Verkauf auch über Online-Shop

Rückruf bei Edeka und Rewe: Vorsicht, Parasiten! Infektionsgefahr droht

Rückruf bei Rewe und Edeka: Die Supermarkt-Ketten rufen Fleisch zurück, weil es Parasiten enthalten kann. Es besteht erhöhte Infektionsgefahr.

  • Fleisch vom Wildschwein ist von einem Rückruf* betroffen.
  • Das Produkt kann Parasiten enthalten und Infektionen auslösen.
  • Der betroffene Artikel wurde auch bei Rewe* und Edeka* verkauft.

Kassel - Ob auf dem Grill, in der Pfanne oder im Ofen - Fleisch ist ein beliebtes Nahrungsmittel. Der Konsum von Fleisch in Deutschland wird vom Bundesmarktverband für Vieh und Fleisch auf rund 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr geschätzt. Jetzt ist ein beliebtes Produkt, dss bei Rewe und Edeka verkauft wird, vorsorglich von einem Rückruf betroffen.

Wie das Unternehmen Jagdhaus Rech, ein Wildverarbeitungsbetrieb, mitteilt, wird freiwillig ein Artikel aus Wildschweinfleisch zurückgerufen. Dabei handelt es sich um „Wildschwein-Fleischstücke einschließlich Innereien“. Betroffen sind die Produkte, die in der Zeit vom 24.06.2020 bis zum 01.07.2020 verkauft wurden.

FirmaJagdhaus Rech
BeschreibungHotel, Restaurant und Wild-Manufaktur
SitzRech, Rheinland-Pfalz
BetreiberFamilie Bitzen

Rückruf bei Rewe und Edeka: Fleisch womöglich mit Parasiten belastet

Bei dem Fleisch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bestandteile eines nicht auf Trichinen untersuchtes Wildschweins verarbeitet wurde. Dabei ist die Trichinenuntersuchung eine Pflichtuntersuchung von Fleisch für den menschlichen Verzehr. Die Produkte wurden über den Einzelhandel, wie Rewe und Edeka, sowie über den Onlineshop des Betriebs vermarktet. Diese Bundesländer sind von dem Rückruf betroffen:

  • Rheinland-Pfalz
  • Nordrhein-Westfalen

Rückruf von Fleisch bei Rewe und Edeka: Firma entschuldigt sich für Vorfall

Kunden, die „Wildschwein-Fleischstücke einschließlich Innereien“ erworben haben, werden gebeten, den Rückruf zu beachten. Vom Verzehr wird abgeraten.

Verbraucher können das von dem Rückruf betroffene Fleisch gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihrer Rewe oder Edeka Filiale oder bei der Firma Jagdhaus Rech zurückgeben. Der Betrieb bedauert den Vorfall sehr und entschuldigt sich für alle Unannehmlichkeiten.

Rück bei Rewe und Edeka: Fleisch kann Parasiten enthalten und Infektionen hervorrufen.

Rückruf von Fleisch bei Rewe und Edeka: Andere Produkte nicht betroffen

Die Firma Jadghaus Rech hat bereits weitere Maßnahmen getroffen, damit dies künftig nicht mehr vorkommt. Andere Produkte des Betriebs seien allerdings nicht betroffen. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den Verzehr von rohem Fleisch, welches infektionsfähige Muskellarven enthält.

Das von dem Rückruf betroffene Fleisch, das bei Rewe und Edeka verkauft wurde, könnte durch Trichinen verunreinigt sein. Trichinen sind winzige Fadenwürmer mit parasitischer Lebensweise. Säugetiere, somit auch Menschen, und Vögel dienen als Wirt.

Rückruf bei Rewe und Edeka: Fleisch könnte Parasiten enthalten

Die Parasiten können die Infektionskrankheit Trichinellose hervorrufen. Akute Infektionen in Deutschland sind meldepflichtig. Die Infektion, die durch das von dem Rückruf betroffene Fleisch ausgelöst werden kann, führt in der Regel zu Schwindel, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Sollten sich Larven im Körper verbreiten, treten weitere Symptome wie Schwäche, Fieber und Wassereinlagerungen im Gesicht auf. Diese können sogar bis zu einem Jahr anhalten. Danach verschwinden die Symptome meist folgenlos wieder. Ein tödlicher Verlauf kommt besonders bei einem stärkeren Befall des Herzens vor.

Weitere Produkte von Rückruf bei Rewe und Edeka betroffen

Rückruf von Wurst bei Edeka: In einigen Märkten wurde Leberwurst verkauft, die aufgrund eines Produktionsfehlers für die Verbraucher gesundheitsgefährdend sein kann.

Rückruf bei Rewe, Edeka und Müller: Smoothie „Frank Juice“ kann eine Allergie auslösen - es besteht akute Gesundheitsgefahr.

Bei Lidl gab es ebenfalls einen Rückruf*. Hier wurde ein Pizza-Produkt zurückgerufen, die Soße birgt die Gefahr von inneren Blutungen. (Karolin Schaefer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg

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