Banken

Sparkasse, Volksbank und Co. – Große Veränderungen für Bankkarten geplant

Ab 2024 entfällt die Pflicht, einen Magnetstreifen auf Bankkarten aufbringen zu müssen. Auch Mastercard-Kreditkarten der Sparkasse sind dann von den Änderungen betroffen.
+
Ab 2024 entfällt die Pflicht, einen Magnetstreifen auf Bankkarten aufbringen zu müssen. Auch Mastercard-Kreditkarten der Sparkasse sind dann von den Änderungen betroffen.

Bei Bankkarten wird es wohl schon bald eine große Veränderung geben. Mastercard kündigt an, diese allerdings erst ab 2024 umzusetzen.

Kassel – Bargeldloses Zahlen wird auch in Deutschland immer beliebter. Fast überall kann man mittlerweile mit Bankkarten oder mit dem Smartphone zahlen, ohne Bargeld dabei haben zu müssen. Die Bankkarten von Sparkasse, Deutsche Bank und Co. werden sich jedoch in Zukunft verändern.

Die geplante Änderung wird deutlich ins Auge fallen. Ab 2024 entfällt nämlich die Pflicht für den schwarzen Magnetstreifen auf Bankkarten. Mastercard hat bereits angekündigt, dass die Magnetstreifen in Europa ab diesem Zeitpunkt langsam verschwinden werden. Grund für die Veränderung sind technische Neuerungen: Der Magnetstreifen ist schlichtweg überflüssig geworden.

Mastercard
Gründung16. Dezember 1966, USA
HauptsitzPurchase, Harrison, New York (Vereinigte Staaten)
Umsatz15,3 Milliarden US-Dollar (2020)

Bankkarten von Sparkasse und Co.: So werden sie sich verändern

Bereits jetzt wird der Magnetstreifen immer seltener für Zahlungen genutzt. Die EMV-Chips und neue RFID- und NFC-Chips haben die Funktionen übernommen. Letztere vereinfachen den Zahlungsprozess bereits deutlich: Sie ermöglichen das kontaktlose Zahlen. Auch in Smartphones werden RFID- und NFC-Chips genutzt und ermöglichen so Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder Google Pay. Obwohl der Magnetstreifen in Deutschland fast nicht mehr genutzt wird, wird er bei Reisen im Ausland noch benötigt, da er unter anderem in den USA und Kanada noch verwendet wird.

Ab 2024 entfällt die Pflicht, einen Magnetstreifen auf Bankkarten aufbringen zu müssen, so Mastercard in einer Mitteilung. Ab 2029 will das Unternehmen in Europa keine Kredit- oder Debitkarten mit Magnetstreifen mehr ausstellen, bis 2033 sollen auch alle Altbestände vom Markt verschwunden sein. Laut eigenen Angaben ist Mastercard der erste Zahlungsdienstleister, der plant, die Nutzung des Magnetstreifens auslaufen zu lassen.

Mastercard-Kreditkarten werden weltweit genutzt, in Deutschland bieten viele Banken wie Sparkasse, Volksbank und Deutsche Bank neben Visa- auch Mastercard-Bankkarten an. In den USA und Kanada will Mastercard auch nach 2029 weiterhin Bankkarten mit Magnetstreifen ausstellen.

Video: Kontaktloses Bezahlen - deshalb muss manchmal die Pin eingegeben werden

Sparkasse und Co.: Vorteile durch neue Bankkarten

Für Verbraucher bringt die Veränderung der Bankkarte einige Vorteile, denn die neuen Technologien sind sicher und bieten mehr Möglichkeiten. Das kontaktlose Zahlen führt zudem dazu, dass der Zahlprozess noch schneller ist. Das Bezahlen an der Kasse dauere weniger als eine Sekunde, erklärt die Sparkasse.

Ganz verschwinden wird die Bankkarte in näherer Zukunft wohl eher nicht, zumindest so lange die meisten Zahlungssysteme noch auf eine Karte angewiesen sind. Neue Regeln zur Geld-Einzahlung bei Sparkasse und Co. sorgen für Unmut bei Kunden. (Sarah Neumeyer)

Weitere interessante Artikel gibt es mit unserem Verbraucher-Newsletter regelmäßig ins Postfach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.