Rückrufwelle

Nudeln erneut im Rückruf: Giftstoff entdeckt – Bundesamt warnt vor Verzehr

Nudeln des Herstellers SLCO GmbH & Co. KG befinden sich derzeit im Rückruf. (Symbolbild)
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Nudeln des Herstellers SLCO GmbH & Co. KG befinden sich derzeit im Rückruf. (Symbolbild)

Erneut befinden sich Nudeln aufgrund von giftigen Verunreinigungen im Rückruf. Angeboten wurde das Produkt unter anderem bei Kaufland. 

Kassel – Die SLCO GmbH & Co. KG hat über den Rückruf* eines Nudel-Produkts informiert. Grund ist, wie schon bei anderen Rückrufaktionen in den vergangenen Wochen, das Gas Ethylenoxid. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde festgestellt, dass einige Zutaten des Artikels ein Abbauprodukt von Ethylenoxid enthalten. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnte bereits vor dem Fertiggericht.

Produkt„Reeva Instant Nudeln Huhn“
Inhalt60 Gramm
Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD)29.06.2022 und 30.06.2022

Rückruf von Instant-Nudeln: Produkt wurde unter anderem bei Kaufland angeboten

Ethylenoxid ist ein in der EU nicht zugelassenes Biozid, welches als extrem gesundheitsschädlich eingestuft wird und sogar Krebs erregen kann. Weiter gilt es als sehr reizend für Haut und Atemwege. Beim Einatmen des Gases können Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sowie Erbrechen auftreten. Üblicherweise wird Ethylenoxid auch als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel, Textilfasern und medizinische Geräte genutzt.

Diese Instant-Nudeln befinden sich im Rückruf.

In der Mitteilung hieß es weiter, dass eine Gesundheitsgefahr von den Nudeln ausginge und man das Produkt keinesfalls verzehren sollte. Andere Lebensmittel des Herstellers sowie Chargen des betroffenen Artikels seien jedoch nicht von einem Rückruf betroffen. Kundinnen und Kunden, die die Nudeln gekauft haben, werde gebeten, den Artikel in der entsprechenden Verkaufsstelle zurückzugeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Angeboten wurde den die Instant-Nudeln unter anderem bei Kaufland.

Rückrufwelle: Auch Nudeln von Lidl von Rückruf betroffen

Verunreinigungen mit dem Giftstoff Ethylenoxid sorgten in der jüngeren mehrfach für Rückrufe. So wurden ein Nudel-Produkt weltweit vom Markt genommen*, da es eine Krebserkrankung begünstigen könnte. Zudem befanden sich weitere Nudeln, die bei Lidl verkauft wurden, im Rückruf.

Das Verbraucherportal Produktwarnung.eu bewertet die Kommunikation des Unternehmens mit einem „gelben Daumen“: Das bedeutet, dass der Hersteller die Kundinnen und Kunden über den Rückruf zwar informiert habe, allerdings „nicht ausreichend“. Es sei nicht gewährleistet, dass möglichst viele Menschen diese Information auch erhalten. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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