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Vorrang für Rettungskräfte an der Kasse: Rewe will Regelung in Hessen ausweiten

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Von: Karolin Schäfer, Sarah Neumeyer

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In einem Rewe-Markt gibt es eine Neuerung. Eine bestimmte Gruppe darf sich an der Kasse vordrängeln. Im Überblick, was Sie wissen müssen.

Kassel/Freigericht – Manchmal muss es eben schnell gehen – auch beim Einkaufen im Supermarkt wie Rewe, Edeka und Co. Will man nur wenige Lebensmittel besorgen, hat es aber eilig, würde man sich hin und wieder gerne mal an der Kasse vordrängeln. Wer freundlich fragt, darf das in der Regel sogar auch.

Zwar gibt es in zahlreichen Supermärkten inzwischen Selbstbedienungskassen, aber auch hier bilden sich in Stoßzeiten lange Warteschlangen. In einigen Rewe-Märkten ist das Vordrängeln nun sogar erlaubt.

In einem Rewe-Markt in Hessen dürfen Rettungskräfte an der Kasse vordrängeln. (Symbolbild)
In einem Rewe-Markt in Hessen dürfen Rettungskräfte an der Kasse vordrängeln. (Symbolbild) © Martin Wagner/imago

Vordrängeln bei Rewe erlaubt: Für wen die Regelung gilt

Diese Regelung gilt allerdings nur für bestimmte Gruppen. Die Rewe-Filiale Herröder in Freigericht im Main-Kinzig-Kreis startete dazu ein Pilotprojekt. Damit haben Rettungskräfte Vorrang an der Kasse. Heißt also, sie müssen gar nicht mehr anstehen. „Wir bilden eine Rettungsgasse“, schrieb der Rewe-Markt bei Instagram Ende Oktober.

Denn den Kräften bleibt in ihrer Pause oft nur ein kleines Zeitfenster zum Verschnaufen. Kommt ein Notfall rein, während die Rettungskräfte gerade an der Kasse stehen, müssen sie alles stehen und liegen lassen. Dem will die Leitung des Rewe-Markts in Hessen mit ihrem Vorhaben entgegenwirken. Auch ein Rewe-Markt in Dortmund hat das Konzept bereits in seiner Filiale eingeführt. „Somit ist das Vordrängeln für Einsatzkräfte im Dienst offiziell erlaubt. Bitte macht Platz für unsere Helfer“, schreibt der Rewe-Markt Homberg dazu auf Facebook.

Vorrang an der Rewe-Kasse: „Das sollten alle Märkte übernehmen“

Für den Vorstoß der Rewe-Märkte gab es viele positive Reaktionen. „Super Aktion!“, kommentierte ein Instagram-Nutzer unter dem Beitrag des Marktes in Hessen. „Das sollten alle Märkte übernehmen“, hieß es von einer anderen Userin. Großen Zuspruch habe es auch von Rettungsleitstellen und dem Roten Kreuz gegeben, berichtete der Rewe-Markt Herröder. Zudem machten zahlreiche Medienberichte auf die Aktion aufmerksam. Auch unter den Beträgen der Filiale in Dortmund sammeln sich positive Reaktionen. „Sehr gute Initiative! Hoffentlich ziehen deutschlandweit Geschäfte mit“, so ein Nutzer.

Die positive Resonanz ist auch bei Rewe angekommen. Die Aktion habe „sehr großen Anklang gefunden“, teilte eine Sprecherin auf Anfrage von IPPEN.MEDIA mit. Nun plant die Supermarkt-Kette, die Regelung auch in anderen Filialen einzuführen. „Wir sind dabei, die sehr gute Idee von Herrn Herröder und seinem Team auch auf die anderen rund 540 zur Rewe Region Mitte gehörenden Rewe-Märkte in Hessen und angrenzenden Gebieten auszuweiten“, teilt die Sprecherin mit. (kas)

Doch nicht nur das hat sich geändert. Mit Beginn des neuen Jahres 2023 gibt es eine weitere Änderung bei Rewe. Damit bricht die Supermarkt-Kette mit einer langen Tradition.

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