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Supermarkt-Preisschlacht: Welche Produkte jetzt bei Edeka und Rewe fehlen

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Von: Yannick Hanke

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Die Preisschlacht im Supermarkt tobt. Sie trifft Kunden mit voller Wucht. Es drohen leere Regale, da manche Produkte bei Edeka und Rewe nicht verfügbar sind. Welche?

Berlin – Pünktlich zum Jahresbeginn 2023 haben etliche Markenhersteller ihre Preise erhöht. Davon sind Getränke, Nudeln, Schokolade, Chips und auch Käse betroffen. Doch nicht immer akzeptieren die Discounter und Supermärkte in Deutschland diese Preiserhöhungen. In der Konsequenz werden die entsprechenden Produkte aus dem Sortiment genommen.

Doch welche Marken genau sind hiervon betroffen? Ein Rückblick und der Status quo, zusammengefasst von kreiszeitung.de.

Preisschlacht im Supermarkt: Handel und Industrie seit Herbst 2022 im Dauer-Clinch

Bereits seit Herbst 2022 streiten Handel und Industrie über die Preise in den Supermärkten. Durch ein Umdenken der Verbraucher, aber auch durch die hohe Inflation sowie gestiegene Produktions- und Transportkosten ist eine angespannte Situation entstanden. Eine Situation, die andauert. 2022 sind die Preise für beliebte Lebensmittel wie Milch, Brot, Mineralwasser oder Butter so sehr gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Doch auch für Softgetränke oder Snacks müssen die Verbraucher bundesweit mehr bezahlen. Mitunter sind die Preise um bis zu 30 Prozent angestiegen. Sogar bei durchschnittlich 50 Prozent liegt die Teuerung von Milcherzeugnissen wie Quark und Joghurt. Ein Ende ist nicht in Sicht. Schließlich soll sich die Preisspirale 2023 weiter drehen. Bereits im ersten Quartal des neuen Jahres wollen viele Markenhersteller die Preise erneut anheben. Das hat Gründe.

Links: Das Logo von Edeka. Rechts: Das Logo von Rewe.
Im Supermarkt tobt eine Preisschlacht. Das wirkt sich auf viele Produkte aus, die im Sortiment von Edeka und Rewe fehlen. © Patrick Seeger/dpa/imago/Montage

Rewe sieht sich mit Preiserhöhungen von einer Milliarde Euro konfrontiert – Edeka garantiert Versorgung der Märkte

Nach Angaben der Hersteller wären die Produktionskosten enorm gestiegen. Ob Personal, Energie, Verpackung, Transport, Lagerung oder Rohstoffe – Betriebe müssten hierfür mehr Geld in die Hand nehmen. Und die gestiegenen Ausgaben werden letztendlich direkt an die Kunden weitergegeben. Doch die Händler sehen das anders. Nach Ansicht von Edeka oder Rewe seien viele Forderungen der Hersteller schlichtweg unbegründet.

Schließlich würden die Vorstellungen deutlich höher liegen, als die Kostensteigerung tatsächlich sei. Laut Rewe-Chef Lionel Souque hätte das Unternehmen für Anfang 2023 Preiserhöhungen in Höhe von einer Milliarde Euro auf dem Tisch liegen. Und das werde der Handelsriese nicht mitmachen.

„Die Versorgung unserer Märkte ist aber weiterhin sichergestellt. Wir können unseren Kundinnen und Kunden viele gleichwertige Alternativen von anderen Herstellern oder aus unserem preisgünstigen Eigenmarkensortiment bieten“, hieß es indes von einem Edeka-Sprecher bereits im Oktober 2022 gegenüber Focus Online.

Günstige Marken-Produkte bei Edeka oder Rewe fehlen – und Eigenmarken sind nur selten im Angebot

Wer auf der Suche nach günstigen Marken-Produkten im Supermarkt ist, dem wird dieses Vorhaben zunehmend erschwert. Denn wenn die entsprechenden Produkte aus dem Sortiment genommen werden, werden die Regale mit der prominenten Konkurrenz und auch mit Eigenmarken aufgefüllt. Doch genau für diese Produkte gibt es weniger Sonderangebote. Schließlich fehlt es an Wettbewerb, Herstellern und Marken. Ergo finden Verbraucher deutlich weniger Aktionsangebote vor.

Ein prominentes Beispiel liegt kaum zwei Jahre zurück. Als die Getränke von Pepsi bei Edeka 2021 aus den Regalen genommen wurden, reduzierten sich auch die Aktionsangebote für Softgetränke drastisch. In einem Zeitraum von drei Monaten gab es bei Softgetränken lediglich einen Aktionszeitraum von drei Wochen. Zum Vergleich: Laut einer Analyse von Focus Online gab es zwei Jahre zuvor Angebote bei sämtlichen Cola-Produkten im gleichen Zeitraum von drei Monaten an acht Aktionswochen.

Welche Produkte bei Edeka und Rewe fehlen

Laut Focus Online würde es derzeit Konditionsverhandlungen mit etwa 20 beliebten Herstellern geben. Von über 150 Produkten, die zur Debatte stehen, berichtet wiederum die Lebensmittel Zeitung. Nach Insider-Informationen sollen es sogar noch weitaus mehr sein. Einige Beispiele sind:

Nach Angaben der Lebensmittel Zeitung hätten sich weder Pepsi noch Edeka auf Anfrage geäußert. So würde es sich auch mit Beiersdorf verhalten. Indes bereitet Edeka die eigenen Händler auf einen wohl länger anhaltenden Zwist mit Mars vor. Auch mit Rewe liegt der Hersteller von Süßwaren, Reis und Tierfutter laut der Lebensmittel Zeitung über Kreuz. Zwar hätte es mit Rewe zuletzt eine Einigung über Teile des Sortiments gegeben. Doch würde Tiernahrung weiterhin fehlen.

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