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Pflanzen erfroren? Diese Notfallmaßnahmen können helfen

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Von: Vivian Werg

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Frostschäden an Pflanzen sind im Winter nicht ungewöhnlich. Wer rechtzeitig Notfallmaßnahmen ergreift, kann seine erfrorenen Pflanzen aber noch retten.

Kassel – Früher Nachtfrost im Herbst, zu kalter Wind im Winter – die ersten Kältewellen kommen oft unerwartet und meist ist dann ein Forstschaden an den Kübelpflanzen auf Balkon oder Terrasse die Folge. Auch wenn alle Hoffnung verloren scheint, sie auf den ersten Blick oft übel aussehen und die Blätter hängen lassen, ist das normalerweise noch kein Grund zur Panik. 

So schwach wie sie scheinen, sind sie nämlich häufig nicht. Denn: Der Frost zerstört zuerst das junge, wasserreiche Gewebe der Blätter und Triebspitzen. Der verholzte Teil der Pflanze ist robuster und bis die Wurzeln erfrieren, braucht es schon mehr als eine kalte Nacht mit mindestens -6 Grad Celsius, schreibt das Gartenmagazin Mein schöner Garten.

Pflanzen mit Frostschäden lassen sich mit den richtigen Maßnahmen jedoch noch retten.
In knackig kalten Winter sind Frostschäden an Pflanzen keine Seltenheit. © André März/ Imago

Pflanzen erfroren: Notfallmaßnahmen bei einem Frostschaden

Frostschäden an Pflanzen sind im Winter keine Seltenheit. Auch wenn einige empfindliche Pflanzen überraschend Frost aushalten mussten, können sie laut dem Magazin mit nachfolgenden Maßnahmen noch gerettet werden:

Bei Frostschäden nach dem Winter hilft zur Rettung oft schon ein kleiner Rückschnitt – manchmal aber auch nur noch der Kompost.

Viele bevorzugen Zimmerpflanzen im Winter auf der Fensterbank. Doch laut ÖKO-Test können die Heizungsluft und die damit verbundene geringe Luftfeuchtigkeit für manche Pflanzen zum Verhängnis werden.

Pflanzen erfroren: Auch Frosttrocknis kann auftreten

Dem Gartenmagazin Mein schöner Garten zufolge kann für Kübelpflanzen aber auch die sogenannte „Frosttrocknis“ zur Gefahr werden. Kübelpflanzen brauchen nicht nur während der Hauptwachstumszeit im Sommer reichlich Wasser, sondern auch im Winter wollen es die Wurzeln feucht haben. Wässern Sie Ihre Kübelpflanzen daher in frostfreien Perioden gründlich.

Liegt bereits ein Wassermangel vor, zeigen Pflanzen dies mit herabhängenden Blättern an. Hier vermutet man dann schnell einen Frostschaden, obwohl es sich tatsächlich um Trockenheit handelt. Diese sogenannte Frosttrocknis entsteht dadurch, dass die Pflanzen zwar Wasser durch Verdunstung verlieren, durch den gefrorenen Boden jedoch kein neues aufnehmen können. Die Frosttrocknis kann je nach Pflanze auch bei niedrigen Temperaturen ohne Frost auftreten.

Achtung: Wenn Sie zu viel gießen, können allerdings die Wurzeln faulen. Dann kann auch Schimmel auftreten. Seien Sie mit der Wassergabe deshalb sehr vorsichtig. Manche Pflanzen müssen im Haus überwintert werden. Doch bestimmte Pflanzen hingegen können im Winter ohne Bedenken im Garten bleiben. (Vivian Werg)

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