Explosionsgefahr droht

XXL-Rückruf von Getränken: Hersteller warnen Verbraucher vor fünf Produkten

Es ist ein Rückruf von besonderes großem Kaliber. Gleich mehrere Getränke-Hersteller müssen verschiedene Sorten ihrer Produkte aus dem Verkauf nehmen. Das Problem ist jedoch immer das gleiche.

NRW – Normalerweise werden Produkte aufgrund von Keimen, Bakterien oder anderen Verunreinigungen zurückgerufen*. Alkoholbildung und Explosionsgefahr kommen weitaus seltener vor. Doch genau das ist der Grund für den aktuellen Rückruf. Da er zwei Hersteller und damit auch mehrere Getränke betrifft, sollten Kunden genau hinsehen, ob sie möglicherweise von der Warnung betroffen sind.

Großer Getränke-Rückruf: Ungewollte Gärprozesse können zur Gefahr werden

Insgesamt umfasst der Rückruf* fünf verschiedene Getränke von zwei verschiedenen Herstellern. Bei beiden wurde jedoch im Rahmen von einer Qualitätskontrolle festgestellt, dass einzelne Flaschen eine fehlerhafte Gärung durchlaufen. Das führt dazu, dass sich in den Flaschen ungewollt Alkohol bilden kann.

Die alkoholische Gärung – in der Regel ausgelöst durch den Zusatz von Hefe – ist in einigen Fällen sogar gewollt. Beispielsweise, wenn man aus Traubensaft Wein oder aus Apfelsaft Most herstellen will. Bei Produkten wie Apfel-, Traubenschorle oder Grapefruit-Limo sollte das jedoch nicht sein. Denn nicht nur, dass die vermeintlich alkoholfreien Getränke plötzlich Alkohol enthalten, sondern auch, weil bei dem Prozess zusätzlich noch Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird.

Findet der Gärprozess in einem dafür ungeeigneten Behältnis – wie beispielsweise einer Glasflasche – statt, kann das fatale Folgen haben. Beide Hersteller warnen daher davor, dass es bei den von dem Rückruf betroffenen Getränken* zum Bersten der Flaschen kommen kann. Sprich: Die Flaschen können explodieren.

Rückruf von Getränken: Zwei Hersteller warnen ihre Kunden

Dabei können Kunden sich durch die Scherben verletzen. Sowohl die Markengetränke Schwollen GmbH als auch die Hochwald Sprudel Schupp GmbH appellieren daher dringend an die Kunden, den Rückruf ernst zu nehmen und betroffene Flaschen vorsichtig zu entleeren.

Ob in dem Getränk eine ungewollte Gärung stattfindet, könne man daran erkennen, dass sich in der Flasche ein Bodensatz gebildet hat, heißt es vonseiten der Getränke-Fabrikanten. Weiterhin können Kunden anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums nachvollziehen, ob sie von der Warnung betroffen sind. Die Angaben finden rechts unten auf den Hauptetiketten der Flaschen.

Rückruf von Getränken: Fehler bei mehreren Saftschorlen und Sport-Limos

Konkret sind von dem Rückruf folgende Getränke betroffen:

  • Hochwald Sprudel Schupp GmbH
  • Hochwald Apfelschorle (Mehrweg Glasflasche)
    Inhalt: 0,75 Liter
    Mindesthaltbarkeitsdatum 11.06.22
  • Hochwald Traubenschorle (Mehrweg Glasflasche)
    Inhalt: 0,75 Liter
    Mindesthaltbarkeitsdatum 11.08.22
  • Die Saftschorlen wurden hauptsächlich in Getränkemärkten in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, NRW und Hessen angeboten.
Diese Saftschorlen sind von einem Rückruf betroffen.

Die Markengetränke Schwollen GmbH muss folgende Getränke aus dem Verkauf ziehen:

  • Berg Quellen Apfelschorle (Mehrweg Glasflasche)
    Inhalt: 0,7 Liter
    Mindesthaltbarkeitsdatum 23.06.22
  • Berg Quellen Iso Sport Pink Grape (Mehrweg Glasflasche)
    Inhalt: 0,7 Liter
    Mindesthaltbarkeitsdatum 18.06.22
  • Berg Quellen Iso Sport Grape Zitrone (Mehrweg Glasflasche)
    Inhalt: 0,7 Liter
    Mindesthaltbarkeitsdatum 18.06.22
  • Die Getränke der Markengetränke Schwollen GmbH wurden vorwiegend in Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, NRW und Hessen verkauft.
Diese drei Getränke der Markengetränke Schwollen GmbH sind vom Rückruf betroffen.

Rückruf: Das müssen Kunden über die betroffenen Getränke wissen

Beide Hersteller versichern ihren Kunden, dass nur die genannten Getränke von dem Rückruf betroffen sind. Andere Produkte der Marke Hochwald oder Berg Quellen sowie andere Mindesthaltbarkeitsdaten können bedenkenlos getrunken werden.

Sollte Kunden jedoch die betroffene Charge gekauft haben, können sie die Flaschen nach dem Entleeren zurückgeben. Sie bekommen dann auch ohne Vorlage des Kassenbons neue Getränke oder den Kaufpreis erstattet. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa, Collage: RUHR24

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