Asthma-Gefahr

Warnung vor Suppe: Bundesamt sieht Gesundheitsgefahr - doch der Hersteller schweigt

Aktuell wird wegen gefährlicher Inhaltsstoffe vor einer Suppe gewarnt. Der Hersteller hat sich allerdings noch nicht geäußert.

Dortmund – In einer verzehrfertigen Suppe wurden gefährliche Inhaltsstoffe nachgewiesen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt daher vor dem Verzehr. Und es gibt weitere schlechte Nachrichten für Verbraucher, die das betroffene Produkt bereits zu Hause haben.

BehördeBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Gründung2002
HauptsitzBraunschweig, Niedersachsen

Warnung vor Suppe: Bundesamt warnt, offizieller Rückruf fehlt

Konkret wurden in der Kartoffelsuppe der Marke C‘EUS Sulfite nachgewiesen. Hierbei handelt es sich um Salze und Ester der schwefeligen Säure H2SO3. Sulfite kommen als Konservierungsmittel in verschiedenen Lebensmitteln vor, darunter Wein, Trockenobst und eben in Kartoffelprodukten. Auch bei Oliven haben Sulfite schon für Rückrufe gesorgt*.

In der Suppe von C‘EUS seien die Sulfitwerte laut dem BVL stark erhöht – potenziell droht hier eine Gesundheitsgefahr. Vor allem Menschen mit Überempfindlichkeit gegen Sulfite können schon nach dem Verzehr kleiner Mengen Unverträglichkeitsreaktionen zeigen.

Dazu zählen Symptome wie Asthma, Bronchospasmen, anaphylaktoide Reaktionen, Urticaria und niedriger Blutdruck. Ein offizieller Rückruf ist bisher allerdings ausgeblieben. Der Hersteller hat sich noch nicht zu der Warnung des BVL geäußert. Anders sieht das bei Wurst aus, die aktuell von einem Rückruf betroffen ist*.

Bundesamt rät, Suppe zurückzugeben – doch es gibt einen Haken

Von der Warnung betroffen ist konkret das folgende Produkt:

  • Produkt: Kartoffelsuppe
    Verpackungseinheit: Rolle mit 420 Gramm
    Marke: C’EUS
    Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH): 05.12.2021, 12.12.2021 und 19.12.2021
    Chargen: 36, 37 und 38

Das BVL rät Verbrauchern dazu, das Produkt in die jeweilige Einkaufsstätte zurückzubringen – obwohl noch kein offizieller Rückruf ausgesprochen wurde. Ohne diesen sind Verbraucher auf die Kulanz des Supermarktes angewiesen. Denn im stationären Einzelhandel besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht, wie unter anderem die Verbraucherzentrale mitteilt (mehr Warnungen und Rückrufe* bei RUHR24 lesen).

Das Portal produktwarnung.eu kritisiert das Ausbleiben des Rückrufes. „So ist nicht gewährleistet, dass möglichst viele Endverbraucher diese Information auch erhalten“, heißt es dort. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa; Collage: RUHR24

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