Gesundheitsgefahr

Öko-Test warnt: Kontroverser Stoff in Aldi-Joghurt entdeckt

Aldi: Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat Glyphosat-Rückstände in einem Soja-Joghurt entdeckt. (Symbolbild)
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Aldi: Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat Glyphosat-Rückstände in einem Soja-Joghurt entdeckt. (Symbolbild)

Das Verbrauchermagazin Öko-Test findet Glyphosat in einem Joghurt-Produkt von Aldi. Das Pestizid galt lange als krebserregend.

Kassel – In Zeiten, in denen sich viele Menschen der Umwelt zuliebe häufiger pflanzlich ernähren, haben die meisten Supermärkte inzwischen entsprechende Produkte in ihre Sortimente aufgenommen. Neben Edeka*, Rewe* und Lidl* kommen Menschen, die sich vegetarisch und vegan ernähren, auch bei Aldi* auf ihre Kosten.

Wie eine Untersuchung von Öko-Test zeigt, sind die umweltfreundlicheren Alternativen aber nicht immer zwangsläufiger gesünder, sondern in einem Fall sogar gesundheitsschädlich. Betroffen ist eine Joghurt-Alternative von Aldi.

Öko-Test warnt: Pestizidrückstände in Soja-Joghurt von Aldi entdeckt

Joghurt-Alternativen werden zumeist auf Soja-Basis produziert, manchmal allerdings auch mithilfe von Hafer oder Mandeln – ähnlich wie bei veganer Milch. Ein solcher Soja-Joghurt, der sowohl bei Aldi Süd* als auch Aldi Nord* verkauft wird, schnitt im Test des Verbrauchermagazins jedoch bedeutend schlechter als andere Produkte ab.

Insgesamt 22 Joghurt-Alternativen von unterschiedlichen Herstellern nahm Öko-Test genauer unter die Lupe. Während fünf Produkte die Noten „gut“ oder auch „sehr gut“ erhielten, kam ein Großteil der getesteten Lebensmittel auf die Note „befriedigend“. Zwei wurden mit „ausreichend“ bewertet, darunter „Life is so yummy Natural“ von Elsdorfer sowie der „Milsa+ Sojagurt Natur“ von Aldi. Dem Bericht von Öko-Test zufolge sei das Produkt mit dem Pestizid Glyphosat belastet.

Soja-Joghurt von Aldi im Öko-Test: WHO stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein

Glyphosat wird in der Landwirtschaft gerne als Unkrautvernichter eingesetzt. Das Chemie-Unternehmen Monsanto wurde in den vergangenen Jahren von mehr als 100.000 Menschen verklagt, da sie ihre Krebs-Erkrankungen auf Glyphosat zurückführten. Das deutsche Unternehmen Bayer, Mutter-Konzern von Monsanto, musste Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe leisten.

Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, wird Glyphosat „nicht fachgerecht und zu häufig“ eingesetzt. Das Pestizid könne in Bäche, Flüssen und im Grundwasser enormen Schaden anrichten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufe das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. In Deutschland soll Glyphosat für Hobby-Gärtnerinnen und Gärtner schon bald nicht mehr verfügbar sein. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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