Gesundheitsministerium warnt

Rückruf von Corona-Maske: Dieser Mundschutz könnte eine Infektion begünstigen

Aktuell befindet sich eine Maske in einem deutschlandweiten Rückruf. Der betroffene Mundschutz bietet womöglich keinen Schutz vor einer Corona-Infektion. 

  • Aktueller Rückruf*: Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein informiert über einen Masken-Rückruf.
  • Das betroffene Produkt weist eine mangelnde Qualität auf und könnte eine Corona*-Infektion begünstigen.
  • Der Hersteller der Maske konnte noch nicht ausfindig gemacht werden.

Kassel - Derzeit gilt in weiten Teilen Deutschlands eine medizinische Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Supermärkten. Um das Corona-Infektionsgeschehen auszubremsen und Neuinfektionen in der Öffentlichkeit weitestgehend zu verhindern, ist an diesen Orten nur das Tragen einer OP-Maske oder einer FFP2-Maske erlaubt.

Doch nicht jede medizinische Maske ist auch zwangsläufig sicher. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren in Schleswig-Holstein informiert über einen Rückruf* und warnt vor der Nutzung eines bestimmten Mundschutzes. Der Schutz vor dem Corona-Virus sei zudem nicht gewährleistet.

Die Corona-Maskenpflicht gilt in ganz Deutschland - doch eine Maske befindet sich derzeit im Rückruf (Symbolbild).

Maske im Rückruf: Ministerium warnt - Schutz vor einer Corona-Infektion nicht gewährleistet

Von dem Rückruf betroffen ist eine Maske mit dem Namen „KN95-Protective-Mask“, bei der es sich um eine chinesische Norm für Atemschutzmasken handelt. Die Kennzeichnung „KN95“ ist vergleichbar mit der europäischen FFP2-Schutzwirkung. Wie auch merkur.de berichtet, klär das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein über die mangelhafte Qualität des KN95-Mundschutzes auf. Es könne demnach nicht ausgeschlossen werden, dass diese ihren Schutz erfüllt, weshalb sie sogar eine Corona*-Infektion begünstigen könne.

Der wesentliche Grund für den bundesweiten Rückruf ist eine fehlende Kennzeichnung. Laut dem Verbraucherportal produktwarnung.de werde auf der Verpackung der „KN95-Protective-Mask“ die wichtige sowie notwendige Angabe der vierstelligen Zertifizierungsstelle nicht ausgewiesen (beispielsweise CE 1234). Daher könne nicht bewiesen werden, ob es sich um eine zertifizierte Maske handelt oder nicht. Folgende Maske ist von dem großangelegten Rückruf betroffen:

NameKN95 Protective Mask
Modell-Nr. ZX-168
TypGB-2626-2006

Aktueller Rückruf: Maske entspricht nicht der Corona-Arbeitsschutzverordnung

Das Gesundheitsministerium informiert über den Rückruf und warnt aufgrund der gesundheitlichen Gefahr einer Corona-Infektion ausdrücklich vor einem Gebrauch der betroffenen Maske. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Masken entsprechen nach den derzeitigen Kenntnissen auch nicht den Anforderungen der geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, dürfen also beispielsweise auch nicht in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden. Der Vertriebsweg ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.“

Falls der Hersteller der mangelhaften Maske ausfindig gemacht werden kann, müsse dieser sofort einen Rückruf einleiten.
Ende letzten Jahres waren sogar gleich mehrere Corona-Masken aufgrund eines gesundheitlichen Risikos von einem Rückruf betroffen. (Alina Schröder) *hna.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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