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Tiefkühl-Obst im Rückruf – Herzrasen und Atemnot möglich

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Von: Kilian Bäuml

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Wer sich kürzlich tiefgefrorenes Obst gekauft hat, sollte das Produkt besser überprüfen. Die Ware könnte mit Pflanzenschutzmitteln kontaminiert sein.

Kassel – Wer geplant hatte, sich die kälter werdenden Tage mit ein paar heißen Kirschen zu versüßen, sollte bei der Zubereitung aufpassen. Denn aktuell gibt es einen Rückruf von gefrorenen Kirschen. Der polnische Hersteller Greenyard Frozen Poland hat erhöhte Mengen von Pflanzenschutzmitteln in seinen gefrorenen Sauerkirschen festgestellt.

Hier erfahren Sie, um welche Kirschen es sich genau handeln, wo sie verkauft wurden und was Sie jetzt mit der zurückgerufenen Ware machen sollten.

Tiefkühl-Obst im Rückruf: Um diese Kirschen handelt es sich:

ArtikelK-Classic Erntefrische Sauerkirschen tiefgefroren 750 g
VertreiberKaufland
HerstellerGreenyard Frozen Poland Sp. z o.o
MHD11/2024
ChargenLP2145DL7 und LP2145AL7
GTIN4337185827631

Tiefkühl-Obst verunreinigt: Das sagt der Hersteller zu den Gründen des Rückrufs

In einer Mitteilung erklärt der Hersteller aus Polen, dass erhöhte Mengen von Dimethoat und Omethoat in dem Obst festgestellt wurden. Dimethoat und Omethoat werden als Pflanzenschutzmittel unter anderem in der Landwirtschaft verwendet. Ein gesundheitliches Risiko kann durch den Verzehr der Sauerkirschen nicht ausgeschlossen werden, deshalb wird dringend vom Verzehr der Sauerkirschen abgeraten. Weiterhin entschuldigt sich der Hersteller Greenyard Frozen Poland Sp. z o.o bei den Käufern des vom aktuellen Rückruf betroffenen Produktes für die Unannehmlichkeiten. Das betroffene Produkt wurde bei Kaufland verkauft.

Kirschen im Rückruf
Diese Kirschen sind vom Rückruf betroffen © Quelle: produktwarnung.eu

Rückruf: Pestizide in Sauerkirschen - Deshalb sollte das Produkt nicht konsumiert werden

Dimethoat und Omethoat sind beides Pestizide. Gelangen sie in die Nahrungsmittel, kann das viele verschiedene Symptome verursachen. In zu hoher Konzentration können sie Vergiftungen auslösen. In den Körper gelangen die Pestizide auf unterschiedlichen Wegen, schreibt das Fachmagazin MSD Manual. Beispielsweise über Hautkontakt oder über die Einnahme von Lebensmitteln, wie bei den vom Rückruf betroffenen Sauerkrischen.

Das sind Pestizide

Der Begriff Pestizide bezeichnet unter anderem Herbizide, Insektizide und Fungizide. Unter den Begriff fallen zahlreiche Stoffe, die als Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Ihr Ziel ist es, unerwünschte Organismen, wie etwa Unkraut oder schädigende Insekten abzuwehren. Das soll helfen, ihren landwirtschaftlichen Ertrag zu steigern, schreibt der BUND.

Symptome einer Pestizid-Vergiftung können laut MSD Manual Herzrasen und Atemnot sein. Dieselben Eigenschaften der Pestizide, die sie für Insekten tödlich machen, können auch für Menschen schädlich sein. Besonders gefährlich ist, dass einige Pestizide bei der Einnahme nicht wahrgenommen werden, weil sie keinen Geschmack haben. Viele Obst- und Gemüsesorten können mit Pestiziden belastet sein.

Aktuell sind gefrorene Kirschen im Rückruf. (Symbolbild)
Aktuell sind gefrorene Kirschen im Rückruf. (Symbolbild) © Imago/velkol

Rückruf von Tiefkühl-Obst: Das können Sie jetzt mit den betroffenen Kirschen machen

Kaufland, der deutsche Vertreiber der Sauerkirschen, reagierte umgehend. In der Stellungnahme des Herstellers schreibt Kaufland, dass die vom Rückruf betroffenen Kirschen in allen Kaufland-Filialen zurückgegeben werden können. Das geht auch, wenn man den Kassenzettel nicht mehr vorzeigen kann. In den Filialen wird den Kunden der Kaufpreis der betroffenen Sauerkirschen erstattet. Zu Lebensmittelrückrufen kommt es immer wieder. Erst vor kurzem gab es beispielsweise auch einen großen Wurstrückruf wegen Listerien. (Kilian Bäuml)

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