1. Startseite
  2. Verbraucher

Champignon oder doch Gift-Pilz? Darauf sollten Sie beim Pilze-Sammeln achten

Erstellt:

Von: Kilian Bäuml

Kommentare

Der Herbst ist eine gute Zeit zum Pilze sammeln. Wenn man einige Hinweise beachtet, kann man mit einer guten Ernte rechnen. Doch Vorsicht vor giftigen Doppelgängern.

Kassel – Im Herbst können Pilzsammler wieder ihrem Hobby nachgehen. Ab dem Spätsommer sind die Wachstumsverhältnisse für die meisten Pilze gut.

Grundsätzlich dürfen sie überall gesammelt werden, manche Stellen eignen sich jedoch besser für die Pilzsuche als andere. Tipps für eine erfolgreiche Pilzernte bekommen Sie hier.

Hier lassen sich Pilze am besten sammeln

Es gibt viele verschiedene Pilzarten, die unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort haben. Deshalb lassen sich Pilze sowohl auf Wiesen, als auch im Wald sammeln. Pilze leben im Zusammenspiel mit anderen Pflanzen, deshalb findet man sie häufig in der Nähe von Bäumen oder sogar auf ihnen, berichtet der HR.

Pilze auf einem Baumstamm
Pilze wachsen sogar auf Bäumen. (Symbolbild) © Dominik Kindermann/Imago

Die Chance für eine erfolgreiche Pilzsuche ist nach ein paar milden Tagen mit Regen besonders gut, denn Pilze lieben Feuchtigkeit. Deshalb ist der Herbst häufig die beste Zeit zum Sammeln, auch wenn Pilze eigentlich das ganze Jahr über wachsen.

Beim Pilze sammeln darauf achten, nur essbare Arten zu ernten

Hierzulande wachsen zahlreiche unterschiedliche Pilzarten und von einigen sollte man besser die Finger lassen. Der Grund ist, dass manche Pilzarten giftig sind und deshalb auf keinen Fall gegessen werden sollten. Wurden doch giftige Pilze verzehrt, kann das schwere gesundheitliche Folgen haben. Von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Vergiftungen, die sogar tödlich enden können. Die Gefahr ist besonders groß, weil sich manche Pilze zum Verwechseln ähnlich.

Folgende Pilze sollte man besser nicht verwechseln:

Essbarer PilzGiftiger ähnlich aussehender Pilz
ChampignonKegelhütiger Knollenblätterpilz
MaronenröhrlingSatansröhrling
ParasolpilzSpitzschuppiger Schirmling
PerlpilzPantherpilz
Quelle: Nabu Niedersachsen

Für das ungeübte Auge ist es häufig schwer, potenziell gefährliche Pilzarten von essbaren zu unterscheiden. Deshalb ist es empfehlenswert, einen Pilzratgeber beim Sammeln dabei zu haben. Die gibt es mittlerweile auch als App, sodass sie auch vom Smartphone aus einfach genutzt werden können. In der Datenbank der Deutschen Gesellschaft für Mykologie können Sie zudem einen geprüften Pilzsachverständigen finden, der die gesammelten Pilze bestimmen kann.

So viele Pilze sollte man maximal sammeln

Jeder darf Pilze sammeln, aber nicht unbegrenzt – im Bundesnaturschutzgesetz gibt es Regulierungen. Demnach dürfen Verbraucher Pilze nur für den eigenen Bedarf sammeln, wie hoch der eigene Bedarf ist, variiert jedoch von Person zu Person, erklärt Dietmar Krüger von der Pilzschule Hessen gegenüber dem HR. Im hessischen Leitfaden zum Pilzesammeln heißt es beispielsweise: „Wer mehr als ein Kilogramm Pilze pro Person und Sammelaktion aus dem Wald schleppt, wird diese Menge kaum noch mit dem eigenen Hunger belegen oder als gering bezeichnen können.“

Trotz Regulierungen kommt es laut HR immer wieder zu organisierten Sammelaktionen, bei denen Pilze für den Verkauf an Restaurants und auf Märkten in großen Mengen geerntet werden. Auch beim Kauf von Pilzen sollte man vorsichtig sein. Für manche Arten gelten inzwischen sogar Sammelverbote, beispielsweise für manche Röhrlinge und Trüffel. (Kilian Bäuml)

Auch interessant

Kommentare