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Nach mehr als 30 Jahren pleite: Großer Einzelhändler macht alle Filialen dicht

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Von: Jessica Jung

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Ein großer Einzelhändler hat Insolvenz angemeldet und macht seine Filialen dicht. Rund 700 Beschäftigte stehen damit vor der Entlassung.

Dortmund – Ein bekannter Büroartikel-Händler wird allmählich aus Deutschland verschwinden. Zahlreiche Filialen in allen Bundesländern werden geschlossen.

UnternehmenStaples
Gründung1985
Standorteu.a. Dortmund, Essen, Duisburg, Köln, Hamburg

Großer Einzelhändler nach über 30 Jahren insolvent: Kette schließt alle Filialen

Nach Angaben von Spiegel sollen die „Staples“-Büromärkte bereits vier Monate nach dem Insolvenzantrag des Hamburger Büroartikelhändlers OfficeCentre GmbH vor dem Aus stehen.

„Ein Investor, der in der Lage ist, den Geschäftsbetrieb der auf den Verkauf von Büroartikeln spezialisierten Gesellschaft langfristig fortzuführen, konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden“, erklärt der Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz.

Das Unternehmen sei nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters mit rund 700 Mitarbeitern, 50 Filialen der Marke „Staples“ und einem Onlineshop der größte stationäre Einzelhändler für Büroartikel in Deutschland gewesen, wie RUHR24 berichtet.

Doch nun soll sich das Unternehmen vom Markt zurückziehen und die Restware in den Filialen verkaufen. Am 1. Mai wurde das Insolvenzverfahren laut mopo.de eröffnet. Ein anderes Unternehmen, welches aufgrund von Insolvenz schließen musste, soll hingegen ein Comeback feiern.

Die Filiale des Büroartikelhändlers Staples in der Wandsbeker Zollstraße in Hamburg.
Staples hat aktuell noch 50 Filialen in Deutschland, 17 alleine in NRW. © Hanno Bode/Imago

Einzelhändler nach über 30 Jahren pleite: Kein Interesse seitens der Investoren

Seitdem wurden mehr als 120 potenzielle Investoren angesprochen und mit mehreren wurde verhandelt. Ein Angebot für eine langfristige Fortführung der „Staples“-Märkte wurde nach Angaben jedoch nicht abgegeben. „Ich bedauere sehr, dass wir keinen Investor für das Unternehmen begeistern konnten“, so Undritz.

Die Beschäftigten sollen drei Monate mit der Geschäftsführung für eine Sanierung gekämpft haben. Ganz aus der Welt sei das Unternehmen jedoch nicht. Von der OfficeCentre-Insolvenz verschont sind nämlich die frühere „Staples“-Großhandelssparte, die zum französischen Unternehmen Lyreco gehört und unter dem Namen Lyreco Advantage firmiert.

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