Bundesamt warnt

Gefährliche Gewürze im Rückruf: Achtung, Krebs-Gefahr! Verbraucherschutz warnt

Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter
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Derzeit sind zwei Gewürze von einem Rückruf betroffen. (Symbolfoto)

Derzeit wird eine Gewürzmischung sowie ein Gewürz im zurückgerufen. Der Rückruf geht vom Bundesamt für Verbraucherschutz aus. Es besteht Krebs-Gefahr.

Kassel – Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt aktuell vor gleich zwei Gewürzen. Während die eine Mischung besonders in asiatischen Speisen Gebrauch findet, wird das andere Gewürz vor allem zur Weihnachtszeit häufig genutzt. Der Hersteller Gewürzmühle Friedberg hat inzwischen einen Rückruf für die Produkte gestartet. Betroffen sind neben Hessen auch Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Folgende Produkte werden zurückgerufen:

  • Zimt gemahlen (Mindesthaltbarkeitsdatum 30.04.2023, Losnummer 00052633)
  • Curry Madras (Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2023, Losnummer 00058704)

Rückruf: Gewürze wurden in verschiedenen Verpackungen verkauft

Die Gewürze wurden in unterschiedlichen Verpackungen verkauft, darunter im 75-Gramm-Beutel, im 60-Gramm-Glas, in der 140-Gramm-PET-Verpackung und der 300-Gramm-PET-Verpackung. In welchen Geschäften die Produkte angeboten wurden, ist allerdings nicht bekannt. Das Unternehmen Gewürzmühle Friedberg erklärte in einer Mitteilung, dass der aktuelle Rückruf „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ gestartet worden sei.

Bundesamt warnt: Erhöhte Menge Ethylenoxid sorgt für Rückruf der Gewürze

Wie das Unternehmen sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mitteilen, enthalten die Gewürze eine erhöhte Menge Ethylenoxid. Dabei handelt es sich um ein in der EU nicht zugelassenes Biozid, welches als extrem gesundheitsschädlich eingestuft wird und sogar Krebs erregen kann. Der Rückruf sollte daher unbedingt beachtet werden.

Die Gewürz-Produkte Curry und Zimt der Marke Gewürzmühle Friedberg befinden sich derzeit im Rückruf.

Außerdem gilt es als sehr reizend für Haut und Atemwege. Beim Einatmen des Gases können Symptome in Form von Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sowie Erbrechen auftreten. Bei einer höheren Dosis kann es zu Zuckungen und Krämpfen bis hin zum Koma kommen. Ethylenoxid wird auch als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel, Textilfasern und medizinische Geräte genutzt.

Gewürz-Rückruf: Verbraucherportal kritisiert Kommunikation des Herstellers

Die betroffenen Chargen sollten laut Angaben des Unternehmens nicht weiter verzehrt werden. Weitere Chargen der Produkte seien allerdings nicht betroffen. Kundinnen und Kunden, die ein betroffenes Gewürz gekauft haben, können sich den Kaufpreis in der Verkaufsstelle erstatten lassen.

Zudem bewertet das Verbraucherportal die Kommunikation des Unternehmens Gewürzmühle Friedberg mit einem „gelben Daumen“: Das bedeutet, dass der Hersteller die Verbraucherinnen und Verbraucher über den Rückruf der Gewürze zwar informiert, jedoch „nicht ausreichend“. Wie produktwarnung.eu bemängelt, sei nicht gewährleistet, dass möglichst viele Personen diese Information auch erhalten. (Nail Akkoyun)

Erst kürzlich wurde ein Rückruf für ein weiteres Gewürz gestartet. Auch in diesem Fall war eine erhöhte Menge Ethylenoxid der Grund.

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