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Sparkassen: Große Änderung geplant – Neuer Service für Kunden ab 2022?

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Von: Svenja Wallocha

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Passanten laufen an einer Filiale der Sparkasse vorbei.
Passanten laufen an einer Filiale der Sparkasse vorbei. © Julian Stratenschulte/dpa

Bei den Sparkassen wird derzeit ein Service für Kryptowährungen geprüft. Vieles ist dabei noch offen. Doch wird es Realität, wäre das ein Paukenschlag.

Kassel/Frankfurt - Die Sparkassen sorgen mit einem neuen Projekt derzeit für Aufsehen in der Branche. Auf Kunden des deutschen Geldhauses könnte demnächst eine große Änderung zukommen. Konkret geht es dabei um virtuelles Geld – sogenannte Kryptowährung.

Generell ist der Hype um Bitcoin und Co. groß. Doch bei den normalen Bankkunden in Deutschland ist die Kryptowährung noch nicht wirklich angekommen. Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Denn Deutschlands gute alte Sparkassen sind auf den Markt um das virtuelle Geld aufmerksam geworden und könnten ihren Kunden künftig den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen. Ein Team beim IT-Dienstleister S-Payment feilt derzeit in einem Pilotprojekt an einem Konzept für einen solchen Service, so die Deutsche Presse-Agentur.

Pilotprojekt der Sparkassen: Bitcoin-Handel für Kunden ab 2022?

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bestätigte am Montag (13.12.2021) entsprechende Informationen, die zuvor von der Fachzeitschrift Capital, Finanz-szene.de und Finance Forward veröffentlicht wurden. Von einem „Geheimprojekt“ war bei den Finanzmagazinen die Rede. Das, wenn es Realität werde, ein „Paukenschlag“ sei.

NameDeutsche Sparkassen- und Giroverband
Gründung1924
SitzBerlin und Bonn
PräsidentHelmut Schleweis

Denn neben den Sparkassen hat sich zum einen bisher keine andere große Bank an das Thema herangewagt, zudem sind die Sparkassen mit rund 50 Millionen Kunden der Marktführer unter den deutschen Geldhäusern. Sollte das Projekt Realität werden und die Sparkassen in den Markt einsteigen, würde sich die Zielgruppe, die hierzulande mit Bitcoin und Co. handeln kann, enorm vergrößern, berichtet der Spiegel.

„Das Interesse an Krypto-Assets ist enorm, das sieht auch die Sparkassen-Finanzgruppe“, sagte ein DSGV-Sprecher laut dpa. „Bei der S-Payment, der auf Zahlungsverkehrsdienstleistungen spezialisierten Tochter der DSV-Gruppe, wird daher in einem Projekt geprüft, welche Möglichkeiten und Risiken eine Wallet bietet, in der Kunden von Sparkassen ihre Krypto-Assets sicher verwahren können.“ Das Projektteam bereite Entscheidungen in den Gremien der Sparkassen-Gruppe im ersten Halbjahr 2022 vor.

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Sparkasse plant große Geld-Änderung in Deutschland: Was auf Kunden zukommen könnte

Angedacht ist den Medienberichten zufolge, Sparkassen-Kunden zu ermöglichen, Kryptowährungen direkt über ihr Girokonto zu kaufen. Ob die Idee umgesetzt wird, ist offen. Im besten Fall könnten die entsprechenden Beschlüsse in den Sparkassen-Gremien bis Ende des ersten Quartals gefasst werden, heißt es in den Berichten.

Dann könnten erste Sparkassen die sogenannten Krypto-Wallets, also digitale Geldbörsen, zumindest testweise anbieten. Letztlich würde jede der 370 Sparkassen eigenständig entscheiden, ob sie den Kryptohandel einführt oder nicht.

Handel mit Kryptowährung bald bei Sparkasse? Was hinter Bitcoin und Co. steckt

Bitcoin und andere Währungen werden durch Rechenprozesse erzeugt, die mit der Zeit immer komplizierter werden, so dass die Menge an Cyber-Einheiten knapp gehalten wird. Anleger bleiben anonym. Es gibt keine Scheine oder Münzen, sondern nur verschlüsselte Datenblöcke: Bits und Bytes auf Computern. Notenbanker halten solche Krypto-Token nicht für eine richtige Währung und warnen vor Risiken infolge von Spekulationsblasen. Aus ihrer Sicht fehlt die Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat.

Die Kurse schwanken stark. Der Preis der weltweit bekanntesten Kryptowährung Bitcoin hat sich in diesem Jahr zunächst auf ein Rekordhoch von gut 67.000 Dollar mehr als verdoppelt, gab dann auf 42.000 Dollar nach und nahm zuletzt wieder die 50.000-Dollar-Marke ins Visier.

Auch beim Online-Banking der Sparkasse wurden zuletzt Änderungen für Kunden angekündigt. Schrittweise will die S-Gruppe auf ihren Webseiten ein neues System ausrollen. (svw mit dpa)

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