Verbraucher-Warnung

Dringender Nudel-Rückruf: Bundesamt warnt vor Verzehr – Herzstillstand möglich

Von einem Rückruf sind aktuell die Nudeln eines deutschen Herstellers betroffen. (Symbolbild) Eine Schüssel mit Dinkel-Vollkorn-Spaghetti.
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Von einem Rückruf sind aktuell die Nudeln eines deutschen Herstellers betroffen. (Symbolbild)

Für ein Nudel-Produkt wird ein Rückruf gestartet. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Verzehr: Es drohen schwerwiegende Folgen.

Kassel – Ein Produkt des deutschen Lebensmittelherstellers Alb-Gold wird aktuell zurückgerufen. Grund für den Rückruf der Nudeln ist ein erhöhter Gehalt an Ergotalkaloiden. Diese können schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen.

BehördeBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Gründung2002
HauptsitzBraunschweig, Niedersachsen
Behördenleitung\tFriedel Cramer

Nudel-Rückruf: Bundesamt warnt vor Verzehr

Von Rückruf betroffen sind Nudeln der Marke „Beste Landqualität“. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt vor dem Verzehr. Die Produkte wurden laut Angaben des Herstellers bereits aus dem Verkauf genommen.

Konkret geht es um das Produkt „Bio Dinkelvollkorn Spaghetti 500 g“. Zurückgerufen werden jedoch lediglich Produkte mit zwei verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten: dem 25.02.2023 und dem 26.02.2023. „Andere Mindesthaltbarkeitsdaten oder andere Beste Landqualität Nudeln sind von dem Rückruf nicht betroffen“, informiert der Hersteller.

Nudel-Rückruf: Ergotalkalaoide können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben

„Ergotalkalaoide sind Inhaltsstoffe des Mutterkorns, die bei Getreide wie Roggen, Weizen, Dinkel, Triticale, Gerste, Hirse und Hafer vorkommen können“, teilt der Hersteller in einer Mitteilung zum Rückruf der Nudeln mit. Das vom Rückruf betroffene Nudel-Produkt sollte auf keinen Fall verzehrt werden.

Denn selbst die Aufnahme geringer Mengen Ergotalkaloid kann akut Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Muskelkontraktionen, Kopfschmerzen, Herz-Kreislaufprobleme (z. B. Bluthochdruck) und Störungen des Zentralnervensystems (ZNS) auslösen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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Im Video: Splitter oder Gift - Darum gibt es immer wieder Rückruf-Aktionen

Nudel-Rückruf: Gefahr von Fehlgeburten – Bundesamt warnt vor Aufnahme von Ergotalkalaoidem

Zudem zeigten Daten, dass es bei geringen Aufnahmemengen zu Uteruskontraktionen kommen könne, die unter Umständen zu Uterusblutungen und Fehlgeburten führen könnten. Besonders vorsichtig sollten demnach Schwangere sein, die das Produkt gekauft haben könnten.

„Nach dem Verzehr hoher Ergotalkaloidmengen sind als akut toxische Wirkungen Durchblutungsstörungen infolge der gefäßverengenden Wirkung auf die Blutgefäße insbesondere des Herzmuskels, aber auch der Nieren und der Gliedmaßen beschrieben“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Die Symptome könnten von Halluzinationen, Krämpfen sowie Empfindungsstörungen und Lähmungen begleitet sein und könnten nach Atem- oder Herzstillstand zum Tod führen.

Die vom Rückruf betroffenen Nudeln wurden in Baden-Württemberg und Niedersachsen verkauft. „Kunden und Kundinnen können die betroffenen Produkte mit den oben genannten Mindesthaltbarkeitsdaten in die jeweilige Verkaufsstelle zurückbringen und erhalten selbstverständlich Ersatz“, schreibt der Hersteller. Auch Nudeln von Alnatura sind von einem Rückruf betroffen. Grund sind ebenfalls Ergotalkaloide. Vor kurzem war eine andere Sorte Nudeln wegen Krebsgefahr im Rückruf. (sne)

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