Tipps und Tricks

Spinnen aus Haus und Wohnung vertreiben – So wird man die Krabbeltiere schnell los

Im Herbst zieht es insbesondere größere Spinnen vermehrt in Haus und Wohnung. Mit einigen Tricks wird man die Tierchen schnell wieder los.

Kassel – Für die einen sind sie faszinierende Wesen, andere ekeln sich vor ihnen: Spinnen. In Deutschland gibt es rund 1000 verschiedene Arten der achtbeinigen Krabbler. Die sind für Menschen in der Regel harmlos, nur Insekten und kleinere Tiere stehen auf ihrem Speiseplan.

Auch wenn Spinnen in der freien Natur nützlich sind – in der Wohnung wollen viele Menschen die krabbelnden Tierchen mit den langen Beinen nicht haben. Personen mit Spinnenängsten geraten regelrecht in Panik, wenn ein Achtbeiner plötzlich an der Wand entlang läuft. Begegnungen in den heimischen vier Wänden können im Herbst jedoch wieder häufiger werden. Mit einigen Tricks kann man eine „Invasion“ jedoch verhindern.

Warum sind so viele Spinnen im Herbst im Haus?

Nicht nur kleine, sondern vor allem große Exemplare sind im Herbst wieder vermehrt in Häusern und Wohnungen anzutreffen. Ein klassischer Vertreter ist die Hauswinkelspinne oder auch Keller- oder Hausspinne genannt. Die schwarze, behaarte Spinne, die fast nur aus Beinen besteht und handflächengroß werden kann, ist für Menschen mit Spinnenangst ein Alptraum. Dafür besteht jedoch kein Grund – denn auch wenn sie beißen kann, ist sie für Menschen ungefährlich.

Im Herbst zieht es wieder mehr Spinnen in Häuser, dort spinnen sie in Ecken ihre Netze und bis es draußen wieder wärmer wird. (Symbolbild)

Hauswinkelspinnen leben in der Nähe von Menschen. „Die Hauswinkelspinne mag es feucht, man findet sie deswegen häufig in Badezimmern oder Kellern“, erklärt Roland Mühlethaler, Experte beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten. Auch in Schuppen oder auf Dachböden fühlt sie sich wohl. Im Herbst sind die Hauswinkelspinne und die verwandte Große Winkelspinne aktiver. Denn die Männchen schwärmen vor allem abends und nachts aus, um sich mit Weibchen zu paaren. Da kann es schon mal zu unliebsamen Begegnungen kommen, denn diese Spinnenart ist kaum zu übersehen.

Die Zitterspinne, die es ebenfalls im Herbst in Wohnungen zieht, ist dagegen eher zierlich und unauffällig. Sind die Spinnen im Haus, wird man sie schwer wieder los. Mit einigen Tricks nisten sie sich aber gar nicht erst ein.

Spinnen-Invasion im Herbst: Wie man die Achtbeiner aus Haus und Wohnung vertreibt

Weil Spinnen nützliche Tiere sind, empfiehlt der Nabu, sie nicht mit dem Schuh zu erschlagen oder mit dem Staubsauger aufzusaugen. Eine nettere Art ist, sie mit einem Glas einzufangen und nach draußen zu bringen. Fliegengitter an Fenstern und Türen können helfen, dass die Achtbeiner gar nicht erst in die heimischen vier Wände gelangen. Auch Duftbarrieren sind ein natürliches Hilfsmittel.

Diese Tipps helfen gegen Spinnen in Haus und Wohnung:

  • Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen
  • Duftbarrieren können Spinnen vertreiben
  • Zerschlagene Kastanien vor Fenstern oder unter Möbeln platzieren
  • Regelmäßig putzen, vor allem in Ecken
  • Spinnensprays und Ultraschallstecker sind im Netz zu finden

So kann Lavendel die Krabbler aus Haus und Wohnung vertreiben. Dabei eignen sich Duftsäckchen oder Duftkerzen, aber auch getrocknete Büsche, die am Fenster aufgehängt werden. Noch effizienter kann eine Mischung aus je fünf Tropfen Lavendelöl, Spülmittel und einem Liter Wasser sein. Die Mixtur einfach in eine Sprühflasche füllen und auf Stellen geben, an denen sich Spinnen gerne aufhalten. Auch Fliegen im Haus lassen sich übrigens durch Lavendel vertreiben. Wer kein Fan von Lavendel ist, kann auch Minzöl oder Eukalyptusöl nehmen. Das Prozedere bleibt dabei gleich.

Tipps und Tricks gegen Spinnen: Mit Lavendel und Kastanien vorbeugen

Es gibt noch viele andere Gerüche, die Spinnen in die Flucht schlagen sollen. So können auch Kastanien helfen. Die zerschlagenen Nüsse einfach vor Fenster, Türen oder unter dem Sofa platzieren. Da der Duft schnell verfliegt, sollten die Kastanien regelmäßig (etwa einmal im Monat) ausgetauscht werden.

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Auch Spinnensprays und Ultraschallstecker für die Steckdose sollen Spinnen aus Haus und Wohnung vertreiben. Regelmäßiges Putzen ist zudem immer ein guter Tipp gegen jede Art von ungewollten Krabbeltieren. Wichtig ist außerdem das Hausklima. Denn Spinnen fühlen sich besonders wohl, wenn die Luft feucht und nicht zu warm ist. Sobald im Herbst und Winter geheizt wird und die Luft trockener wird, werden vor allem die kleineren Exemplare, die nicht ans Leben in Häusern angepasst sind, vertrocknen, heißt es auf der Seite vom Nabu.

Auch kleine Fliegen in der Blumenerde können bei Topfpflanzen schnell zur Plage werden. Wenn sich Trauermücken in der Blumenerde einnisten, sollte man sofort reagieren. (svw)

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann

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