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Richtig lüften bei Kälte: Deshalb sollten Sie auf die 5x5-Regel achten

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Von: Vivian Werg

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Regelmäßiges Lüften ist wichtig, um der Schimmelbildung in Räumen vorzubeugen und ein gesundes Raumklima zu schaffen. Doch wie lüftet man richtig bei Kälte?

Kassel – Richtig lüften ist für das Energiesparen ebenso wichtig wie für ein angenehmes und gesundes Wohnklima. Im Winter stehen Verbraucherinnen und Verbraucher oftmals vor dem Dilemma: Im Wohnraum soll es schön warm sein, für ein optimales Raumklima ist die frische Luft aber notwendig.

Derzeit halten Kälte, Schnee und Eis Deutschland im Griff. Wie lüftet man also richtig, wenn es draußen extrem kalt ist? Der Verband Fenster + Fassade (VFF) rät zu folgenden Faustregel für das Lüften per Hand:

Richtig lüften: Stoß- und Querlüften ist effizient

Anstatt Fenster lange zu kippen, empfehlen Experten das Stoßlüften: Fenster lieber ganz aufmachen und dann nur für einige Minuten lüften. Bei gegenüberliegenden Fenstern empfiehlt sich das Querlüften; also beide Fenster und Türen, falls diese dazwischen liegen, gleichzeitig ganz öffnen. Denn damit wirkt man einem Wärmeverlust besonders gut entgegen.

Im Frühling oder Herbst kann ein kompletter Luftaustausch schon mal 15 bis 20 Minuten dauern und wenn Sie das drei bis fünf Mal am Tag machen, stehen die Fenster schon recht lange offen. Im Winter ist es jedoch nicht ratsam – die Außentemperaturen sind zu niedrig.

Ein geöffnetes Zimmerfenster, vor dem weiße Gardinen hängen.
Richtiges lüften bei Kälte: auch bei Minusgraden drei bis fünf Mal pro Tag empfehlenswert © Roman Möbius/ Imago

Richtig lüften bei Kälte: Die 3x5 und die 5x5-Regel

Im Winter befürchten viele, dass die Kälte von draußen nach drinnen zieht und das Heizen damit vollkommen umsonst ist, besonders in der aktuellen Lage mit gestiegenen Heizkosten. Beide Sorgen sind durchaus nachvollziehbar. Empfehlenswert ist es laut VFF jedoch, auch bei Minusgraden drei bis fünf Mal pro Tag zu lüften. Dabei reichen dann aber drei bis fünf Minuten bei offenem Fenster. Daraus lässt sich als Merkhilfe die 5x5-Regel ableiten: Übersetzt bedeutet das fünfmal pro Tag für fünf Minuten lüften.

Diese Regel lässt am Wochenende oder wenn Sie viel im Homeoffice oder im Urlaub sind, gut einhalten. Wenn Sie den ganzen Tag abwesend sind, reicht es auch, weniger zu lüften: Minimum morgens und abends, besser fahren Sie aber mit der 3x5-Regel. Die bedeutet, dreimal pro Tag für fünf Minuten lüften. Also: Lüften Sie beispielsweise am Morgen nach dem Aufstehen, wenn Sie von der Arbeit heimkommen und nochmal kurz vor dem Schlafengehen.

Tipps und Tricks: Hygrometer kann beim richtigen Lüften helfen

Richtiges Lüften ist laut ÖKO-TEST, insbesondere gegen Coronaviren sehr wichtig. Ein Lüftungsplan oder ein Timer können helfen, sich daran zu erinnern, alle paar Stunden die Fenster zu öffnen. Experten vom Fachverband raten zu lüften, wenn nötig und auch nur so lange wie nötig.

Abhilfe kann neben dem persönlichen Empfinden ein Hygrometer schaffen. Diesen gibt es analog und digital bereits für kleines Geld im Baumarkt. Vor allem im Herbst und Winter kann sich eine zu hohe Feuchtigkeit im Raum an Kondenswasser am Fenster zeigen. Ein Hygrometer kann dabei helfen, die Luftfeuchte zu beobachten und zu messen. (Vivian Werg)

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