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Playstation 5 (PS5): Verbraucherzentrale klagt gegen Media Markt und Saturn

Saturn und Media Markt vor Gericht: Kommt es zum Playstation-Präzedenzfall?
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Saturn und Media Markt vor Gericht: Kommt es zum Playstation-Präzedenzfall? (Symbolbild)

Der Verkaufsstart der Playstation 5 verlief an vielen Stellen holprig. Nun stehen Saturn und Media Markt vor Gericht. Kommt es zu einem PS5-Präzedenzfall?

Kassel – Der Verkaufsstart der Playstation 5 sorgte bei vielen Kundinnen und Kunden für Unmut. Denn die Konsole ist bei vielen Händlern bis heute nur sporadisch erhältlich. Zwei Händler stehen jetzt vor Gericht.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat wegen ihres Umgangs mit PS5-Vorbestellern Klage gegen Saturn und Media Markt eingereicht. Dabei beruft sich die Zentrale auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der beiden Fachmärkte.

Playstation 5: Saturn und Media Markt stehen vor Gericht

Die Vorwürfe der Anklage lauten „irreführende geschäftliche Handlungen“ und „verbraucherschutzwidrige Praktiken“, so die Verbraucherzentrale Sachsen auf ihrer Website. Begründet werden die Vorwürfe wie folgt: Am 19. November sollte die Playstation 5 an Kunden ausgeliefert werden, die diese sie vorbestellt hatten. Als sich die Lieferungen teils erheblich verzögerten, mussten Kunden trotzdem bereits im Voraus die PS5 bezahlen.

Das ist laut der allgemeinen Geschäftsbedingungen von Saturn und Media Markt, die beide zur MMS E-Commerce GmbH gehören, nicht zulässig, wie chip.de berichtet. In diesen ist festgeschrieben, dass der Kaufvertrag erst zustande kommt, wenn die Ware versendet wurde beziehungsweise eine Versandbestätigung erfolgte. Im Fall der vorbestellten Playstation-5-Konsolen, wurde den Kunden lediglich mitgeteilt, dass der Versand zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgt.

Vorwurf der Klägers:„irreführende geschäftliche Handlungen“ und „verbraucherschutzwidrige Praktiken“
Angeklagt: MMS E-Commerce GmbH - Saturn und Media Markt
Betroffene:Käufer der PS5 (Vorbestellung)

Sony PS5 im Vorverkauf: Saturn und Media Markt reagierten nicht auf Unterlassungsklage

Viele Lieferungen der PS5-Konsole verzögerten sich bis ins Jahr 2021. Die Verbraucherzentrale Sachsen hatte bereits im Vorfeld eine Unterlassungserklärung sowohl von Saturn als auch von Media Markt eingefordert. Da diese unbeantwortet blieb, wird jetzt vor Gericht weiter gestritten.

Ein schnelles Urteil im Playstation-5-Verfahren ist jedoch nicht zu erwarten, das berichtet die Verbraucherzentrale Sachsen. Demnach könnte es erst in zehn bis zwölf Wochen zu einer ersten Urteilsverkündung kommen. Danach gibt es die Möglichkeit, dass das Urteil von einer der Parteien nicht angenommen wird und diese in Berufung geht.

Media Markt und Saturn auf der Anklagebank: Playstation 5 Verkauf bringt die Märkte vor Gericht. (Symbolbild)

Saturn und Media Markt: Berufungsverfahren könnte Playstation 5 Urteil weiter nach hinten zögern

Ein abschließendes Urteil würde durch ein Berufungsverfahren in noch weitere Ferne rücken. Sollte der Kläger, also die Verbraucherzentrale Sachsen, Recht bekommen, könnte das Urteil zu einem Präzedenzfall werden.

Denn wie chip.de berichtet, werden von vielen Händlern ähnliche AGB genutzt. Auf ihrer Website bietet die Verbraucherzentrale Sachsen Kundinnen und Kunden, die immer noch vergebens auf eine Playstation 5 warten, Beratung und rechtliche Unterstützung an. (Lucas Maier)

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