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Österreichisches Fernsehen in Deutschland schauen: So umgehen Sie die Empfangs-Sperre beim ORF

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Von: Linus Prien

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ORF-Schild am Funkhaus Wien (Symbolbild).
ORF-Schild am Funkhaus Wien (Symbolbild). © Sascha Steinach/ IMAGO

Wer in Deutschland das Programm vom ORF sehen möchte, scheitert zumeist am „Geoblocking“. Es gibt jedoch eine günstige Lösung für das Problem: Der VPN.

München – Das Programm von der ARD und dem ZDF ist nicht nur linear verfügbar, sondern kann in Deutschland in der Mediathek abgerufen werden. Darüber hinaus lassen sich Sendungen auch im Internet per Stream verfolgen. So ist es möglich auch von anderen Orten aus, als zu Hause das Programm, ob Nachrichten, Unterhaltung oder Sport zu genießen. Doch wie steht es um den ORF?

Auch der Österreichischer Rundfunk bietet ein umfangreiches Programm an, welches jedoch mit der Ausnahme von Grenzregionen nicht in Deutschland abrufbar ist. Das Angebot der Mediathek und des Livestreams existiert, zumindest theoretisch, ebenfalls.

ORF in Deutschland schauen: Europa League und Formel 1 live gucken

Gerade mit Hinblick auf das Sportangebot steht der ORF dem deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in nichts nach. Im Gegenteil: Auf dem Sender ORF 1 können Fußballfans die UEFA Europa League live schauen, wie die Computerbild berichtet. In Deutschland wäre dies nicht möglich und ein kostenpflichtiger Streamingdienst müsste abonniert werden. Ebenso bietet das Österreichische Pendant die Formel 1 live an, gleichermaßen anders als in Deutschland. Auch während der WM in Katar waren beim ORF und bei Servus TV alle Spiele zu sehen. Servus TV ist zwar ein Privatsender, die Spiele konnten Österreicher jedoch dennoch kostenlos streamen.

ORF in Deutschland schauen: Deswegen klappt es nicht

Der ORF verwendet, so wie auch der deutsche öffentlich-rechtliche Anbieter, eine Verschlüsslung, mithilfe derer die IP-Adressen der Besucher kontrolliert wird. Voraussetzung für den Zugriff auf das Programm ist, wenig überraschend, eine IP-Anschrift aus Österreich. Diese können die allermeisten Deutschen nicht vorweisen. Dieses gängige Mittel, welches der ORF verwendet, heißt „Geoblocking“. IP-Adressen haben Provider- und Ländererkennungen, wie die Computerbild schreibt. Hätte man jedoch eine IP-Adresse aus dem österreichischen Adressraum, wäre auch der Zugriff auf das ORF-Programm möglich.

ORF in Deutschland schauen: So kann es funktionieren

Um Zugriff auf den ORF zu bekommen, braucht man einen VPN (Virtual Private Network). Mit diesem erlangt man eine IP-Adresse aus Österreich. Der VPN greift dann stellvertretend für den Nutzer auf den Stream zu und sendet ihn auf das Endgerät des Nutzers, welches er verwendet. Es gibt ein breites Angebot an VPN, die ganz intuitiv auf den Laptop, das Tablet oder das Smartphone heruntergeladen werden können. Zu beachten ist jedoch, dass diese nicht kostenfrei sind. Einmal heruntergeladen, sind die VPN äußerst leicht zu bedienen und erlauben es zudem natürlich auch Verbindungen zu anderen Ländern, außer Österreich herzustellen. Juristisch herrscht gegenwärtig keine Einigkeit darüber, ob das Umgehen von Geoblocking mit einem VPN legal ist oder nicht, was auch bedeutet: Es ist nicht verboten. (lp)

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