Ab 2022

Tabaksteuer erhöht: Rauchen wird in Deutschland nochmal teurer

Ab 2022 wird die Tabaksteuer in Deutschland erhöht. Sie soll bis 2026 schrittweise steigen. Das betrifft auch nikotinhaltige Liquids in E-Zigaretten.

Kassel - Obwohl der Tabakkonsum in den vergangenen Jahren stark gesunken ist, werden hierzulande rund 200 Millionen Zigaretten pro Tag geraucht. Um mehr Menschen vom Rauchen abzuhalten, hat das Bundeskabinett am 24.03.2021 den Entwurf des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes beschlossen. Damit geht auch eine Anpassung der Tabaksteuer einher. Das sei vor allem für den Jugendschutz wichtig.

Für Konsumenten bedeutet das konkret: Die Preiserhöhung tritt ab dem 1. Januar 2022 in Kraft. Bis 2026 soll der Preis einer Schachtel mit 20 Zigaretten um acht Cent pro Jahr steigen. Auch die Preise für Zigarren und Zigarillos sowie Pfeifentabak sollen steigen. Für eine Packung Drehtabak von 40 Gramm soll der Preis im selben Zeitraum um 13 bis 16 Cent pro Jahr erhöht werden. Aktuell liegt der Preis pro Schachtel bei rund sieben Euro.

Tabaksteuer wird erhöht: Auch Gebrauch von nikotinhaltigen Liquids gefährlich

„Mit der Änderung wird die Ungleichbehandlung von Zigaretten, nikotinhaltigen Substanzen für E-Zigaretten und Heat-not-Burn-Produkten beendet“, schreibt das Bundeskabinett in einer Pressemitteilung. Diese sollen mit der herkömmlichen Zigarette gleichgesetzt werden. Als Heat-not-Burn-Produkte wird erhitzter Tabak verstanden. Damit rechnet der Staat mit Steuereinnahmen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Durch das Modernisierungsgesetz sollen die Einnahmen bis 2026 auf 3,5 Milliarden Euro ansteigen, so inFranken.de.

Raucher müssen ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Denn: Ab 2022 wird die Tabaksteuer erhöht.

Der Gebrauch von nikotinhaltigen Liquids in E-Zigaretten könne nach Ansicht des Bundesinstituts ebenfalls eine Nikotinsucht hervorrufen. Diese Mittel werden allerdings zunächst nur mit zwei Cent pro Milligramm Nikotin besteuert. Ab 2024 steigt der Satz dann auf vier Cent pro Milligram Nikotin.

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Tabak wird teurer: Politiker fordern auch Besteuerung von Shisha-Tabak

Den Politikern Michael Schrodi (SPD) und Sebastian Brehm (CSU) reicht das allerdings noch nicht aus. „Im Sinne des Gesundheitsschutzes können wir uns aber vorstellen, die Tabaksteuer auf Verbrennungszigaretten stärker zu erhöhen als bisher vorgesehen“, so Schrodi. Zudem befürworten sie auch eine Besteuerung von Tabak für Wasserpfeifen. Dieser sei vor allem für junge Menschen besonders attraktiv.

Die Tabaksteuer in Deutschland wird bereits seit Jahrzehnten regelmäßig angepasst - zuletzt 2015. Im vergangenen Jahr 2020 zahlten Raucher für eine Zigarette in Deutschland rund 31 Cent. Im Vergleich zum Jahr 1964 ist das ein massiver Preisanstieg um etwa 600 Prozent. Das berichtet infranken.de.

Die Krankheit Covid-19 endet für zahlreiche Patienten tödlich. Nun wurde der Zusammenhang zwischen einer Corona-Infektion und Rauchen untersucht. (kas)

Rubriklistenbild: © Kirchner-Media/Wedel/imago

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