1. Startseite
  2. Verbraucher

Rückruf für Wein gestartet: Flaschen können explodieren

Erstellt:

Von: Kilian Bäuml

Kommentare

Weinliebhaber müssen aufpassen, denn ihr letzter Einkauf könnte gefährlich sein. Bei zwei Weinen besteht das Risiko, dass die Flaschen explodieren.

Kassel – Zum Feierabend oder zu einem guten Essen gehört für viele auch ein Glas Wein. Dass davon eine Gefahr ausgehen könnte, wird wahrscheinlich nicht vermutet. Genau das könnte jetzt jedoch bei zwei Sorten Wein der Fall sein. Es besteht die Möglichkeit, dass die Flaschen explodieren können. Weinliebhaber sollten deshalb besser vorsichtig sein – das müssen Sie wissen:

Bei den betroffenen Flaschen besteht die Gefahr einer Nachgärung. Die kann laut zu einer sogenannten Bombage führen, bei der die Flasche explodiert, schreibt der Hersteller Weingut Rieger.

Diesen beiden Sorten Wein befinden sich im Rückruf

Wie der Händler in einem Statement berichtet, handelt es sich um die beiden folgenden Sorten:

Weine können nachgären
Diese beiden Weine können von Nachgärung betroffen sein. © Hersteller: Weingut Rieger

Bei beiden Produkten handelt es sich eigentlich um alkoholfreie Weine, durch die Nachgärung befindet sich jedoch trotzdem Alkohol in den betroffenen Flaschen. Kunden der betroffenen Produkte werden darum gebeten, sich beim Hersteller zu melden und bekommen den Kaufpreis erstattet. Die Kontaktdaten sind in der Mitteilung angegeben.

Rückruf von Wein: Auf diese Anzeichen achten

Der Hersteller benennt folgende Anzeichen, an denen sich Kunden orientieren können, um festzustellen, ob ihr Wein nachgärt.

Wein im Rückruf: Bombage durch Nachgärung in Flaschen

Bei der Gärung wird der Zucker im Wein in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Dieser Vorgang wird gestoppt, wenn das Produkt fertig für den Verkauf ist. Stoppen kann man den Gärvorgang zum Beispiel durch das sogenannte Schwefeln, heißt es auf dem Portal weinkenner.de. Wird der Wein nicht ausreichend behandelt, um haltbar zu bleiben, kann es zur Nachgärung kommen. Laut dem Hersteller entsteht in diesem Fall weiterhin Kohlensäure in den Flaschen und der Druck innerhalb der Flasche steigt. Das geht laut so lange weiter, bis die Flasche dem Druck nicht mehr standhalten kann und explodiert.

Winzer entnimmt Probe
Eine Trübe Farbe deutet darauf hin, dass der Wein weiter gärt. (Symbolbild) © Klaus W. Schmidt/Imago

Doch auch wenn die Flasche unbeschadet bleibt, macht sich spätestens im Glas ein Geschmacksunterschied bemerkbar. Im Gärvorgang ändert sich das Aroma des Weins. Wird der Gärvorgang nicht vollständig beendet, verändert sich auch das Aroma weiter und wird stark beeinträchtigt, schreibt das Online-Magazin magazin.wein.com. Stellt man einen seltsamen Geschmack fest, schüttet man den Wein besser weg.

Nicht nur eine Bombage von Weinflaschen kann zu Glassplittern führen. Erst kürzlich wurden auch Glassplitter in Tomatensoße gefunden und deshalb dringend zurückgerufen. (kiba)

Auch interessant

Kommentare