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Beliebte Erdnussbutter im Rückruf – Hersteller warnt vor Salmonellen

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Von: Fee Halberstadt

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Brotaufstrich ist mit Salmonellen infiziert, weswegen er zurückgerufen wird
Viele der Jif-Erdnussbutterprodukte sind von einem aktuellen Rückruf betroffen. © imago

Die Erdnussbutter von JiF ist aktuell von einem Rückruf betroffen: Der US-Hersteller warnt vor Salmonellen in den Produkten – es besteht Gesundheitsgefahr.

Kassel – Ein US-amerikanischer Hersteller veröffentlicht einen Rückruf für einen beliebten Brotaufstrich, den es auch in Deutschland zu kaufen gibt. Das Produkt sei möglicherweise mit Salmonellen verunreinigt, weshalb von dem Verzehr dringend abgeraten wird. Gelangen Salmonellen in den menschlichen Körper, kann dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Betroffen von dem aktuellen Rückruf sind die Jif-Erdnussbutterprodukte, wie die J.M. Smucker Company in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) berichtet. Welche der betroffenen Produkte auch in Deutschland verkauft werden, ist bislang unklar, wie produktwarnung.eu berichtet. Eine entsprechende Anfrage würde aktuell laufen.

Viele Erdnussbutter-Produkte von US-Hersteller betroffen: Salmonellen nachgewiesen

Neben der Produktsorten gibt auch die Lotnummer darüber Auskunft, ob das jeweilige Produkt betroffen ist. Die Lotnummer befindet sich unter dem Mindesthaltbarkeitsdatum des Produktes. Liegt die Nummer zwischen 1274425 und 2140425, ist das Produkt von dem Rückruf betroffen. Die Liste der betroffenen Produkte ist lang:

Da Salmonellen eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen können, sollten die Produkte mit den entsprechenden Lotnummern vorsichtshalber nicht verzehrt werden. Bei Salmonellen handelt es sich um ein Bakterium, das sich im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier vermehren und überleben kann.

Was sind Salmonellen?

Salmonellen sind Bakterien, die eine Lebensmittel-Infektion verursachen können und gelangen häufig über Lebensmittel in den Verdauungstrakt des Menschen. Sie vermehren sich im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren und verursachen Durchfall.

Diese Lebensmittel sind häufig mir Salmonellen belastet

Die Bakterien können sich schnell auf ungekühlten Lebensmitteln vermehren. Rohe und nicht vollständig durchgegarte Eier und Ei-Produkte wie Mayonnaise oder roher Kuchenteig sind schnell mit Salmonellen befallen. Ebenfalls oft betroffen sind Eis, rohes Fleisch, rohes Hack und Rohwurstsorten wie Mett und Salami.

Ansteckung und Ausbruch

Eine Salmonellen-Infektion hat oft ihre Ursache im Verzehr von befallenen Lebensmitteln. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist jedoch auch über eine Schmierinfektion möglich. Nach einer Infektion bricht die Erkrankung innerhalb von sechs bis 72 Stunden aus. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert auf ihrer Webseite ausführlich über Salmonellen.

Gesundheitliche Gefahr: Salmonellen in Brotaufstrich

Symptome wie plötzlicher Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, gelegentliches Erbrechen und ein allgemeines Unwohlsein können Hinweise auf eine Salmonellen-Vergiftung sein. Die Beschwerden können über mehrere Tage anhalten und klingen dann meist von alleine wieder ab, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) erklärt. Bei schweren Verläufen kann es sogar zu einer gefährlichen Sepsis, also einer Blutstrominfektion, kommen. Dies ist allerdings eher selten der Fall.

Nicht vollständig durchgegarte Eier, Eiprodukte wie Mayonnaise, Cremes oder Salate auf Eierbasis sind für die Bakterien nährreicher Boden. Ebenso kann roher Kuchenteig oder Speiseeis von einer Salmonellenkontamination betroffen sein. Ebenfalls gefährdet ist rohes Fleisch und Rohwurstsorten, beispielsweise Mett und Salami. Erst vor wenigen Wochen startete ein Hersteller einen dringenden Rückruf von Schokolade, wegen der Gesundheitsgefahr durch Salmonellen und vor Ostern sorgte der Schoko-Riese Ferrero mit einem Salmonellen-Skandal für Aufregung. (fh)

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