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Schnee: Mehr als gefrorener Wasserdampf

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Von: Julia Schöneseiffen

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Schnee ist bei vielen beliebt, vor allem bei Kindern und Wintersportlern. Wir erklären, wie er entsteht und welche Gefahren er mit sich bringt.

Kassel – Im Winter warten viele Menschen sehnsüchtig auf den Schnee. Klein und Groß singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit?“. Doch wann schneit es und was ist Schnee überhaupt?

Art des NiederschlagsSchnee
Wann schneit es?Bei Temperaturen von minus vier bis minus 20 Grad in den Wolken.
Was ist Schnee?Schnee ist fester Niederschlag.

Unter welchen Bedingungen schneit es?

Damit Schnee fallen kann, ist nicht die Temperatur auf der Erde entscheidend. Vielmehr muss in den Wolken eine gewisse Kälte herrschen. Schnee bildet sich, wenn in den Wolken zwischen minus vier und minus 20 Grad herrschen. Ab minus 30 Grad findet keine Schneebildung mehr in den Wolken statt, da die Luft nicht genug Feuchtigkeit enthält.

Passieren die Schneeflocken bei ihrem Fall auf die Erde eine Luftschicht, deren Temperatur über null Grad Celsius liegt, schmelzen sie und kommen nicht bei uns an. Herrschen Boden-Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts, bleibt der Schnee nicht liegen und schmilzt ebenfalls.

Was genau ist Schnee?

Schnee ist fester Niederschlag, der meist aus verzweigten kleinen Eiskristallen besteht. Die Kristalle können verschiedene Formen annehmen, von hexagonalen Säulen bis zu Sternchen. Die Kristallform hängt dabei hauptsächlich von der Temperatur ab. Bei Temperaturen um die null Grad Celsius fällt Schnee überwiegend in Form von großen und lockeren Schneeflocken, bestehend aus zusammengeketteten Kristallen. Bei tieferen Temperaturen nimmt er die Form von Schneesternchen, Eisplättchen oder Eisnadeln an.

Winterlandschaft mit Bäumen und Schnee
Bei Temperaturen um null Grad fällt Schnee meist in Form großer, lockerer Schneeflocken. © Elena Elisseeva/IMAGO

Wie bestimmt man die Stärke des Schneefalls?

Um die Stärke des Schneefalls zu bestimmen, wird die Menge an Niederschlag in Zentimeter pro Stunde angegeben. Dieser Wert wird auch oft in Prognosen zum erwartbaren Schneefall verwendet.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestimmte die Schneefall-Stärke wie folgt (in Lagen bis 800 Meter):

Bei starkem Schneefall warnt der DWD basierend auf seiner Wettervorhersage. Weist eine Region in Deutschland über zehn Zentimeter Schneefall in sechs Stunden oder mehr als 15 Zentimeter in 12 Stunden auf, dann ist von einem Unwetter die Rede.

Wie lässt sich Schnee unterscheiden?

Schnee lässt sich anhand verschiedener Faktoren unterschieden, wie Feuchtigkeit und Alter:

Neuschneeist frisch gefallener Schnee, der nicht länger als drei Tage liegt
Altschneeist Schnee, der bereits länger als drei Tage liegt und bereits in seinen Eigenschaften (Struktur, Dichte, Wasseranteil) verändert ist
Firnschneeist Schnee in Hochgebirgslagen, der seit mindestens einem Jahr liegt. Er entsteht durch vielfaches Auftauen und Wiedergefrieren
Pappschneeist feuchter und durchnässter Schnee. Er fällt meist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt
Pulverschneeist trockener Schnee, der noch nicht verfestigt oder verdichtet ist. Er fällt meist bei Temperaturen zwischen minus 2 und minus zehn Grad
Schneesturmist ein Sturm, der mit starkem Schneefall einhergeht, wobei häufig innerhalb kurzer Zeit große Schneemengen fallen
Blizzardist ursprünglich die Bezeichnung für einen starken Schneesturm in Nordamerika. In Mitteleuropa sind Wetterlagen, die einen Blizzard verursachen können, eher selten. Niederschläge fallen hier in winterlichen Stürmen zumeist als Regen

Wenn es in Deutschland schneit, ist dies ein Zeichen für den Winter. Die Härte eines Winters wird in der Klimatologie unter anderem anhand der Anzahl der Eistage ermittelt. Ein Eistag ist ein Tag, an dem das Maximum der Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes (unter null Grad Celsius) liegt. Das bedeutet, es herrscht durchgehend Frost.

Aktivitäten im Schnee

Schnee ermöglicht einige beliebte Aktivitäten im kalten Winter:

Freuen Sie sich über viel Schnee im Winter?

Die Gefahren von Schnee

Schneit es jedoch zu viel, kann das Winter-Wetter auch zur Gefahr werden. So können etwa Gebäude und Stromleitungen unter der Last des Schnees zusammenbrechen. Außerdem können Bäume umstürzen oder Äste herabfallen und Menschen oder Autos unter sich begraben. In Gebirgen kann starker Schneefall den Abgang von Lawinen fördern und damit ebenfalls Menschenleben gefährden.

Durch seine Struktur reflektiert Schnee extrem viel Sonnenlicht und kann auch zu Blindheit führen. Denn ohne Schutz können Hornhaut und Bindehaut im Auge verbrennen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Die daraus resultierende Schneeblindheit kann mit schmerzhaften Sehstörungen einhergehen. (jsch)

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