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Garten-Tipps für den Frühling: Mit diesem Hausmittel wird Ihr Rasen kräftig und grün

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Von: Fee Halberstadt

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Viele Hobbygärtner träumen vom perfekten Rasen. Ein Hausmittel kann helfen.
Viele Hobbygärtner träumen vom perfekten Rasen. Ein Hausmittel kann helfen. © Bill Allsopp/Imago

Im Frühling benötigt der Garten viel Pflege. Um die Umwelt zu schonen, kann ein Hausmittel als Dünger verwendet werden.

Kassel – Die ersten sonnigen Wochen im Jahr 2022 sind bereits verstrichen, das macht sich auch im eigenen Garten bemerkbar. Die Sonne bringt Blumen, Sträucher und Hecken zum Blühen. Dem Rasen hat der Winter allerdings oft zugesetzt. Wer jetzt im Frühling einen schönen saftig-grünen Rasen will, muss sich auf die ein oder andere Gartenarbeit einstellen. Dazu gehört auch das Düngen des Rasens. Wer auf teuren Chemie-Dünger aus dem Laden verzichten will, kann stattdessen einen Dünger selbst herstellen.

Bevor gedüngt wird, stehen allerdings noch andere Pflegeschritte an. Zuerst sollten Hobbygärtner liegengebliebenes Laub und Äste vom Rasen wegräumen, schreibt die Webseite Mein schöner Garten. Mit einer Harke kann Moos und abgestorbenes Gras herausgestochen werden. Je nach Zustand des Rasens sollten Maulwurfhügel eingeebnet werden. Die Erde wird dann am besten als dünne Schicht über die gesamte Rasenfläche verteilt. Die Reihenfolge dieser Schritte ist jede Hobbygärtnerin und jeder -gärtner überlassen.

Garten und Rasen mit einem Hausmittel richtig pflegen

Der Zustand des Gartens kann nach dem Winter unterschiedlich ausfallen. Vermutlich sehen die Rasenstellen, die in der Sonne liegen, in Ordnung aus. Im Schatten breitet sich dagegen meist Moos aus, gegen das ein Haushaltsmittel Abhilfe verspricht. Auch beim Rasenmähen müssen Hobbygärtner einiges beachten. Das Gras sollte so kurz wie möglich gemäht werden. Wichtig ist, dass die Messer des Mähers scharf sind, wie der NDR berichtet. Ansonsten wird das Gras herausgerissen, statt geschnitten. Mithilfe eines Vertikutierers wird der Boden dann belüftet. Dieser Schritt regt den Rasen zum Wachsen an. Falls noch Moos vorhanden ist, wird dieses ebenfalls entfernt.

An manchen Stellen im Garten können sich auch Trampelpfade bilden oder der Rasen ist dünner als gewünscht. Um eine gleichmäßige Rasendichte zu bekommen, hilft Nachsähen. Wenn alle notwendigen Pflegeschritte durchgeführt sind, geht es ans Düngen. Wichtig ist, dem Rasen Stickstoff zuzufügen. Dieser sorgt für das Wachstum, wie Mein schöner Garten schreibt. Es muss nicht unbedingt Dünger gekauft werden, stattdessen können Hobbygärtnerinnen und -gärtner ihn ganz einfach selbst herstellen.

Garten-Trick: Dünger für den Rasen selber herstellen – so funktioniert es

Als DYI-Dünger eigen sich Pflanzen- und Stallmistjauchen, Kompost und viele Hausmittel. Die genauen Wirkzusammenhänge sind teils jedoch noch unklar. Pflanzen- und Stallmistjauchen stellen zwar keinen vollwertigen Dünger dar, sind allerdings durchaus pflanzen-stärkend, wie das Magazin Plantura schreibt.

Ein großer Vorteil von DIY-Dünger ist, dass fast jedes Wildkraut verwendet werden kann. Die aufgenommenen Nährstoffe in den Pflanzen gehen beim Düngen teilweise wieder ins Wasser und den Boden über. Gerade Brennnesseljauche wird als effektiver Dünger angesehen und ist in wenigen Schritten herstellbar.

Viele Hobbygärtner träumen vom perfekten Rasen. Ein Hausmittel kann helfen.
So wird der Rasen im Garten zum echten Hingucker. (Symbolfoto) © Ingrid Balabanova/Imago

Frühling im Garten: Zur Pflege vom Rasen lässt ein Hausmittel verwenden

Für den selbstgemachten Dünger für den Rasen werden Brennnesseln benötigt. Beim Pflücken sollten Sie am besten Handschuhe tragen. Wer frische Brennnessel verwenden will, braucht etwa ein Kilogramm. Bei getrockneten Brennnessel sind es etwa 400 Gramm. Diese werden dann zerkleinern und mit zehn Liter Wasser in ein großes Gefäß füllen. Statt frischen Leitungswasser eignet sich ebenfalls Regen- oder abgestandenes Leitungswasser.

Nun das Gemisch einmal ordentlich umrühren. Um den unangenehmen Geruch zu reduzieren, können etwa zwei Hände voll Urgesteinsmehl hinzugegeben werden. Danach das Gefäß so abdecken, dass ein Gasaustausch stattfinden kann. Demnach sollte es nicht luftdicht verschlossen sein. Zum Lagern stellen Sie das Hausmittel am besten an einen warmen und dunklen Ort.

Rasen im Frühling pflegen: Dünger hilft, den Garten grün zu halten

Für die nächsten sieben bis 21 Tage gärt die Brennnesseljauche vor sich hin, wobei sie täglich umgerührt werden sollte. Sobald die Flüssigkeit klar und dunkel ist, sowie keinen Schaum vorhanden ist, eignet es sich als Dünger. Die Jauche liefert dann unter anderem Nährstoffe wie Stickstoff, Magnesium und Eisen. Bevor sie auf dem Rasen oder anderen Pflanzen verteilt wird, verdünnt man die Flüssigkeit. Ein Teil Jauche wird mit zehn Teilen Wasser verlängert.

Nicht nur der Rasen, auch alle anderen Gartenpflanzen können mit der selbst hergestellten Brennnesseljauche gedüngt werden. Zudem ist es eine Alternative, um Blattläuse zu bekämpfen, ohne chemische Mittel verwenden zu müssen. Hierfür muss der DIY-Dünger noch weiter verdünnt werden. Ein Verhältnis von 1:20 wird von Plantura empfohlen. (fh)

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