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Ausgerechnet an den Weihnachtstagen: Schoko-Weihnachtsmänner im Rückruf

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Von: Stella Henrich

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Verbraucherschützer warnen vor dem Verzehr des Schoko-Weihnachtsmanns der Firma Hans Riegelein & Sohn. Das Produkt wurde in zehn Bundesländern verkauft. In dem Artikel wurden Salmonellen gefunden.

Cadolzburg ‒ Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG den Artikel Weihnachtsmann aus Vollmilch-Schokolade der Marke „Santa Claus in town“ in der 200 Grammpackung auf dem Handel zurück. Der Artikel wurde in Filialen von Netto in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft. Das teilt das Unternehmen jetzt in einer Presseerklärung mit.

Angaben zum Produktrückruf:

Bild zeigt Schoko-Weihnachtsmann der Firma Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG
Rückruf: „Santa Claus in town“-Weihnachtsmann aus Vollmilch-Schokolade der Firma Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG. © Hans Riegelein & Sohn GmbH & Co. KG (Hersteller)
ProduktWeihnachtsmann aus Vollmilch-Schokolade der Marke „Santa Claus in town“
HerstellerHans Riegelein und Sohn GmbH Co. KG
Mindesthaltbarkeitsdatum31.07.2023
LosnummerL-102293N
Packungsgröße200 Gramm
Grund des RückrufsSalmonellen Befund
Verkauft beiNetto Marken Discount
Betroffene BundesländerBaden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Hotline Kundenservice0 800 - 20 00 01 5 Mo. - Sa 6 bis 22.30 Uhr

Warnung vor Verzehr: Schoko-Weihnachtsmann mit Salmonellen belastet - Produkt in den Handel zurückbringen

Des weiteren teilt das Unternehmen mit Sitz in Cadolzburg im Landkreis Fürth mit, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass „einzelne Packungen mit der aufgeführten Chargennummer des Weihnachtsmanns aus Vollmilch-Schokolade mit Salmonellen belastet sind“, wie Merkur.de berichtet. Ein Verzehr könnte daher zu gesundheitlichen Problemen führen. Nach eigenen Angaben wurde das Produkt umgehend auf dem Verkauf genommen.

Weitere Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdaten oder andere Produkte der Marke „Santa Claus in town“ sind offenbar von dem Rückruf nicht betroffen. Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in einer Netto-Filiale zurückgeben. Darüber informiert der Lebensmittel-Discounter seine Kunden auf seiner Online-Shop-Seite.

Warnung vor Verzehr: Schoko-Weihnachtsmann kann zu einer Salmonellen-Erkrankung führen - bestimmte Personen besonders gefährdet

Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber. Die Beschwerden klingen meist nach mehreren Tagen von selbst wieder ab. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können dennoch schwerere Krankheitsverläufe entwickeln. Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten daher ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen. Sich ohne Symptome vorbeugend in ärztliche Behandlung zu begeben, ist nicht sinnvoll.

Öko-Test hat Schoko-Nikoläuse unter die Lupe genommen. (Symbolfoto)
Ausgerechnet in der Weihnachtszeit werden Schoko-Weihnachtsmänner zurückgerufen (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Laut dem Portal Infektionsschutz.de handelt es sich bei Salmonellen um Bakterien. Am häufigsten gelangen die Salmonellen über Lebensmittel in den Verdauungstrakt des Menschen. Sie können sich schnell auf ungekühlten Lebensmitteln vermehren. Die Bakterien gelangen unter Umständen auch durch schlechte Küchenhygiene ins Essen - zum Beispiel über verunreinigte Schneidebretter oder Oberflächen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist über eine Schmierinfektion ebenfalls möglich. Dabei werden die Bakterien aus dem Darm über kleinste Spuren von Stuhlresten von Erkrankten an den Händen weitergetragen. Von der Hand gelangen die Erreger in den Mund. Ansteckungen über direkten Kontakt mit heimischen Tieren sind selten. Reptilien wie Schlangen, Bartagamen - eine Eidechsenart - oder Schildkröten scheiden hingegen öfter Salmonellen aus. Am ehesten stecken sich Tierbesitzer bei ihren Haustieren über den Tierkot an. 

Erst kürzlich testete die Stiftung Warentest insgesamt 23 Schoko-Nikoläuse. Dabei zeigte sich, dass die wenigsten davon zum Anbeißen sind. Nur sieben erreichten die Note „Gut“ der Verbraucherschützer. Darunter übrigens auch der von Netto.

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