Höhere Summen absetzbar

Änderungen 2022: Diese neuen Steuer-Regeln müssen Sie unbedingt kennen

Bei den Steuern wird sich im Jahr 2022 so manches ändern. Steuerzahlerinnen und Steuerzahler können künftig etwa von einer höheren Pendlerpauschale profitieren.

Kassel – Neues Jahr, neue Regeln. Wie so oft ändert sich auch 2022 wieder etwas bei den Steuern, darunter neue Höchstbeiträge sowie neue Erleichterungen für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Darüber hinaus laufen Ende März auch die Corona-Sonderzahlungen ab. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hatten während der Pandemie einen Bonus erhalten.

Aufgrund der anhaltenden Pandemie wird aber die Homeoffice-Pauschale um ein weiteres Jahr verlängert. „Liegen die Voraussetzungen für ein vom Finanzamt anerkanntes heimisches Arbeitszimmer nicht vor, kann jeder Steuerpflichtige seine Heimarbeitstage dennoch geltend machen“, sagte Steuer-Experte Dennis Konrad gegenüber Businessinsider.de. Bei einem Satz von fünf Euro pro Tag im Homeoffice lassen sich 2022 maximal 600 Euro von der Steuer absetzen.

Bei den Steuern gibt es im Jahr 2022 mehrere Neuerungen.

Steuer 2022: Homeoffice-Pauschale und Werbungskosten werden gemeinsam verrechnet

Allerdings sei gesagt, dass die Homeoffice-Pauschale gemeinsam mit der Werbungskostenpauschale verrechnet wird – und nicht separat. Da für die Werbungskosten pauschal 1000 Euro angerechnet werden, profitieren nur diejenigen von der Pauschale, bei denen die Werbungskosten über dieser Summe liegen. „Hier gilt es genau hinzuschauen, ob sich die Homeoffice-Pauschale im Einzelfall auch lohnt“, erklärte Steuer-Experte Konrad.

Wer wegen des Jobs umziehen muss, kann auch diese Kosten als Werbungskosten angeben. Im April 2022 werden die absetzbaren Beiträge übrigens weiter erhöht, wenn auch nur gering. Folgende Summen lassen sich bei einem Umzug bis zum 31. März 2022 absetzen:

  • 870 Euro pro Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer (ab April: 886 Euro)
  • 580 Euro pro Ehepartner und Kind (ab April: 590 Euro)

Steuern im Jahr 2022: Grundfreibetrag und Pendlerpauschale werden erhöht

Die Entfernungspauschale, oder auch „Pendlerpauschale“ genannt, wurde für 2022 ab dem 21. Kilometer erhöht. Das heißt, dass der Satz bis zum 20. Fahrtkilometer zum Arbeitsort unverändert bei 30 Cent bleibt, ab dem 21. aber auf 35 Cent anwächst. In zwei Jahren soll der Satz dann sogar auf 38 Cent angehoben werden.

Auch der Grundfreibetrag wird im neuen Jahr um 204 Euro auf insgesamt 9948 Euro angehoben. Bedeutet: Die ersten verdienten 9948 Euro bleiben für eine ledige Person steuerfrei. Bei Ehepaaren sowie eingetragen Lebenspartnern erhöht sich der Betrag hingegen auf 19.896 Euro.

Zu guter Letzt wurde auch die Abgabefrist für die Steuererklärung 2020 verlängert. Zumindest für alle, die ihre Steuern mithilfe einer Beratung oder eines Lohnsteuerhilfevereins bearbeiten. Dann gilt nämlich eine Abgabefrist bis zum 31. Mai 2022. Der ursprüngliche Termin lag bei Ende Februar 2022. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Frist zugunsten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler jedoch verschoben. (Nail Akkoyun)

Beim Thema Finanzen verändert sich im Jahr 2022 so einiges, darunter eine Erhöhung der C02-Steuer. Doch auch auf Autofahrerinnen und Autofahrer kommen mehrere Änderungen zu.

Rubriklistenbild: © Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.