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Steuerrückerstattung per SMS? Was Sie jetzt tun sollten

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Von: Vivian Werg

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Die Bundesnetzagentur warnt aktuell vor einer neuen SMS-Masche. Betrüger locken ihre Opfer mit einer angeblichen Steuerrückerstattung. Was Sie wissen sollten.

Kassel – Durch Beschwerden ist die Bundesnetzagentur (BNetzA) darauf aufmerksam geworden, dass Verbraucherinnen und Verbraucher von verschiedenen Mobilfunkrufnummern Kurznachrichten über eine vermeintliche Rückerstattung des Finanzamts erhalten haben. Die Höhe der angeblich fälligen „Rückerstattung“ lag dabei stets bei mehreren Hundert Euro.

Die BNetzA hat daraufhin zahlreiche Mobilfunkrufnummern abgeschaltet, deren Nutzer die Empfängerinnen und Empfänger über den Versand von Kurznachrichten vermeintliche Steuerrückerstattungen in Aussicht gestellt hatten. „Wir gehen gegen betrügerische Nachrichten über Steuerrückerstattungen vor, indem wir die missbräuchlich genutzten Rufnummern konsequent abschalten“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Angebliche Steuerrückerstattung: Fake-Internetseiten enthielten Logos von bekannten Banken

Um die „Rückerstattung“ zu erhalten, sollten die Betroffenen auf einen mitgeschickten Link klicken. Die Links führten auf Internetseiten, die unter Verwendung der Logos bekannter Banken- und Kreditinstitute gestaltet waren. Auf diesen Seiten sollten die Empfängerinnen und Empfänger der Nachrichten ihre Bankzugangsdaten eingeben, um die Zahlung der „Rückerstattung“ auszulösen.

Lästige Kurznachrichten gibt es immer. Kritisch sind solche, die auf Betrug aus sind.
SMS-Betrug: Die Bundesnetzagentur warnt vor angeblicher Steuerrückerstattung (Symbolbild) © stock&people/ Imago

Tatsächlich liegt keine fällige Rückerstattung vor. Es besteht die Gefahr, dass die ausgespähten Daten für kriminelle Zwecke verwendet werden.

Angebliche Steuerrückerstattung: Was Sie bei Erhalt dieser SMS tun sollten

Die BNetzA warnt davor, in derartigen Kurznachrichten angegebene Links zu öffnen oder anschließend Daten einzugeben.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits Kontodaten preisgegeben haben, sollten sich dringend mit ihrem kontoführenden Kreditinstitut in Verbindung setzen und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Auf der Website der Bundesnetzagentur sind aktuelle Hinweise und Maßnahmen zusammengefasst. Die wichtigsten haben wir nachfolgend aufgeführt:

Betrugsversuche über Telefon, Whatsapp oder E-Mail häufen sich aktuell. Wer Opfer unerlaubter Werbeanrufe geworden ist, kann diese auch bei der BNetzA anzeigen. Wenn man dagegen Opfer eines Trickbetrügers geworden ist, der mit dem Anruf auf sensible Daten wie Kennwörter oder Bankdaten gelangen wollte, kann man sich laut BNetzA an die Strafverfolgungsbehörden wenden. (Vivian Werg)

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