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Verfärbungen im Rasen – Das können Sie tun

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Von: Lukas Zigo

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Ein schöner Rasen ist das Ziel vieler Gärtner. Bei falscher Pflege kann es jedoch schnell zu einem Pilzbefall im Garten kommen. Was man tun kann.

Frankfurt am Main – Der Sommer ist offiziell da – und um einen schönen Sommer in einem anschaulichen Garten zu verbringen, ist ein gesunder Rasen das A und O. Um Rasenkrankheiten vorzubeugen, ist eine gute Rasenpflege unabdingbar. Ausgewogene Düngung bei anhaltender Trockenheit sowie eine durchdringende Bewässerung des Rasens sind dabei besonders wichtig. Verdichtete Erde, saure Böden und schattige Rasenflächen sind förderlich für das Entstehen von Rasenkrankheiten. Wir erklären, wie sie sie vorbeugen.

Für die meisten Rasenkrankheiten sind Pilze verantwortlich. Mit ihnen verhält es sich wie mit anderen pilzlichen Krankheiten auch: Sie breiten sich durch Sporen aus. Bei warmer Witterung können diese auf dauerfeuchtem Boden gut keimen. Sind die Rasenflächen merkwürdig verfärbt oder haben Flecken, so ist das ein Zeichen für einen Befall, schreibt das Magazin Mein schöner Garten. Von einem Einsatz chemischer Pilzvernichter (Fungizide) ist unbedingt abzusehen, diese schaden in den meisten Fällen mehr als sie bewirken. Bei allen Pilzkrankheiten ist vorbeugen besser als bekämpfen, informiert das Umweltbundesamt.

Die Erysiphaceae sind die einzige Familie in der somit monotypischen Ordnung der Echten Mehltaupilze (Erysiphales).
Die Erysiphaceae sind die einzige Familie in der somit monotypischen Ordnung der Echten Mehltaupilze (Erysiphales). © imago stock&people/dpa

Rasenkrankheiten: Rasenrost ist weit verbreitet

Rasenrost: Die auch Rostpilz genannte Krankheit ist eine bei Pflanzen weitverbreitete Krankheit. Der Rasen ist häufig von leichten Rostbefall betroffen. Rotbefall tritt zumeist im Spätherbst auf. Zu erkennen ist das an braunen, pilzigen Flecken auf den Grashalmen.

Da chemische Mittel hier nutzlos sind, ist eine gute Vorsorge wichtig. Dazu gehört regelmäßiges Rasenmähen auf eine Länge von ca. 4 cm. Wenn sie den Rasen wässer müssen, tun sie das am Morgen, sodass er abtrocknen kann. Eine gute Nährstoffversorgung und ein optimaler Boden-pH-Wert machen Ihren Rasen insgesamt unempfindlicher gegen Rost.

RasenkrankheitenAnzeichen
RasenrostBraune, pilzige Flecken auf den Grashalmen
BlattfleckenkrankheitSchwarz, braune, grüne oder violette auf den Rasenhalmen
WurzelhalsfäuleRunde Flecken mit einem Durchmesser von 30 bis 50 cm im Rasen
Echter MehltauWeißlich-grauer, watteartiger Belag auf dem Rasen

Blattfleckenkrankheit: Was kann man tun?

Blattfleckenkrankheit: Sie gehört zu den am häufigsten auftretenden Rasenkrankheiten und kann nahezu das ganze Jahr auftreten. Das Schadenpotenzial der Pilzkrankheit ist jedoch nicht hoch. Blattfleckenkrankheit erkennen sie an Flecken auf den Rasenhalmen. Färbung und Größe können variieren. Schwarz oder braune Flecken können ebenso auftreten wie grüne oder violette.

Auch hier lässt sich nur durch Prophylaxe eine Infektion verhindern. Ihren Rasen sollten Sie nicht übermäßig oder unnötig oft wässern. Rasenschnitt und Blätter sollten sie nicht auf dem Rasen liegenlassen, sodass sich kein Nährboden für die Pilze bildet.

Wurzelhalsfäule ist die Rasenkrankheit des Frühjahrs

Wurzelhalsfäule: Die Wurzelhalsfäule tritt meist im Frühjahr auf und ist durch runde Flecken mit einem Durchmesser von 30 bis 50 cm zu erkennen. Das Gras innerhalb der Flecken ist abgestorben, weist eine weißliche bis schwach rosafarbene Färbung auf, die durch die sichtbare Pilzmyzelien entsteht.

Eine direkte Bekämpfung der Wurzelhalsfäule ist wie bei anderen Pilzkrankheiten auch nicht möglich. Durch einen gut belüfteten und durchlässigen Boden (sanden, vertikutieren) können sie ihren Rasen jedoch resistenter gegen die Wurzelhalsfäule machen. Ebenso gehören die Vermeidung einer Überdüngung mit Stickstoff und ein regelmäßiger Rasenschnitt zu präventiven Maßnahmen.

Echter Mehltau: Wie kann ich Mehltau vorbeugen?

Echter Mehltau: Er ist durch einen weißlich-grauen, watteartigen Belag auf dem Rasen zu erkennen. Ist der Mehltau Befall bereits fortgeschritten, können sich kleine schwarze Punkte innerhalb des Belags zeigen. Echter Mehltau breitet sich in der Regel erst im Hochsommer aus, wenn die Pflanzen bereits gut entwickelt sind, informiert das Umweltbundesamt.

Sie können Rasen vor allem präventiv vor Echtem Mehltau schützen. Ein regelmäßiger Rasenschnitt auf eine Schnitthöhe von ca. 3 cm kann für eine gute Bodenbelüftung sorgen und somit Mehltau vorbeugen. Ein mit ausreichend Phosphor und Kalium gestärkter Rasen ist ebenfalls resistenter gegen Mehltau. Eine Überdüngung mit Magnesium, Stickstoff und Kalzium kann dagegen zu einer erhöhten Anfälligkeit sorgen. Sie sollten vorwiegend im Schatten liegenden Rasenflächen durch einen Rückschnitt von Sträucher und Bäumen etwas mehr Licht verschaffen. (lz)

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