärkte wie Rewe, Edeka, Aldi und Lidl sind dabei. Von Öko-Test wurden bei sieben Produkten die Bestandteile von Mineralöl nur „leicht erhöht“ festgestellt, sodass das Verbrauchermagazin sie noch als „gut“ empfehlen kann. Dazu gehörten folgende Marken:

Bei den Produkten von Ferrero Kinder Weihnachtsmann und Lindt Weihnachtsmann, waren die Mineralölrückstände laut Öko-Test „erhöht“ und wurden daher mit „befriedigend“ bewertet. Drei Produkte hingegen wurden aufgrund starker Belastung mit „mangelhaft“ bewertet.

Öko-Test: Wie das Mineralöl in Schoko-Nikoläuse kommt

Laut Öko-Test sind überall, wo Lebensmittel mit Schmierölen in Kontakt kommen, Verunreinigungen möglich. So können bei Schokolade Kakaobohnen durch Schmieröle an Erntemaschinen verunreinigt werden oder beim Transport in Sisal- und Jutesäcken, die mit Mineralölen behandelt sind. Abgesehen davon kommen Mineralöle flächendeckend in der Umwelt vor.

Positiv sei jedoch, dass die untersuchten Schoko-Nikoläuse keine nennenswerten Aluminium-Rückstände enthielten.

Während manche Schokolade aus den Regalen in Supermärkten verschwinden, stellt sich bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern auch die Frage nach den Schoko-Preisen in diesem Jahr. Laut Öko-Test haben nur zwei Anbieter eingeräumt, die Preisempfehlung für ihre Schoko-Nikoläuse seit letztem November erhöht zu haben. (Vivian Werg)

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