1. Startseite
  2. Verbraucher

Aldi, Lidl und Co.: Lebensmittel bald noch teurer? Neben Inflation werden Preise neu ausgehandelt

Erstellt:

Von: Karolin Schäfer

Kommentare

Bei den jährlichen Konditionsverhandlungen werden die Preise für Lebensmittel bestimmt. (Symbolbild)
Bei den jährlichen Konditionsverhandlungen werden die Preise für Lebensmittel bestimmt. (Symbolbild) © Frank Hoermann/Sven Simon/imago

Die Konditionsverhandlungen zwischen Herstellern und Händlern wie Aldi, Lidl, Rewe und Co. stehen bevor. Das könnte höhere Preise für Verbraucher bedeuten.

Kassel – Nicht nur die Energiepreise steigen in Deutschland, auch die Kosten für Lebensmittel in Supermärkten und Discountern werden teurer. Im Herbst stehen nämlich wieder die jährlichen Verhandlungen zwischen Herstellern und Unternehmen wie Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. an.

Das könnte für Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Preise bedeuten. Denn: Einige Unternehmen üben bereits jetzt schon Druck auf den Handeln aus.

Erhöhung bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Cola will Preise anheben

So will nach Angaben der Lebensmittelzeitung etwa der US-amerikanische Getränkehersteller The Coca-Cola Company ab dem 1. September die Preise erhöhen. Üblicherweise werden etwaige Preisanpassung im November vorgenommen. Vertriebschef Florian von Salzen gehe es bei diesem vorzeitigen Schritt aber vor allem um „Planungssicherheit und Verlässlichkeit“, erklärte er gegenüber der Lebensmittelzeitung.

Nach Informationen von focus.de soll laut neuer Preisliste die 1,25 Liter Flasche Cola oder Fanta im Supermarkt 1,29 Euro kosten. Derzeit kosten die Flaschen im Schnitt 1,19 Euro und im Angebot schon mal 88 Cent.

Lebensmittel bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. könnten teurer werden

Dabei gibt es offenbar kaum einen Hersteller, der nicht seine Preise erhöhen möchte. „Hinter den Kulissen bereiten sich Supermärkte und Discounter auf die heftigen Konditionsverhandlungen im Herbst vor“, informierte ein Insider Anfang Juni focus.de. Bei diesen Lebensmitteln sind laut focus.de Preisanpassungen geplant:

Damit beruft sich die Zeitung ebenfalls auf den Insider. Betroffen sollen unter anderem Marken wie Milka, Nutella, Zentis und Kinder-Schokolade sein.

Preise in Supermarkt und Discounter werden angepasst: Streit zwischen Ritter Sport und Lidl

Zuletzt waren die Preisverhandlungen zwischen Ritter Sport und Lidl eskaliert. Da sich der Discounter nach Angaben der Lebensmittelzeitung offenbar weigerte, die erhöhten Preise des Unternehmens umzusetzen, stellte Ritter Sport Anfang Mai die Lieferungen ein. „Die Regallücken bei Kaufland sind ebenso offensichtlich wie die Tatsache, dass bei Lidl noch keine 100-Gramm-Tafeln von Ritter Sport im neuen Design verfügbar sind“, sagte Michael Lessmann, Deutschlandchef von Ritter Sport, gegenüber der Zeitung. Kaufland gehört wie Lidl zu Schwarz-Gruppe. Eine Sprecherin erklärte nur, dass es „viele Alternativprodukte“ im Regal bei Kaufland gebe.

Währenddessen fehlten fast ein halbes Jahr lang Pepsi-Produkte im Sortiment von Edeka. Der Streit um Preise und Konditionen hatte die Supermarkt-Kette dazu veranlasst, fast das gesamte Sortiment des US-Konzerns auszulisten. Laut Lebensmittelzeitung soll es dann im April eine Einigung gegeben haben. „Wir sind mit allen Produkten weiterhin lieferfähig und freuen uns, gemeinsam mit unserem Partner Edeka die Sommersaison zu bestreiten“, erklärte damals eine PepsiCo-Sprecherin.

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Preise werden bei Konditionsverhandlungen festgelegt

Zwischenzeitlich gab es auch keine Haribo-Artikel bei Lidl zu kaufen. Lidl wollte bei den Preisverhandlungen nicht mitziehen und strich die Bärchen kurzerhand aus dem Sortiment. Etwa ein Jahr später gab es eine Auswahl an Produkten wieder in den Regalen.

Wie sich die Preise in den kommenden Monaten entwickeln werden, ist noch nicht absehbar. „Grundsätzlich entstehen die Preise im Rahmen der sogenannten Jahresgespräche, also der einmal jährlich stattfindenden Konditionsverhandlungen zwischen den Händlern und Herstellern“, sagte Thomas Roeb, Wirtschaftsexperte an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, im Gespräch mit tagesschau.de. Besonders Markenhersteller würden den Druck auf die Branche erhöhen. „Ein Hersteller, der beliebte Markenartikel in seinem Sortiment hat, kann natürlich einiges durchsetzen“, so Roeb. (kas)

Auch interessant

Kommentare