Tipps und Tricks

Rotkohl wie bei Oma – Mit diesen Tipps klappt es garantiert

Mit den richtigen Zutaten wird Rotkohl zum Gaumenschmaus, egal ob aus dem Glas oder selbst zubereitet. Wir haben die besten Tipps, damit er wie bei Oma schmeckt.

Kassel – Zu einem deftigen Braten gehören für viele nicht nur Klöße dazu, sondern auch ein ganz bestimmtes Gemüse: Rotkohl. Als Beilage sorgt es für einen gesunden Ausgleich zum gehaltvollen Braten. Außerdem passt es mit seinem fruchtig-süßen Geschmack hervorragend zu den schweren und würzigen Soßen. Doch Rotkohl ist nicht gleich Rotkohl.

Wenn die Beilage nicht gelingt, kann sie das Festessen, ob an Weihnachten oder zu einem anderen festlichen Tag, verderben. So kann Rotkohl schnell zu bitter werden, oder zu klebrig. Auch wenn der fruchtige Geschmack fehlt oder der Kohl wenig appetitlich aussieht, passt das oft so gar nicht zu Braten und Co. Doch mit ein paar einfachen Tipps, schmeckt das Rotkohl (fast) wie bei Oma.

Rotkohl, Blaukraut, Rotkraut und Co.: So schmeckt es wie bei Oma

Dass Rotkohl nicht gleich Rotkohl ist, lässt sich auch an den vielen verschiedenen Namen erkennen, die das Gemüse in Deutschland verliehen bekommt. So wird es auch Rotkraut, Blaukraut und regional auch Blaukohl genannt. Immer bezieht sich der Name jedoch auf ein und dieselbe Art des Kopfkohls, doch die Zubereitungsarten variieren stark.

Rotkohl ist im Winter eine beliebte Beilage. Mit einigen Tipps wird er so lecker wie bei Oma.

Vielerorts wird Rotkohl oder Rotkraut als wahres Superfood angepriesen. Laut Verbraucherzentrale Bremen liegt das zum einen an den vielen Inhaltsstoffen, die die Gesundheit fördern. Rotkohl enthält besonders viel Vitamin C und Vitamin E, sowie Eisen und Ballaststoffe. Auf 100 Gramm Kohl kommen ganze 57 Milligramm Vitamin C.

Menge pro 100 Gramm rohem RotkohlInhaltsstoffe
Energie (kcal)22
Fett0,2 g
Ballaststoffe2,5 g
Kalium267 mg
Kohlenhydrate3,5 g
Protein1,5 g
Quelle: www.gesundheit.gv.at

Rotkohl selbst machen: Diese Art der Zubereitung weckt Erinnerungen

Doch wie gelingt der perfekte Rotkohl? Am meisten Einfluss haben Köche natürlich auf das Gelingen der Beilage, wenn sie sie gleich selbst herstellen. Benötigt werden für das klassische Rezept, neben einem Kilogramm Rotkohl auch drei Äpfel, eine Zwiebel, 40 Gramm Schmalz (Gänse/Schweine/ oder Butterschmalz), 300 Milliliter Fleisch- oder Gemüsebrühe. Als Gewürze dürfen drei Nelken, etwas Salz und Pfeffer, drei Esslöffel Rotweinessig sowie drei Esslöffel Preiselbeeren nicht fehlen.

So wird der Rotkohl zubereitet:

  1. Außeren Blätter und der Strunk entfernen und den Rotkohl waschen
  2. Vierteln und in feine Streifen hobeln oder schneiden
  3. Äpfel schälen (oder nach Belieben die Schale dran lassen) und ebenfalls vierteln. Dann ebenfalls fein schneiden oder reiben.
  4. Schmalz im Topf erhitzen und Zwiebeln sowie alle bisherigen Zutaten andünsten
  5. Brühe, Nelken, Salz und Pfeffer dazugeben und das ganze mit Deckel schmoren lassen. Je nach gewünschter Konsistenz liegt die Dauer zwischen 40 und 50 Minuten. Zum Schluss Essig und Gelee unterrühren und je nach Geschmack mit Pfeffer und Salz verfeinern.

Rotkohl aus dem Glas oder tiefgekühlt: Das Ergebnis von Stiftung Warentest

Wem die Zeit fehlt, das Rotkohl von der Pike ab selbst zuzubereiten, der greift meist auf fertige Produkte zurück. Diese haben den Vorteil, dass sie nur erwärmt werden müssen und fertig ist die Beilage zum Festmahl. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn laut Stiftung Warentest schneiden viele Fertig-Rotkohl-Produkte alles andere als gut ab. Die Experten zeigten: Tiefkühl-Rotkohl schlägt die Alternativen aus Glas oder Beutel.

Am besten kam der tiefgekühlte Rotkohl von Iglo, Edeka und Eismann bei den Testessern an. In Sachen Apfelrotkohl aus dem Glas schnitt die Marke HAK am besten ab. Klassischer Rotkohl von Alnatura und Lidl aus dem Glas erhielt ebenfalls gute Bewertungen von Stiftung Warentest. Doch wie kann man diesen am besten verfeinern?

Fertigen Rotkohl verfeinern: Mit diesen Tipps und Tricks wird er zum Genuss

Sternekoch Alexander Herrmann hat gegenüber Bayern 1 sein Rezept verraten und zeigt: Mit ein paar einfachen Tricks wird auch fertiger Rotkohl zum Genuss. Folgende Zutaten empfiehlt der Koch:

  • 1 Glas Blaukraut (650 Gramm)
  • 1 roter Apfel
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Orange
  • 250 ml Rotwein
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 bis 3 EL Preiselbeeren
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Lorbeerblatt, 2 Nelken
  • 1-2 EL Stärke
  • 1 Schuss Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer

Und so wird das Rotkohl aus dem Glas verfeinert: Zuerst den Kohl aus dem Glas nehmen und abtropfen lassen. Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden und im Öl anschwitzen. Anschließend mit Rotwein ablöschen und anschließend Brühe, Orangensaft und Preiselbeeren hinzugeben. Den Apfel fein reiben und mitsamt den Gewürzen ebenfalls in den Topf geben.

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Alles bis auf die Hälfte einkochen lassen und die Gewürze wieder entfernen. Nun die mit Wasser angerührte Stärke hineingießen und das Sud binden. Am Ende noch den Kohl hinzufügen und alles aufkochen lassen. Nach Belieben Salz und Pfeffer unterrühren und fertig ist der perfekte Rotkohl zum Festmahl. (slo)

Rubriklistenbild: © Imago

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