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Sonnenbrand lindern: Diese Mittel sollte man besser meiden

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Ein junger Mann hat während eines Sonnenbades eine Sonne mit Sonnencreme auf den Rücken gemalt.
Ein junger Mann hat während eines Sonnenbades eine Sonne mit Sonnencreme auf den Rücken gemalt. © Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Einmal zu wenig Sonnencreme aufgetragen und schon ist es passiert. Was Sie tun sollten, wenn der Sonnenbrand Schmerzen bereitet und wann Sie zum Arzt müssen.

Cleveland/Kassel – Der Sommer ist endlich da und auch wenn das bedeutet, dass es je nach Region am Abend häufig regnet, besteht tagsüber hohe Sonnenbrand-Gefahr. Diesen vorzubeugen, beispielsweise durch regelmäßiges Auftragen von Sonnenmilch, ist die beste Lösung – je nach Hauttyp und Bedürfnissen gibt es verschiedene Produkte und Lichtschutzfaktoren.

Doch manchmal geht es schneller als man denkt. Mit einigen einfachen Mitteln lassen sich die Beschwerden eines Sonnenbrandes lindern, wie Dermatologin Dr. Melissa Piliang in einem aktuellen Beitrag der Cleveland Clinic (USA) erklärt.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand: Abkühlen und für Feuchtigkeit sorgen

„Gehen Sie sofort aus der Sonne und kühlen Sie Ihre Haut“, erklärt Dr. Piliang den ersten Schritt, nachdem man sich einen Sonnenbrand zugezogen hat. „Nehmen Sie ein kühles Bad oder eine Dusche, um die Temperatur Ihrer Haut zu reduzieren“, schlägt sie vor.

Da Wasser die Haut austrocknet, sollte man allerdings nicht zu lange damit verbringen. Alternativ ist es auch möglich, kalte Kompressen oder ein feuchtes Tuch auf die betroffenen Bereiche zu legen.

Nach dem Abkühlen, noch während die Haut nass ist, sollte man eine Feuchtigkeitscreme auftragen. Diese schließt dann beim Einziehen das Wasser ein. Innerhalb der ersten Tage sollte die Creme regelmäßig erneuert werden.

Da der Sonnenbrand auch dem Körper Wasser entziehe, sei es wichtig, auch viel Wasser zu trinken. „Sportgetränke, die mit Elektrolyten versorgen, sind ebenfalls hilfreich“, merkt die Expertin an.

Bei Schmerzen und Juckreiz: Beschwerden des Sonnenbrandes mit Medikamenten lindern

Wer Schmerzen verspürt oder einen Juckreiz, kann diese Symptome mit Schmerzmitteln und Cremes behandeln. Während Cremes mit einem Prozent Hydrocortison Juckreiz lindern kann, eignet sich kühlendes Aloe-Vera-Gel eher als Schmerzmittel. Auch Kühlkompressen können im weiteren Verlauf helfen. Wenn nötig, können auch Schmerzmittel und Entzündungshemmer wie Ibuprofen, Naproxen oder Aspirin eingenommen werden, erklärt Piliang.

Mittel, die auf „cain“ enden, sollte man jedoch eher meiden. Diese könnten allergische Reaktionen verursachen und die Entzündung verschlimmert. Auch alkoholhaltige Cremes seien nicht geeignet, da sie die Haut austrocknen. Treten Blasen auf, sollten Betroffene die Finger von ihnen fern lassen. „Um Infektionen und Narbenbildungen zu vermeiden, sollte man die Blasen ungestört ausheilen lassen“, rät Piliang. Wer Blasen über große Bereiche des Körpers hat, starke Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel oder Verwirrung erleidet, sollte eine Arztpraxis aufsuchen.

Sonnenbrand vermeiden: Sonnenschutz ist mehr als Creme und Sonnenbrille

Der gängigste Weg, sich vor einem Sonnenbrand zu schützen, ist das Auftragen von Sonnenmilch. Jedes Kind lerne, dass vor einem Sonnenbad die weiße Creme auf dem ganzen Körper aufgetragen werden muss. Und doch vergäßen zu viele Menschen, diese einfache Schutzmaßnahme anzuwenden, mahnt die Expertin. Zudem müsse der Schutz etwa alle 90 Minuten erneuert werden, insbesondere, wenn man baden war und sich abgetrocknet hat.

Doch es gibt noch weitere Schutzmaßnahmen: Am besten achtet man darauf, sich möglichst viel im Schatten aufzuhalten. Hüte und Mützen halten die Sonne ab, wenn es keine schattigen Bereiche gibt. Der Stoff sollte möglichst engmaschig sein. Das gilt auch für etwaige leichte Kleidung, mit der man Sonnenbrand vorbeugen kann. Kleidung mit Lichtschutzfaktor oder UV-Schutz-Waschmittel, das den Lichtschutzfaktor von Textilien erhöht, kann das Risiko weiter reduzieren. (tk)

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