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Befreiung von der GEZ: Wann Rentner keine Rundfunkgebühren zahlen müssen

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Von: Christian Einfeldt

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Nicht immer müssen Rentner den monatlichen Rundfunkbeitrag entrichten. Welche Bedingungen für eine GEZ-Befreiung erfüllt sein müssen.

Köln – Die Kosten steigen, die Ausgaben werden höher: Angesichts der andauernden Inflation gehört es für viele Menschen zum Alltag, jeden Cent zweimal umzudrehen. Sie ziehen Verbraucher-Tipps zurate, die Hoffnung auf Entlastung machen.

Demzufolge haben Rentner Anspruch auf acht Zuschüsse vom Staat und in manchen Fällen kann die Rente durch Pflege erhöht werden. Andere Voraussetzungen lassen Rentner weiter sparen: Nicht immer sind sie verpflichtet, GEZ-Gebühren (seit 1. Januar 2013 Rundfunkbeiträge) zu zahlen.

Gemeinschaftseinrichtung:ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
Aufgabe:Einziehung der Rundfunkbeiträge (früher GEZ-Gebühren)
Gründung:2013
Sitz:Köln

Rentner müssen nicht immer GEZ-Gebühren zahlen: Wer befreit werden könnte

Was den Rundfunkbeitrag anbelangt, gibt es seit dem 1. Januar 2023 viele Änderungen, derer man sich als Verbraucher bewusst sein sollte. In Anbetracht von Rente und Bürgergeld ändert sich auch für Rentner 2023 vieles. Rentner könnten mehr Geld auf ihrem Konto haben, doch müssen sie 2023 gleichermaßen mit vielen Abgaben rechnen. Da ist es umso besser, dass sich auch Rentner unter Umständen von den Rundfunkgebühren befreien lassen können. Wie das geht, berichtet 24hamburg.de.

Bestimmten Menschen war und ist es schon immer gestattet, die Zahlung der GEZ-Gebühren (heute: Rundfunkbeitrag) nicht zu leisten. Dazu zählen etwa Studenten, Auszubildende, sofern sie Sozialleistungen erhalten oder taubblinde Menschen. Menschen mit schweren Behinderungen, mit dem Merkzeichen „RF“, können eine Ermäßigung der Rundfunkgebühren beantragen. Wie der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio berichtet, trifft dies jedoch auch auf Rentner zu – sollten sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

GEZ-Befreiung für Rentner: Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen

Seit 2013 wird infolge des Rundfunkbeitrags ein pauschaler Betrag von monatlichen 18,36 Euro pro Haushalt eingezogen. Laut Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio gibt es jedoch einige Gründe, warum Rentner von einer etwaigen Zahlung befreit werden könnten.

Mann bedient Fernbedienung. Anmeldung für die Rundfunkgebühren.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Rentner von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreit werden. (Symbolbild) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa und Westend61/Imago

Welche ausgemachten Voraussetzungen es nun also gibt: besagter Rentner bekommt Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt oder bezieht Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Unterbringung in einem Seniorenheim kann genauso wie Pflegehilfe dazu beitragen, dass zukünftig keine Gebühren anfallen.

Antrag auf GEZ-Befreiung für Rentner: Wichtige Dokumente – und ein Härtefallantrag

Wenn mindestens eine der Voraussetzungen erfüllt ist, gilt es in Folge der Beantragung einer GEZ-Befreiung immer einen gültigen Bewilligungsbescheid einzureichen. Dabei ist es wichtig, dass sowohl der Bescheid als auch das ausgefüllte Formular später im Original und als beglaubigte Kopie vorliegen. Der Antrag kann im Internet heruntergeladen, alternativ schriftlich beantragt werden.

Weitere Hinweise für eine erfolgreiche Beantragung:

- Einfache (gut lesbare) Kopien reichen zur Legitimation aus.

- Die eingereichten Belege müssen gültig sein. Abgelaufene Dokumente werden nicht bearbeitet.

- Ein geringes Renteneinkommen legitimiert in den meisten Fällen keine GEZ-Befreiung.

- Die Dokumente, die belegen, dass mindestens eine der aufgeführten Voraussetzungen erfüllt ist, müssen dem Antrag beiliegen.

- Die Angabe der GEZ-Kundennummer ist verpflichtend.

Für Rentner, die nicht das Profil oben genannter Bedingungen erfüllen, gibt es zwei letzte Bedingungen, die Hoffnung machen, 2023 auf die Zahlung der Rundfunkgebühren verzichten zu können. Wie der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio berichtet, gibt es die Möglichkeit der Beantragung eines Härtefalls. Im Wesentlichen könnten dabei zwei Argumente geltend gemacht werden. Das Einkommen über­schreitet den sozialen Bedarf um weniger als die Höhe des monat­lichen Rund­funk­beitrags von 18,36 Euro. Zweite Möglichkeit: Trotz Anspruch verzichten sie auf Sozialleistungen.

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