Haushaltstipps

Ordentlich geputzt? Diese fiesen Schmutzfallen übersieht fast jeder

Ab und zu sollte man sich Zeit für einen besonders gründlichen Hausputz nehmen. Nur wer es genau nimmt, wird die versteckten Schmutzfallen in der Wohnung entdecken.

  • Im Haushalt verbergen sich einige Schmutzfallen, die beim wöchentlichen Hausputz meist hinten runterfallen.
  • Wir haben Tipps, wie diese Stellen schnell und einfach geputzt werden können.
  • Das spart Energie und schützt die Gesundheit.

Offenbach – Putzen ist für die meisten eine unliebsame Aufgabe. Oft muss es schnell gehen, es wird gesaugt, Staub gewischt, die Toilette gereinigt - Hauptsache erledigt. Doch einigen Schmutzfallen im Haushalt sollte hin und wieder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Sonst kosten sie womöglich unnötig Energie, können die Gesundheit gefährden und sind teilweise auch richtig eklig. Diese sechs fiesen Schmutzfallen sollten Sie im Auge behalten:

1. Falle beim Putzen: Schmutzfalle versteckt sich in der Küche - Die Kühlschrank-Rückseite

An vielen freistehenden Kühlschränken ist auf der Rückseite ein Metallgitter angebracht. Wird dort zu selten geputzt, sammelt sich dort Staub an und die Luftzirkulation wird blockiert. Dann funktioniert der Wärmeabtransport nicht mehr richtig und das Gerät braucht deutlich mehr Energie, um die gewünschte Kälte zu produzieren. Dadurch steigt der Stromverbrauch unnötig. Es lohnt sich also regelmäßig zu putzen.

Mit einem Staubwedel oder dem Bürstenaufsatz des Staubsaugers für die Couch lassen sich die Staubflocken leicht entfernen. Und unabhängig vom Putzen gibt es noch einen wichtigen Tipp zum Kühlschrank: Um die Zirkulation zu unterstützen, sollte der Kühlschrank auch nie direkt an der Wand, sondern immer ein paar Zentimeter entfernt davon stehen.

2. Falle beim Putzen: Der Schmutzfänger in der Küche - Die Spülmaschine gründlich putzen

Eigentlich erleichtert die Spülmaschine viel Arbeit im Haushalt, indem sie sich um das Geschirr fast automatisch kümmert. Doch ab und zu sollte auch ihr besondere Aufmerksamkeit beim Putzen geschenkt werden. Beim Reinigen wird das Auffang-Sieb der Spülmaschine häufig vergessen. Darin sammeln sich mit der Zeit Speisereste. Das ist ein gefundenes Fressen für Bakterien. Dadurch entstehen mit der Zeit unangenehme Gerüche. Daher ist es wichtig, das Sieb regelmäßig zu leeren und mit warmem Wasser und etwas Spülmittel zu putzen. Wer danach noch Klarspüler und Maschinensalz nachfüllt, hat wieder geruchsneutrales und kalkfreies Geschirr.

Ganz nebenbei: Gleiches gilt auch für das Flusensieb in der Waschmaschine oder im Trockner. Hier kann eine fehlende Reinigung sogar gefährlich werden und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Und damit landen wir auch schon im nächsten Raum, in dem sich Schmutzfallen verstecken - das Bad.

3. Falle: Beim Putzen von Dusche und Wanne mal genauer hinschauen

Eine der wohl größten Ernüchterungen, die junge Menschen erleben, wenn sie das erste Mal von zuhause ausziehen und die Wohnung selbst putzen und sauber halten müssen: Die Dusche wird nicht vom Duschen sauber. Und gleiches gilt für die Badewanne. In den Silikonfugen, besonders in den Ecken, bilden sich häufig kleine Schimmelherde, die beim Putzen oft übersehen werden. Zusammen mit Kalkablagerungen bilden sich dort dann meist unschöne dunkle Verkrustungen, die der Putzlappen alleine nicht schafft. Oft kommen zum Reinigen der Dusche oder Wanne bizarre Methoden zum Einsatz, dabei ist die Lösung recht einfach: Mit einem spitzen Küchenmesser lassen sie sich meist leicht abschaben. Für kleinere Reste ist eine alte Zahnbürste mit etwas Badreiniger ein Geheimtipp.

4. Falle beim Putzen: Noch ein Übeltäter im Bad: Der Duschkopf

Der Duschkopf steht ebenfalls eher selten auf dem wöchentlichen Programm zum Putzen. Sammelt sich aber zu viel Kalk in den kleinen Öffnungen an, kann das Wasser nicht mehr richtig durchfließen. Entweder beginnt der Duschkopf zu spritzen oder der Wasserdruck lässt nach. Je härter und kalkreicher das Wasser in den Leitungen ist, desto schneller verstopft auch der Duschkopf.

Und wie funktioniert das Putzen schnell und einfach? Am besten legt man den Duschkopf in einen mit Wasser gefüllten Eimer, gibt einen ordentlichen Schuss Essig hinzu und lässt das Ganze 15 bis 20 Minuten einwirken. Meist hat sich der Kalk danach gelöst. Auch hier kann wieder eine alte Zahnbürste beim putzen der letzten Reste helfen. Tipp: Gebissreiniger-Tabs wie beispielsweise „Kukident“ sind ebenfalls gute Kalklöser.

5. Falle beim Putzen: Ekliger Schlick: Abfluss-Stöpsel im Waschbecken putzen

Jetzt wird es eklig. Am Abfluss-Stöpsel im Waschbecken sind oft unschöne Ablagerungen zu finden. Gerade wenn mehrere Personen im Haushalt das Waschbecken benutzen, sammeln sich schnell Haare, Baartstoppeln, Kalk, Seife und Zahnpaste an dem Stoppen. Diese eklig glibberige Mischung lässt sich mit einem Schwamm oder einer alten Zahnbürste zum Glück meistens leicht wegputzen. Reicht das nicht aus heißt der Haushalts-Tipp hier Backpulver: Man kann den Stöpsel für ein paar Minuten in ein Gemisch aus Wasser und Backpulver legen, dann mit einem Schwamm drüber putzen und der Stöpsel ist wieder blitzblank. Aber auch der Abfluss selbst muss regelmäßig gereinigt werden. Mit diesem sprudeligen Getränk gelingt das sogar ohne Chemie.

In der ganzen Wohnung werden beim Putzen häufig fiese Schmutzfallen übersehen. Hier sollte genauer hingesehen werden.

6. Falle beim Putzen: Schmutzfalle Heizkörper - Saubere Heizungen heizen besser

Auch bei Heizungen lohnt sich ein kritischer Blick. Denn auch hier kann durch gründliches Putzen viel Energie gespart werden. Durch die Luftzirkulation sammelt sich hinter und in den Zwischenräumen der Heizkörper schnell jede Menge Staub an. Das bremst nicht nur die Wärmeabgabe, sondern wird durch die Heizung auch wieder in der Wohnung verteilt. In Kombination mit der trockenen Raumluft kann das besonders Allergikern zu schaffen machen. Um Heizkörper effektiv zu putzen, gibt es spezielle Bürsten. Es funktioniert allerdings genauso gut mit einem speziellen schmalen Schlauchaufsatz des Staubsaugers oder mit einem elektrostatischen Staubwedel. (iwe)

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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