Nur kompletter Reset hilft

Fake-SMS lädt Virus auf Smartphone - Mobilfunkanbieter warnt vor hohen Kosten

Eine Person tippt mit ihrer linken Hand auf einem Handy herum.
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Kunden des Mobilfunkbetreibers O2 müssen aufpassen: Eine Fake-SMS kann das Smartphone mit einem Virus schädigen und horrende Kosten verursachen. (Symbolfoto)

Ein Mobilfunkanbieter warnt vor einer Fake-SMS, die hohe Kosten verursachen kann. Außerdem könnte ein Virus das Smartphone beschädigen.

  • Der Mobilfunkanbieter O2 warnt seine Kunden vor einer Fake-SMS.
  • Ein darin erhaltener Link könnte ein Virus auf das Smartphone laden.
  • Entfernen lässt sich die Schadsoftware wohl nur mithilfe eines kompletten Resets.

Kassel - Der Mobilfunkanbieter O2 warnt seine Kunden derzeit vor schädlichen SMS. Wie der Mutterkonzern Telefónica mitteilt, wurden in den letzten Wochen sogenannte „Phishing“-Nachrichten an einige Kunden verschickt. Die schädlichen Nachrichten stammen allerdings nicht von O2, sondern von Betrügern. Betroffen sind scheinbar nur Smartphones, die das Betriebssystem Android nutzen.

Die SMS, welche unter dem Absendernamen O2 die Kunden erreichen, informiert den Empfänger über ein angeblich zugestelltes Paket. Um mehr zu erfahren, müsse man nur den beigefügten Link anklicken. Laut dem Unternehmen könnte dieser einfache Klick schon ausreichen, dass Schadsoftware auf das Smartphone gespielt wird. Wer das zu spät bemerkt, dürfte sich wenige Wochen später über eine saftige Rechnung wundern.

SMS werden ins Ausland verschickt: O2-Kunden sollen Kontos überprüfen

Die an O2-Kunden verschickte Schadsoftware soll nämlich unter anderem dafür sorgen, dass vom Android-Smartphone aus SMS ins Ausland verschickt werden. Ist diese Option nicht vom Handyvertrag gedeckt, wird es schnell sehr teuer. Wer demnächst also eine suspekt wirkende SMS von O2 erhält, in denen von einem Paket oder einer Bestellung die Rede ist, sollte unbedingt vorsichtig sein.

Es empfiehlt sich, in einem solchen Fall lieber direkt im eigenen O2-Konto, etwa über die App oder Website, nach angeblichen Bestellungen oder Aufträgen zu schauen. Die SMS sollte in jedem Fall einfach gelöscht werden. Ratsam ist es ohnehin, unbekannten Links in SMS, E-Mails oder auch Whatsapp*-Nachrichten stets mit einer gesunden Skepsis zu begegnen. Denn aktuell wird auch über den Messenger Whatsapp ein gefährliches Virus verbreitet. Das perfide: Die Nachrichten kommen von Freunden und Bekannten - ohne deren wissen.

O2: Fake-SMS könnte Trojaner-Virus auf das Smartphone laden

Doch auch für alle, die in der Vergangenheit bereits auf einen betrügerischen Link geklickt haben, hat O2 einen deutlichen Rat: Um wirklich sicherzugehen, dass die Schadsoftware vom Android-Smartphone verschwindet, sollte man das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Laut dem Mobilfunkbetreiber sei nämlich nicht ausgeschlossen, dass Trojaner-Versionen im Umlauf sind, die sich nicht ganz so leicht entfernen lassen.

Vor dem Rest sollten Nutzer sicher gehen, dass wichtige Daten wie Bilder, Videos und Kontakte zuvor gesichert worden sind. Dies ist beispielsweise mithilfe eines Computers oder aber auch gewissen Cloud-Servern möglich. Eine Anleitung zur Entfernung der Schadsoftware ist auch auf der Telefónica-Website zu finden. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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