Zimmerpflanze

Orchideen ganz einfach umtopfen – So gehen die Pflanzen nicht ein

An hellen und nicht zu warmen Orten, fühlt sich die Orchidee wohl. Wenn es im Topf zu eng wird, sollte sie umgetopft werden.
+
An hellen und nicht zu warmen Orten, fühlt sich die Orchidee wohl. Wenn es im Topf zu eng wird, sollte sie umgetopft werden.

Damit Orchideen gesund bleiben und blühen, sollten sie regelmäßig umgetopft werden. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt und was muss beachtet werden?

Kassel – Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Es gibt sie in tausenden Variationen. Vor allem die wunderschönen Blüten sind ein echter Hingucker. Doch bei der Pflege von Orchideen gibt es einiges zu beachten. Denn sie haben nicht umsonst den Ruf einer anspruchsvollen Diva. Vor allem beim Umtopfen können Hobby-Gärtner folgenschwere Fehler machen.

Blühende Orchideen verschönern viele Häuser und Wohnungen. Zwar ist die Blühdauer von Art zu Art unterschiedlich, doch jede Orchidee sollte ein bis zweimal im Jahr blühen. Damit das auch passiert und die exotische Schönheit nicht die gesamte Zeit kahl bleibt, sollte sie regelmäßig umgetopft werden.

Beliebte Zimmerpflanze richtig pflegen: Wann kann man Orchideen umtopfen?

Etwa alle zwei bis drei Jahre braucht eine Orchidee einen Umzug in frisches Substrat. So bleibt sie gesund und bildet jährlich Blüten aus. Dabei ist wichtig zu wissen, dass diese exotischen Pflanzen nicht in normaler Blumenerde wachsen. Sie brauchen spezielle Orchideenerde, die dem Substrat im Regenwald ähnelt. Doch das Orchideen-Substrat verrottet mit der Zeit – zudem braucht die Pflanze irgendwann mehr Platz. Spätestens, wenn sich die Orchidee leicht aus dem Topf lösen lässt oder ihre Luftwurzeln über den Rand herausragen, heißt es: Umtopfen. Doch Vorsicht, der richtige Zeitpunkt ist dabei enorm wichtig.

Während der Blütezeit sollte man Orchideen nicht umtopfen, denn das kann die Pflanze schwächen. Stattdessen lieber bis zum Frühjahr oder Herbst warten. Kurz vor dem Umtopfen die Pflanze dann nochmal kräftig gießen, verrät der NDR in einem Bericht. Wenn es dann so weit ist und die Pflanze umzieht, gilt es möglichst vorsichtig mit der zarten Orchidee umgehen, und sie nicht zu verletzen.

Orchideen richtig umtopfen: Kann man die Wurzeln abschneiden?

Das alte Substrat sollte beim Umtopfen zunächst vorsichtig gelockert und anschließend vollständig von den Wurzeln gelöst werden. Bleibt etwas davon hängen, kann es unter dem Wasserhahn abgewaschen werden. Danach gilt es, die Wurzeln einmal genauer anzuschauen. Sind sie noch schön silbrig-grün oder cremeweiß?

Wenn an der Pflanze schlaffe, braune oder hohle Wurzeln zu sehen sind, können die mit einer sauberen Schere abgeschnitten werden. Sind die toten Wurzeln entfernt, kommt ein wenig Substrat in den neuen größeren Topf - die Pflanze wird dann nur mit einer leichten Drehung in den Topf gesetzt, so der NDR. Der sollte möglichst transparent sein, damit die Wurzeln der Orchidee ausreichend Licht bekommen.

Orchideen umtopfen im Überblick:

  • Pflanze und Wurzeln vorsichtig aus dem Topf lösen
  • Wurzeln von altem Substrat befreien und faule Stellen abschneiden
  • Neues Substrat in größeren Topf (durchsichtig) geben
  • Orchidee vorsichtig mit leichter Drehung in neuen Topf setzen
  • Topf gleichmäßig mit neuem Substrat befüllen
  • Einige Tage nach dem Umtopfen nicht gießen

Orchideen nach dem Umtopfen richtig gießen: Das gilt es zu beachten

Wenn die Pflanze schließlich im Topf sitzt, wird dieser noch weiter mit dem Substrat unterfüttert. „Der Wurzelhals sollte sich später etwa auf Höhe des Topfrands befinden“, verrät Mein Schöner Garten. Zum Schluss den Topf ein paar Mal auf festen Untergrund klopfen, damit sich alles verteilt und verdichtet. Gießen ist nach dem Umtopfen erstmal tabu, stattdessen nur den Blattbereich mit Wasser besprühen. Ein heller und nicht zu warmer Standort ist zudem wichtig, damit die Wurzeln gut anwachsen.

Nicht nur Orchideen, sondern auch viele andere Zimmerpflanzen sehen schön aus. Doch wer Haustiere besitzt, sollte bei der Auswahl vorsichtig sein. Diese Pflanzen sind für Hund und Katze giftig. (svw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.