Autos für Monate stilllegen

Rückruf bei BMW: Lebensgefahr!  Airbag kann explodieren

Rückruf bei BMW: Es besteht Lebensgefahr! In einigen Modellen kann der Airbag explodieren. Die betroffenen Fahrzeuge werden zurückgerufen.

  • Rückruf* bei BMW für Modelle der 3er- und 5er-Reihe der Baujahre 1997 bis 2003
  • Der verbaute Airbag könnte bei einem Unfall explodieren
  • Ersatzteile stehen erst im dritten Quartal 2020 zur Verfügung
  • Besitzer müssen bis zum Werkstatt-Termin ihr Auto stehen lassen 

Kassel – Rückruf bei BMW: In mehreren BMW-Modellen kann aufgrund eines zu hohen Luftdrucks der Airbag bei der Auslösung explodieren. Das kann im schlimmsten Fall tödliche Verletzungen verursachen. Der BMW-Konzern ruft die betroffenen Autos deswegen in die Werkstatt. 

BMW mit Rückruf: Ersatzteile nicht verfügbar - Autos werden so lang still gelegt

Das Problem: Für die betroffenen Modelle stehen keine Ersatzteile zur Verfügung, weswegen die dringend notwendige Reparatur vermutlich erst im dritten Quartal 2020 nachgeholt werden kann. 

Das meldet BMW in seinem Schreiben zum Rückruf an die betroffenen Autobesitzer. Deswegen rät BMW seinen Kunden „bis zur Bereitstellung der Ersatzlösung das Fahrzeug nicht mehr zu bewegen“. 

BMW mit Rückruf: Pannen-Airbag vom Skandal-Hersteller

Die Kooperation mit dem japanischen Airbag-Hersteller Takata scheint für BMW und viele andere Autohersteller wie Audi, Honda, Toyota und Mitsubishi zur unendlichen Leidensgeschichte zu werden. Seit Jahren sorgen die Airbags von Takata regelmäßig für riesige Rückrufaktionen

Im konkreten Fall sind jetzt BMW 3er-Modelle der Baureihe E46 und der 5er-Modelle der Baureihe E39 betroffen, die vom 21.11.1997  bis 10.12. 2003 gefertigt wurden. Das gilt für die Ausführungen als Limousine, Touring und Coupé. Auch das Alpina Model B3 ist betroffen. Der M3 dagegen nicht.

Für den Rückruf gelten bei BMW folgende Aktionsnummern

  • 0032960200,
  • 032970200 und 
  • 032980200. 

Das berichtet das Informationsportal Autofahrer.eu. 

Rückruf: In vielen BMW 3er-Limousinen aus dem Jahr 1997 ist der defekte Airbag verbaut worden  - er kann bei Unfällen explodieren.(Symbolbild).

BMW mit Rückruf: Gasgeneratoren der Airbags verursachen die lebensgefährlichen Probleme

Grund für den neuen Rückruf sind defekte Gasgeneratoren des Typs NADI. In den bisherigen Rückrufaktionen spielten dieser Typ bisher keine Rolle. NADI-Gasgeneratoren können offenbar mit der Zeit undicht werden. Durch Temperaturunterschiede und eindringende Feuchtigkeit könnte sich das Treibmittel verändern, meldete BMW.

Löst der Airbag bei einem Unfall aus, besteht die Gefahr, dass zu viel Druck entsteht und der Airbag explodiert. Herumfliegende Metallteile könnten in diesem Fall eine Schrapnell artige Wirkung entwickeln. Seit Ende 2019 werden die Kunden kontaktiert. 

BMW mit Rückruf: Weltweit Airbags in 750.000 Autos betroffen 

Aufgrund des hohen Alters geht BMW davon aus, dass nur noch etwa 20 Prozent der weltweit 757.145 Autos in Betrieb sind. In Deutschland sollen rund 56.000 Autos von dem Rückruf betroffen sein. 

Davon sollen 25.000 einen defekten Airbag verbaut haben, bestätigte BMW gegenüber der Bild.

Rückruf bei BMW wegen Airbag: Bis zur Reparatur kann es Monate dauern

Der Austausch der defekten Teile in der Werkstatt solle nicht länger als eine halbe Stunde dauern, berichtet das Autoservice-Portal ASP. Da die vom Rückruf betroffenen BMW-Modelle allerdings älter als 20 Jahre sind, stünden momentan keine Ersatzteile zur Verfügung. Die BMW Group hält im Normalfall Ersatzteile rund 15 Jahre vorrätig. 

Das bedeutet für die Besitzer: Sie müssen ihren BMW bis mindestens Juli 2020 stehen lassen. Sonst laufen sie Gefahr, bei einem Unfall ihr Leben durch einen explodierenden Airbag zu verlieren. 

BMW-Rückruf: Der Airbag-Hersteller Takata ist mittlerweile pleite. (Symbolbild)

BMW mit Rückruf: Bestehender Airbag-Rückruf für jüngere Modelle erweitert 

Seit Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2014 sollen rund 24 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen sein, berichtet das Service-Portal Kfz-rueckrufe.de. 

Besitzer von einem alten 3er- und 5er-BMW sind nicht die einzigen, die Probleme mit ihrem Airbag haben. Bereits 2014 löste der Skandal um Takata den größten Rückruf in der Geschichte der USA mit 1,4 Millionen Autos verschiedener Hersteller aus. Das japanische Unternehmen zahlte eine Strafe von 940 Millionen US-Dollar an die US-Behörden und ging 2017 insolvent. 

BMW mit Rückruf: Problematische Airbags - erster Rückruf im Jahr 2016

Im März 2020 erweitere BMW einen Rückruf aus dem Jahr 2016 im Zusammenhang mit dem Takata-Airbags unter dem Aktionscode „0032260200“. Demnach müssen 78.700 5er-Modelle und 7.800 3er-Modelle aus den Baujahren 2002 (E39) und 2006 (E45) zurück in die Werkstatt. 

Bei diesen Autos sei bei einer späteren Umrüstung auf ein Sportlenkrad ein Takata-Airbag eingebaut worden, wie der Kfz-Betrieb Vogel mitteilte, der sich auf BMW beruft. In diesem Fall geht es aber um einen anderen Typ Gasgenerator im Airbag. In diesem Fall gibt es von BMW offenbar keine Meldungen über Probleme mit der Versorgung von Ersatzteilen.

BMW: Zwei große Rückrufe erst im Jahr 2019

Erst im November 2019 gab es bei BMW einen großen Rückruf: Mehr als 100.000 Autos mussten wegen Brandgefahr zurück in die Werkstätten*. Das war nicht der erste große Rückruf im Jahr 2019: Im Mai musste der deutsche Premiumhersteller BMW wegen Problemen bei der Stromversorgung Diesel-Fahrzeuge der Vorgänger-Generationen des 1er, 3er und X1, die zwischen Dezember 2009 und Oktober 2011 vom Band liefen, in deutsche Vertragswerkstätten holen. Der Autobauer musste fast 150.000 Autos zurückbeordern*. (Von Philipp Zettler) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Ein aktueller Rückruf kommt derzeit aus der Schweiz. Hier wurden Listerien in einer Käse-Produktion* nachgewiesen. Der Autobauer BMW startet weiteren einen Rückruf für einige seiner Modelle. Toyota Modelle* werden wegen ähnlichen Mängeln zurückbeordert. Der schwedische Autobauer Volvo hat einen Rückruf gestartet. An einem sicherheitsrelevanten Bauteil gibt es einen Fehler. Davon betroffen sind über zwei Millionen Autos.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.